Weiterer Kunde: Bitpanda setzt Expansion im Nahen Osten fort
Die Krypto-Asset-Plattform CoinMENA aus Bahrain ist der neueste Kunde von Bitpanda Technology Solutions. Erst vor ein paar Tagen war eine Bank aus den Emiraten als Kunde präsentiert worden.
Im Mai eröffnete Bitpanda einen Standort in Dubai, um mit der B2B-Sparte Bitpanda Technology Solutions Kunden im Nahen Osten zu gewinnen – brutkasten berichtete. Der Plan ist dem Vernehmen nach aufgegangen. Erst vor ein paar Tagen verkündete das Wiener Unicorn die Kooperation mit der RAKBANK aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nun kommt mit CoinMENA aus Bahrain eine weitere Referenz in der Region hinzu.
CoinMENA: Bitpanda-Technologie im Kerngeschäft
Die Besonderheit: CoinMENA betreibt, wie der Name nahelegt, bereits eine Krypto-Asset-Plattform. Die Bitpanda-B2B-Lösung wird also nicht wie bei den bisherigen Kunden – Banken und FinTechs – als Add-on, sondern direkt im Kerngeschäft eingesetzt. „Mit der neuen Zusammenarbeit wollen wir nicht nur die Effizienz auf unserer Handelsplattform signifikant steigern, sondern auch durch die zukünftig breite Auswahl an neuen Krypto-Assets noch besser auf die dynamische Marktentwicklung reagieren und unseren Nutzern ein umfassenderes Krypto-Angebot bieten“, werden die CoinMENA-Gründer:innen Dina Sam’an und Talal Tabbaa in einer Aussendung zitiert.
Lizenzen in Bahrain und den Emiraten
Als bereits etablierter Anbieter mit nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Millionen Nutzer:innen verfügt CoinMENA über eine Lizenz der Zentralbank von Bahrain sowie mit einem Schwesterunternehmen auch über eine Lizenz der Dubai Virtual Asset Regulatory Authority (VARA). Im Gegensatz zur Kooperation mit RAKBANK, wo noch Lizenzen ausstehen, kann das Angebot also gleich gestartet werden.
MENA-Region als wichtiger Markt
Bei diesen beiden Kunden wird es im Nahen Osten bzw. in der noch breiter gefassten MENA-Region (Middle East and North Africa) wohl nicht bleiben, wie Nadeem Ladki, Global Head von Bitpanda Technology Solutions, nahelegt. „Die MENA-Region zählt weltweit zu den ambitioniertesten und innovativsten Märkten im Bereich Krypto-Assets“, wird er in der Aussendung zitiert. Es dürften also bald weitere Partner folgen.
Die Nominierten für den Bierlein-Preis stehen fest: Diese Gründerinnen sind dabei
Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind unter den „35 under 35“ des Brigitte-Bierlein-Frauenpreises 2026. Ihre Startups arbeiten an Medtech, Gebäude-KI, Reha-Robotik und Photovoltaik.
Die Nominierten für den Bierlein-Preis stehen fest: Diese Gründerinnen sind dabei
Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind unter den „35 under 35“ des Brigitte-Bierlein-Frauenpreises 2026. Ihre Startups arbeiten an Medtech, Gebäude-KI, Reha-Robotik und Photovoltaik.
(v.l.) Antonia Riva-Frizberg, Theresa Kohl, Johanna Marie Reinedahl und Sara Kapeller sind für den Bierlein-Preis 2026 nominiert.
Der Brigitte-Bierlein-Frauenpreis geht 2026 in die zweite Runde. Er zeichnet Frauen unter 35 für unternehmerische oder innovative Leistungen mit Österreichbezug aus. Aus rund 100 Bewerbungen haben das Wirtschaftsministerium (BMWET) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) 35 junge Frauen in die Shortlist aufgenommen, darunter Gründerinnen, Forscherinnen und Führungskräfte.
