26.08.2024
KRYPTO-ANBIETER

Weiterer Kunde: Bitpanda setzt Expansion im Nahen Osten fort

Die Krypto-Asset-Plattform CoinMENA aus Bahrain ist der neueste Kunde von Bitpanda Technology Solutions. Erst vor ein paar Tagen war eine Bank aus den Emiraten als Kunde präsentiert worden.
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Bitpanda Headquarters
Bitpanda Headquarter | Foto: Bitpanda GmbH

Im Mai eröffnete Bitpanda einen Standort in Dubai, um mit der B2B-Sparte Bitpanda Technology Solutions Kunden im Nahen Osten zu gewinnen – brutkasten berichtete. Der Plan ist dem Vernehmen nach aufgegangen. Erst vor ein paar Tagen verkündete das Wiener Unicorn die Kooperation mit der RAKBANK aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nun kommt mit CoinMENA aus Bahrain eine weitere Referenz in der Region hinzu.

CoinMENA: Bitpanda-Technologie im Kerngeschäft

Die Besonderheit: CoinMENA betreibt, wie der Name nahelegt, bereits eine Krypto-Asset-Plattform. Die Bitpanda-B2B-Lösung wird also nicht wie bei den bisherigen Kunden – Banken und FinTechs – als Add-on, sondern direkt im Kerngeschäft eingesetzt. „Mit der neuen Zusammenarbeit wollen wir nicht nur die Effizienz auf unserer Handelsplattform signifikant steigern, sondern auch durch die zukünftig breite Auswahl an neuen Krypto-Assets noch besser auf die dynamische Marktentwicklung reagieren und unseren Nutzern ein umfassenderes Krypto-Angebot bieten“, werden die CoinMENA-Gründer:innen Dina Sam’an und Talal Tabbaa in einer Aussendung zitiert.

Lizenzen in Bahrain und den Emiraten

Als bereits etablierter Anbieter mit nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Millionen Nutzer:innen verfügt CoinMENA über eine Lizenz der Zentralbank von Bahrain sowie mit einem Schwesterunternehmen auch über eine Lizenz der Dubai Virtual Asset Regulatory Authority (VARA). Im Gegensatz zur Kooperation mit RAKBANK, wo noch Lizenzen ausstehen, kann das Angebot also gleich gestartet werden.

MENA-Region als wichtiger Markt

Bei diesen beiden Kunden wird es im Nahen Osten bzw. in der noch breiter gefassten MENA-Region (Middle East and North Africa) wohl nicht bleiben, wie Nadeem Ladki, Global Head von Bitpanda Technology Solutions, nahelegt. „Die MENA-Region zählt weltweit zu den ambitioniertesten und innovativsten Märkten im Bereich Krypto-Assets“, wird er in der Aussendung zitiert. Es dürften also bald weitere Partner folgen.

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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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