03.03.2025
BROKER

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

Der Krypto-Broker Bitpanda war am gestrigen Sonntag etwas über eine halbe Stunde down. Der Fehler soll "intern" gelegen sein und war "vollkommen unnötig", wie CEO Eric Demuth auf X schreibt.
/artikel/bitpanda-down-ceo-demuth-droht-konsequenzen-an-und-entschuldigt-sich
Eric Demuth | (c) Bitpanda
Eric Demuth | Foto: Bitpanda

Der in Wien gegründete Krypto-Broker Bitpanda war am gestrigen Sonntag, den 2. März 2025, etwas über eine halbe Stunde lang „down“. In einem Post auf der Plattform X schrieb CEO und Co-Founder Eric Demuth von einer 35-minütigen „downtime“ und entschuldigte sich für diese. Noch in derselben Zeile äußert er sich als „honestly furious“ – zu Deutsch „ehrlich wütend“.

„Dummes, internes Prozessversagen“

„Über die letzten Jahre haben wir so viele Ressourcen präzise investiert, damit wir die stabilste Plattform sind – vor allem während Bull Runs“, schreibt Demuth weiter. Der Broker habe sich demnach – wie zu erwarten – intensiv auf hohe Zugriffszahlen infolge starker Aufwärtstrends im Kryptomarkt technologisch vorbereitet und abgesichert.

Den Erklärungen des CEOs sowie den Reaktionen der Community zufolge dürfte es sich bei dem gestrigen Ausfall um ein internes Prozessversagen gehandelt haben. Der CEO schreibt auf X mehrmals von einem „unnötigen internen Fehler“:

„Der heutige Vorfall war völlig unnötig, denn wir sind auf solche Ereignisse bestens vorbereitet. Es handelte sich lediglich um ein dummes, internes Prozessversagen.“

Co-Founder Demuth entschuldigte sich folglich für die „downtime“. „Das wird Konsequenzen haben“, kündigte der CEO auf X an und meinte weiter: „Ich war immer stolz darauf, dass wir einen höheren Standard als andere haben, und dieser wurde eindeutig nicht erfüllt.“

Reaktionen auf X: „Weniger in Sport, mehr in Sicherheit investieren“

Wie zu erwarten scheute auch die X-Community nicht mit Reaktionen auf den halbstündigen Ausfall. „Vielleicht solltet ihr weniger in Sport und mehr in Menschen und Server investieren“, schrieb ein User in der Kommentar-Spalte. Demuth versicherte darauf, dass es sich um keine Fehler bei der Infrastruktur handeln würde. Ein „unnötiger“ interner Prozessfehler sei Schuld gewesen.

„Immer wenn es abgeht, ist alles down“, schreibt ein anderer Nutzer unter dem Entschuldigungs-Posting des CEOs. „Wer garantiert mir, dass ich verkaufen kann, wann ich will?“, heißt es vonseiten des Users weiter.

Nachsicht in den Kommentaren: „Trotzdem danke für deine starken Worte“

Allerdings wurde vonseiten der User:innen auch Nachsicht gezeigt: „Wollte auch einiges investieren und dann dieser Ausfall. Ist schon ärgerlich, wenn es um Geld geht. […] Trotzdem danke für deine starken Worte @eric_demuth“, kommentierte ein weiterer X-User den Vorfall. Die Downtime wurde durch das schnelle Handeln des Brokers kurz gehalten.

Die interne Status-Seite des Brokers hat den gestrigen Vorfall ordnungsgemäß dokumentiert. „Wir haben derzeit Probleme mit der Verfügbarkeit unserer Plattformen“, hieß es gestern um 18:16 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Nur eine Minute später sei der Fehler identifiziert worden und man begann, an einer Lösung zu arbeiten.

Etwas über eine Stunde später – um 19:29 Uhr – klassifizierte man das Problem als „gelöst“. Demuth selbst äußerte sich schon einige Minuten zuvor, um 19:22 Uhr mitteleuropäischer Zeit, über X.