Die Preisträgerinnen werden mit je 5.000 Euro in drei Kategorien prämiert: „Entrepreneurship, Führungskräfte & Nachfolge“, „Forschung, Innovation & Transfer“ sowie mit dem „Maria-Rauch-Kallat-Ehrenpreis für gesellschaftlichen Impact & Role Model“. Beim Ehrenpreis kommt zusätzlich ein Mentoring-Platz im „WoMentoring“-Programm des club alpha hinzu.
Unter den Nominierten sind auch mehrere Startup-Gründerinnen:
Antonia Riva-Frizberg (Lumetry): Lungenmonitoring für zu Hause
Riva-Frizberg gründete im März 2022 gemeinsam mit Christian Neubauer das Grazer Medtech Lumetry Diagnostics. Das Startup entwickelt Geräte, mit denen Patient:innen mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen oder Asthma ihre Lungenvitalität zu Hause messen können. Langfristig will man auch Menschen mit Lungenentzündungen oder Long Covid helfen. 2023 sammelte das Team ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“ ein. Prototypen gibt es bereits, gelauncht soll das Produkt laut Website noch 2026 werden.
Vor der Gründung war Riva-Frizberg unter anderem bei der Innovations-Beratung Pioneers als auch beim Zyklustracker-Startup breathe ilo beschäftigt, das 2023 Konkurs anmeldete.
Theresa Kohl (DiLT Analytics): Energie sparen mit Gebäude-Software
Kohl ist Mitgründerin und CEO von DiLT Analytics, einem 2021 gegründeten Spin-off der TU Graz. Die Software soll Ineffizienzen in Gebäuden sowie in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen erkennen und den Energieverbrauch senken. Aktuell entwickelt das Team sein neues Produkt „FaciliMind“, eine KI-basierte Softwareplattform zur datenbasierten Optimierung von Energieeffizienz und Betriebskosten in Gebäuden. Das System benötigt laut eigenen Angaben keine neuen Sensoren, sondern dockt an bestehende Leitsysteme an und deckt dort Fehlsteuerungen auf.
Unterstützt wurde das Startup unter anderem durch FFG-Förderungen und konnte bereits Pilotprojekte mit Partnern wie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) umsetzen. Vor der Gründung war Kohl unter anderem bei AEE – Institut für Nachhaltige Technologien und als Projekt- und Innovationsmanagerin bei der Energie Agentur Steiermark tätig.
Johanna Marie Reinedahl (WeGait): Exoskelett für die Reha
Reinedahl ist Gründerin und Geschäftsführerin der WeGait FlexCo. Das Robotik-Startup entwickelt ein Exoskelett für die Gangrehabilitation nach Schlaganfall oder Rückenmarksverletzung, das Abläufe in Rehazentren effizienter machen soll. Unter dem ehemaligen Namen Nexo Skeleton wurde das Startup als eine der ersten beiden Beteiligungen von WU Ignite Ventures aufgenommen.
Im Juli 2026 benannte man sich in WeGait um. Reinedahl war vor der Gründung außerdem ein Jahr als Venture Capital Investment Analyst bei Arax Capital Partners tätig.
Sara Kapeller (twistor): Schneeräumung per System
Kapeller gründete 2025 die twistor GmbH im Vorarlberger Bludenz. Den Anstoß dazu gab eine persönliche Erfahrung: Eine tonnenschwere Dachlawine ging direkt von dem Haus ihres Großvaters ab. Daraufhin entwickelte sie ein automatisiertes Schneeräumungssystem für Gebäude und Photovoltaikanlagen, das laut Unternehmensangaben seit 2024 patentiert ist.
Die Lösung richtet sich vor allem an Eigentümer:innen von PV-Anlagen in schneereichen Regionen. Der doppelte Vorteil: Die kontrollierte Räumung beugt nicht nur gefährlichen Personen- und Sachschäden vor, sondern sichert auch in den Wintermonaten den Stromertrag der Solarmodule. Das System ist nach Firmenangaben bereits serienreif und unter anderem auf dem Dach der Aletsch Arena auf der Schweizer Riederalp im Einsatz.
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