14.01.2026
IPO

Bloomberg-Bericht: Bitpanda plant Börsengang im ersten Halbjahr 2026

Die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass Bitpanda noch im ersten Halbjahr 2026 einen Gang an die Frankfurter Börse plant. Das Wiener Krypto-Unicorn bestätigte dies nicht.
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Bitpanda
Bitpanda Headquarter in Wien | Foto: Bitpanda GmbH

Geht Bitpanda an die Börse? Eine Frage, die in der österreichischen Startup-Szene seit Jahren immer wieder diskutiert wird. Hinweise auf mögliche Pläne gab es auch schon im Oktober 2024, als die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf Insider berichtete, dass Bitpanda unterschiedliche Optionen prüfe – und darunter eben auch einen Börsengang. Als möglicher Handelsplatz wurde damals in dem Bericht Frankfurt genannt. Nun werden diese Gerüchte weiter befeuert.

Bitpanda-IPO in Frankfurt?

Erneut schreibt Bloomberg, dass das Wiener Unicorn einen Börsengang in Deutschland vorbereitet. Wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen berichtet, könnte das Unternehmen bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 an die Frankfurter Börse gehen.

Ein Bitpanda-Sprecher sagte gegenüber Bloomberg, dass ein Börsengang eine Option sei, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Darüber hinaus wollte er sich laut der Finanznachrichtenagentur aber nicht äußern. brutkasten hat Bitpanda ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten und wird diese gegebenfalls im Artikel ergänzen.

Angestrebte Bewertung laut Bloomberg bei vier bis fünf Milliarden Euro

Die angestrebte Bewertung liege demnach zwischen vier und fünf Milliarden Euro. Für die Vorbereitung des IPOs habe Bitpanda unter anderem Goldman Sachs, Citigroup und die Deutsche Bank mandatiert, wobei Details zu Zeitpunkt und Bewertung noch nicht final seien.

Zuvor hatte Bitpanda laut Bloomberg auch einen Börsengang in London geprüft, diesen jedoch wegen der geringen Liquidität an der London Stock Exchange verworfen. Co-Founder Eric Demuth hatte bereits erklärt, dass für einen IPO nur New York oder Frankfurt infrage kämen.

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Neos und epicenter.works orten Datenschutz-Skandal rund um Härtefallfonds
(c) Adobe Stock - kwarkot

In einem Interview mit brutkasten im Februar dieses Jahres hob die Wiener Digitalstadträtin Barbara Novak (SPÖ) den Standort Wien für eine „AI Gigafactory“ noch hervor. Die Abwärme der Server sollte dabei direkt in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden, so das Konzept. „Bei einer AI Gigafactory fällt sehr viel Abwärme an, mit der bis zu 200.000 Haushalte versorgt werden könnten. Das wäre ein wesentlicher Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und stellt eine klassische Win-win-Situation dar“, so Novak im Interview.

Brief von Digitalstadträtin an EU

Die Auflagen der Förderung seien von Seiten der EU nun aber dahingehend geändert worden, dass das Projekt an keinen bestimmten Standort bzw. an keine definierten Auflagen gebunden werden dürfe, berichtet die Tageszeitung Kurier. Ein zentrales Element der Wiener Bewerbung beinhaltet jedoch die erwähnte Anknüpfung der Gigafactory an das Fernwärmenetz (brutkasten berichtete). Laut Kurier wird in einem offiziellen Brief der Digitalstadträtin an die EU nun dazu aufgerufen, die Auflagen für die Förderung nochmal zu überdenken.

„Einkaufsgemeinschaften“ nicht passend für Stadt Wien

Das Finanzierungsmodell für das 5-Milliarden-Euro-Projekt sah ursprünglich vor, dass zwei Drittel der Mittel von privaten Investoren und ein Drittel gemeinschaftlich von der Stadt Wien, dem Bund sowie der EU aufgebracht werden. Aktuelle Bestrebungen in Brüssel sehen nun jedoch die Bildung von standortungebundenen „Einkaufsgemeinschaften“ vor. Für Wien würde dies bedeuten, dass das Projekt nicht mehr zwingend an die geplante Abwärme-Integration in das Fernwärmenetz gekoppelt werden dürfte. Da diese Koppelung jedoch eine Grundvoraussetzung der Wiener Bewerbung ist, wird eine Beteiligung unter den geänderten Bedingungen derzeit hinterfragt.

Fünf Gigafactories geplant

Bis zum Jahr 2028 plant die Europäische Union den Baubeginn von bis zu fünf neuen „AI-Gigafactories“. Diese hochmodernen Rechenzentren sollen speziell auf die enormen Anforderungen zugeschnitten werden, die das Training und der laufende Betrieb fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz mit sich bringen. Dabei legt die EU besonderen Wert auf strengste Maßstäbe in den Bereichen Datensicherheit, IT-Schutz und Energieeffizienz.

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