Trump-Ankünder zu Krypto-Reserve ließ Kurse steigen

Der gestrige Vorfall ereignete sich wenige Stunden nach einer Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump. In einem offiziellen Statement auf dessen Plattform Truth Social verkündete der Präsident, die fünf Kryptowährungen Bitcoin, Ether, Solana, Ripple und Cardano in eine neue strategische Reserve der USA aufnehmen zu wollen.

Einem weiteren Posting zufolge sollen Bitcoin und Ethereum das „Herzstück“ der Krypto-Reserve der Vereinigten Staaten bilden – mehrere Medien berichteten darüber.

Die Kurse der genannten Kryptowährungen reagierten umgehend auf die Nachricht. So sprang Bitcoin um mehr als 11 Prozent nach oben, Ether stieg um 13 Prozent und Solana um 20 Prozent. Wie zu erwarten stieg die Nachfrage nach den genannten Währungen, die Kurse erhöhten sich.


*Der Broker Bitpanda wurde um ein Statement befragt, neue Informationen werden ergänzt.

Deine ungelesenen Artikel:
14.07.2026

Warum der Walter-Group-CVC WaVe-X in ein Sanierungs-Startup investiert

Die österreichische Walter-Group-Tochter WaVe-X beteiligt sich an einer 10-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde des Berliner Proptechs Fuchs & Eule. Gegenüber brutkasten erklären Michal Lewandowski von WaVe-X und Stefan Wierzbinski von Walter Real Estate, warum es sich dabei um ein strategisches Investment handelt.
/artikel/warum-der-walter-group-cvc-wave-x-in-ein-sanierungs-startup-investiert
14.07.2026

Warum der Walter-Group-CVC WaVe-X in ein Sanierungs-Startup investiert

Die österreichische Walter-Group-Tochter WaVe-X beteiligt sich an einer 10-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde des Berliner Proptechs Fuchs & Eule. Gegenüber brutkasten erklären Michal Lewandowski von WaVe-X und Stefan Wierzbinski von Walter Real Estate, warum es sich dabei um ein strategisches Investment handelt.
/artikel/warum-der-walter-group-cvc-wave-x-in-ein-sanierungs-startup-investiert
Stefan Wierzbinski und Michal Lewandowski | (c) Walter Real Estate / Walter Group
Stefan Wierzbinski und Michal Lewandowski | (c) Walter Real Estate / Walter Group

Der Corporate-Venture-Capital-Arm (CVC) WaVe-X der in Wiener Neudorf ansässigen Walter Group, investiert im Rahmen einer Zehn-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde in den Berliner Energie- und Sanierungsexperten Fuchs & Eule. Angeführt wurde die Runde von GET Fund als Lead-Investor, daneben beteiligten sich weitere Partner wie PI Impact sowie die Bestandsinvestoren SET Ventures, Picus Capital und Realyze Ventures. Das 2021 gegründete Berliner Startup begleitet Eigentümer:innen von Wohn- und Gewerbeimmobilien durch künstliche Intelligenz und Datenanalysen bei der energetischen Sanierung.

„Ein generationsübergreifender Sanierungs-Superzyklus“

Bei seinen Investments konzentriere sich WaVe-X auf Unternehmen, die sich durch die „Bewältigung komplexer operativer und regulatorischer Herausforderungen nachhaltige Wettbewerbsvorteile erarbeiten“, erklärt Michal Lewandowski, Senior Investment Manager bei WaVe-X, gegenüber brutkasten. Er zeigt sich überzeugt, dass Fuchs & Eule einen „einzigartigen Zugang zu einem riesigen Markt“ biete, der aktuell von einem „generationsübergreifenden Sanierungs-Superzyklus in der DACH-Region“ angetrieben werde.

Forciert durch strenge nationale Vorgaben wie das deutsche Bundes-Klimaschutzgesetz und die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) stünden institutionelle Immobilieneigentümer unter immensem Druck. Dabei würden Objekten mit unzureichenden ESG-Ratings spürbare „Brown Discounts“ und gravierende Bewertungsrisiken drohen, warnt Lewandowski. Dass diese Risiken real sind, zeigen auch aktuelle Marktdaten des Branchenportals reduco.ai: Während energieeffiziente Gebäude der Klasse A zwischen 2021 und 2025 rund 13 Prozent an Wert gewannen, verloren unsanierte Objekte der Klassen G und H im selben Zeitraum rund 12 Prozent an Wert.

