Bitpanda startet Fernseh-Werbung mit drei FC Bayern München-Stars
Der halbminütige Bitpanda-Werbespot mit Thomas Müller, Jamal Musiala und Konrad Laimer werde auf den reichweitenstärksten Sendern im DACH-Raum ausgestrahlt, heißt es vom Wiener Unicorn.
Am Krypto-Markt geht es seit vielen Wochen steil bergauf, Bitcoin steht knapp vor dem All-Time-High von 2021 und damit kommt auch der periodische Krypto-Hype langsam wieder in die Gänge. Das alleine dürfte dem Wiener Unicorn Bitpanda schon viel Geschäft und zahlreiche Neukund:innen bringen. Doch gerade in einer Situation, in der die großen Medien wieder beginnen, von Bitcoin und Co zu berichten, kann wohl ein wenig Fernsehwerbung nicht schaden. Vor allem, wenn man dafür ziemlich bekannte Sport-Stars gewinnt.
Halbminütiger Spot soll „auf den reichweitenstärksten Sendern“ im DACH-Raum laufen
Schon im Jänner hatte Bitpanda eine Werbe-Partnerschaft mit dem FC Bayern München verkündet. Nun setzt das Wiener Krypto-Scaleup einen markanten Marketing-Schritt im Rahmen dieser Partnerschaft: Es schaltet einen 30-sekündigen Fernseh-Werbespot, der laut Aussendung „ab heute in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den reichweitenstärksten Sendern dieser drei Länder bis Ende Mai ausgestrahlt“ wird.
Thomas Müller nennt Bitpanda „FC Bayern unter den Krypto-Brokern“
Im Spot zu sehen sind der Langzeit-Bayern-Star und nach Trophäen (Meister-, Champions League- und Weltmeister-Titel) bisher erfolgreichste deutsche Fußballer Thomas Müller, Jungstar Jamal Musiala und der ÖFB-Nationalspieler Konrad Laimer. Sie sprechen in der Kabine des FC Bayern München über „Gemeinsamkeiten“ zwischen dem Klub und dem Wiener Unicorn. Dabei nennt Müller Bitpanda unter anderem den „FC Bayern unter den Krypto-Brokern“.
Weitere Werbeformate folgen
Bei dem Werbespot wird es nicht bleiben. „Zudem wurden einige weitere Formate mit den FC Bayern-Stars produziert, welche über digitale und soziale Kanäle über den Kampagnenzeitraum hinaus verlängert werden“, heißt es von Bitpanda. „Mit dem vereinbarten Rechtepaket streben das FinTech und der Fußballclub danach, ihre starken Marken enger miteinander zu verbinden und gemeinsames Wachstum zu fördern“, verlautbarte das Unicorn bereits im Jänner, als die Kooperation publik gemacht wurde.
„Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“: Wie Michael Dobersberger Startups US-fit macht
Michael Dobersberger bringt bei Open Austria österreichische Gründer:innen in den globalen Tech-Hotspot Silicon Valley. Im Gespräch mit brutkasten erklärt er, welche Kulturunterschiede entscheiden und warum Österreicher:innen beim Pitchen umdenken müssen.
„Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“: Wie Michael Dobersberger Startups US-fit macht
Michael Dobersberger bringt bei Open Austria österreichische Gründer:innen in den globalen Tech-Hotspot Silicon Valley. Im Gespräch mit brutkasten erklärt er, welche Kulturunterschiede entscheiden und warum Österreicher:innen beim Pitchen umdenken müssen.
Das Silicon Valley ist nach wie vor das unangefochtene Epizentrum der globalen Tech-Welt. Ein Großteil des weltweiten Risikokapitals ist in der Region rund um San Francisco gebündelt. Für europäische Startups birgt der Markteintritt in den US-amerikanischen Raum jedoch erhebliche kulturelle wie strukturelle Hürden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Michael Dobersberger an. Brutkasten hat ihm einen Tag lang in San Francisco über die Schulter geschaut.
Als Co-Direktor der Initiative Open Austria, einem Joint Venture der Wirtschaftskammer Österreich und des Außenministeriums, fungiert Dobersberger als strategischer Sparring-Partner vor Ort. Während die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles das operative Tagesgeschäft im Exportgeschäft abwickeln, konzentriert sich das AußenwirtschaftsCenter in San Francisco unter seiner Leitung auf spezialisierte Formate.
„Ich sehe meine Aufgabe darin, Startups ready für das Silicon Valley zu machen, damit sie einen gewissen Startvorteil gegenüber anderen europäischen Startups haben“, erklärt Dobersberger im Gespräch. Sein Aufgabengebiet umfasst gezieltes Startup-Coaching für den US-Markteintritt sowie Innovation Scouting für etablierte Großunternehmen. Die Nachfrage ist hoch: „Allein heuer habe ich schon über 260 Unternehmen in einem meiner Programme gehabt.“
Die kulturellen Gräben zwischen europäischen und US-amerikanischen Entrepreneurship-Zugängen erlebt Dobersberger täglich. Während hierzulande Risiken oft im Vordergrund stehen, herrscht in Kalifornien eine ausgeprägte Optimierungskultur.
Den zentralen Unterschied im Denkansatz bringt Dobersberger pragmatisch auf den Punkt: „In den USA heißt es: ‚Es kann funktionieren, wenn …‘, während in Europa oft gesagt wird: ‚Das funktioniert nicht, weil …‘“. Es gehe keineswegs darum, kritische Einwände zu ignorieren, sondern Geschäftsideen konstruktiv zu bewerten und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken.
Schnelligkeit und ein realistischer Blick auf Fehler
Ein entscheidender Erfolgsfaktor am US-Markt sei die Umsetzungsgeschwindigkeit. „Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“, betont Dobersberger. Wer rasch am Markt testet, gewinnt wertvolles Feedback und kann Mitbewerber überholen.
Ergänzt wird dieses Tempo durch den vielzitierten Umgang mit dem Scheitern, der jedoch häufig missverstanden werde. Fehler seien zwar Teil der Lernkurve, dürften das Unternehmen jedoch nicht ruinieren. „Fail fast, fail often – and keep the price to a minimum“, bringt es Dobersberger auf den Punkt. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Scheitere schnell, oft und halte die Kosten dabei auf einem Minimum.“
Präzision fordert der Experte auch beim Markenauftritt und Produktstart. Zu langes Perfektionieren im Stillen sei gefährlich: „Wenn du nicht irgendwann sagst: ‚Mein erstes Produkt war so peinlich‘, dann bist du zu spät an den Markt gegangen“, veranschaulicht er eindrücklich.
Auch in der Kommunikation rät Dobersberger zu einer radikalen Vereinfachung. Statt technischer Details müsse in den ersten Sekunden das zugrundeliegende Problem im Fokus stehen. Dobersberger nutzt dafür das Bild einer umgekehrten Matrjoschka-Puppe.
„Die erste Matrjoschka ist die wichtigste – das ist dein Why“, erklärt er. Ziel der ersten 40 Sekunden sei es nicht, das gesamte Produkt zu erklären, sondern Neugier zu wecken und Folgetermine zu sichern. Wer zu tief ins Technische abgleite, verliere das Gegenüber rasch.
Menschen investieren in Menschen
Zudem entscheide die Persönlichkeit des Gründerteams oft mehr als die Technologie selbst. Das Feedback internationaler Investor:innen zeichne hier ein klares Bild: „Die Investoren investieren zu 90 Prozent ins Team und zu zehn Prozent in die Technologie.“ Starken Gründerpersönlichkeiten traue man eher zu, Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle bei Bedarf anzupassen.
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz, von der Schärfung der Story bis hin zur Vernetzung vor Ort, unterstützt Dobersberger heimische Gründer:innen dabei, im Silicon Valley nachhaltig Fuß zu fassen.
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