„Dieses Investment liegt unserer Muttergesellschaft sehr nahe“

Daraus ergebe sich ein operativer Nutzen für die gesamte Walter Group, erklärt Stefan Wierzbinski, Vorsitzender der Geschäftsführer von Walter Real Estate: „Dieses Investment liegt unserer Muttergesellschaft sehr nahe.“ Die „investmenttaugliche Energy Due Diligence“ von Fuchs & Eule sei für das große Wohnimmobilien-Portfolio von Walter Real Estate von großem Interesse. Die Gesellschaft sei in der Assetklasse Wohnen in Österreich, Deutschland und Dänemark investiert. Das Investment biete einen „skalierbaren Weg, um das Thema ESG-Compliance anzugehen“, die eigenen Assets zu optimieren und den Gebäudewert langfristig abzusichern.

Man habe WaVe-X bereits bei der Evaluierung des Startups mit der eigenen Expertise unterstützt und bestätigt, dass Fuchs & Eule ein „echtes Problem“ löse, mit dem sich auch Walter Real Estate im eigenen Portfolio beschäftige. Diese Partnerschaft sei jedoch „keine Einbahnstraße“, betont Wierzbinski. Neben der internen Nutzung der Plattform werde man das Team bei seiner anstehenden internationalen Expansion aktiv unterstützen: „Wir werden unser Real Estate Netzwerk und unsere Marktpräsenz einbringen, um Fuchs & Eule bei einem erfolgreichen Markteintritt in Österreich zu begleiten.“

Globale VC-Standards und strategischer Wissenstransfer

Auch über diesen Deal hinaus verfolgt WaVe-X große Pläne. Man habe bis heute „13 Investments an der Seite von weltweit führenden Investoren getätigt“ sagt Lewandowski. Dabei konzentriere man sich auf Verticals wie Logistics Tech, Manufacturing Tech, Proptech und Construction Tech. „Unser Mandat ist global; wir haben bereits in ganz Europa und den USA investiert. Unser Gesamtvolumen für Erstinvestments liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich“, so der Investment-Manager. Die initialen Ticketgrößen bewegten sich zwischen 200.000 Euro und zwei Millionen Euro, wobei das Ziel darin bestehe, ein finales Portfolio von rund 20 Unternehmen aufzubauen. Das Portfolio zeige bereits eine starke Dynamik; so habe das Portfoliounternehmen Dexory vor Kurzem erfolgreich seine Series-C-Finanzierungsrunde abgeschlossen.

WaVe-X sei dabei durch die Walter Group mit einem fixen Fondsvolumen ausgestattet. „Wir agieren nach marktüblichen Venture-Capital-Standards und suchen aus Sicht der finanziellen Rendite nach den vielversprechendsten Startups innerhalb des für die Walter Group relevanten Ökosystems“, erklärt Lewandowski. Bei der Konzeption der Struktur habe man gezielt die Best Practices und Setups führender europäischer CVC-Fonds einfließen lassen.

Und man habe weiterhin signifikantes Kapital zur Verfügung, um es in erstklassige Gründerteams in den Fokusbereichen zu investieren – unabhängig von deren geografischem Standort: „Unser Ziel ist es, die disruptiven Technologien zu finanzieren, die diese Branchen nachhaltig prägen.“ Gründer:innen biete man einen „einzigartigen Zugang zum tiefen Netzwerk und der operativen Erfahrung der Walter Group“, während man gleichzeitig modernste Innovationen und wertvolles Know-how aus den Startups zurück in die Gruppe bringe. „Anhand der aktiven Zusammenarbeit mit unserem aktuellen Portfolio sehen wir aus erster Hand, wie gut dieser Wissenstransfer funktioniert und wie sehr die Gründer die Partnerschaft mit der Walter Group schätzen“, so Lewandowski. „Wir werden dieses Modell konsequent weiter ausbauen und weiterhin global investieren.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Bitpanda-Down: CEO Demuth droht „Konsequenzen“ an und entschuldigt sich