23.03.2022

Bitpanda: Unbegrenzter Urlaub und eine geschlechtsneutrale Elternzeit

Die 20-wöchige Elternzeit bei Bitpanda ist für alle Familienformen offen. Neben viel Urlaub ermöglicht das Scaleup auch Remote Work.
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Lindsay Ross übernimmt die Position des Chief Human Resources Officer bei Bitpanda
Lindsay Ross ist Chief Human Resources Officer bei Bitpanda | Foto: Bitpanda

Die Lage am Arbeitsmarkt ist derzeit ungünstig. Bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit haben Unternehmen immer öfter Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Gerade bei höher qualifiziertem Personal ist derzeit der Kampf um die besten Köpfe besonders groß. Das österreichische Scaleup Bitpanda setzt jetzt ein umfassendes Benefits-Paket in Sachen Urlaub um, um als Arbeitgeber noch attraktiver zu sein. Ab 1. April können alle rund 1000 Mitarbeiterinnen unbegrenzt Urlaub nehmen, wie das Unternehmen bekannt gab. Es sei das erste österreichische Unternehmen in dieser Größe, das eine solche Möglichkeit biete.

Gleichzeitig führt Bitpanda eine Elternzeit ein, die Müttern und Väter 20 Wochen bezahlten Urlaub ermöglicht. Der Sonderurlaub stehe allen Familienformen offen und sowohl Vätern als auch Müttern. Pro Jahr sind zudem zwei „Recharge Breaks“ geplant, zu dem das gesamte Team Auszeiten haben soll – einzelne Mitarbeiter:innen, die in systemkritischen Positionen „die Stellung halten“ müssen, bekommen Zeitausgleich. Bitpanda-Mitarbeiter:innen können an 60 Tagen im Jahr von anderen Orten auf der Welt aus arbeiten, solange 80 Prozent Überschneidung mit der täglichen Arbeitszeit ihrer Teams möglich sind.

„Unterstützung, um das Beste zu geben“

„Wir wollen, dass Bitpanda der Ort ist, der Mitarbeiter:innen alles bietet, was sie brauchen, um professionell sowie persönlich zu wachsen und mit einer der sich am schnellsten verändernden und anspruchsvollen Branchen Schritt zu halten. Mit unserem neuen Ansatz ‚Flexibilität an erster Stelle‘ stellen wir sicher, dass alle die Möglichkeit bekommen, sich nach arbeitsreichen Zeiten eine Auszeit zu nehmen und auch jene Unterstützung bekommen, um das Bestes zu geben“, sagt Bitpanda-Co-Founder und CEO Eric Demuth. Derzeit hat das Unternehmen mehr als 10 Standorte in Europa – darunter ein 8.000 Quadratmeter großer Standort in Wien sowie Amsterdam, Barcelona, Berlin, Bukarest, Dublin, Krakau, London, Madrid, Mailand und Zürich.

Neue Bitpanda HR-Chefin

Im Sommer 2021 hat Bitpanda seine Führungsriege um Lindsay Ross erweitert, die seither die Rolle des Chief Human Resources Officer (CHRO) inne hat. Sie kommt vom niederländischen Unicorn MessageBird und war davor beim ebenfalls niederländischen Zahlungsdienstleister Ayden sowie beim US-Modekonzern Tommy Hilfiger tätig. Insgesamt hat sie über 10 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Personalstrategien und sieht die neuen Benefits als wichtigen Baustein in der Wachstumsstrategie des Unternehmens: „Wir wissen, dass alle unsere Mitarbeiter:innen einzigartig sind, ebenso wie ihre Lebensumstände, Bedürfnisse und Prioritäten außerhalb der Arbeit. Wir sind ein Unternehmen, das in rasantem Tempo wächst, und wir erwarten daher auch viel von unserem Team. Deshalb geben wir unserem Team die Freiheit und Flexibilität, das zu tun, was für sie am besten ist. In unsere Mitarbeiter:innen zu investieren und ihnen Raum zu geben, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen, ist ein wichtiger Beitrag zum Wachstum“.

Disclaimer: Die Bitpanda GmbH ist mit 3,9849 % an der Brutkasten Media GmbH beteiligt.

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Hugues Chopard (SIRIUS Space) und Guillaume Brault (Tumbleweed) auf der World Space Business Week 2026 in Paris

Neue Medikamente entwickeln, reinere Kristalle züchten, Materialien testen: In der Schwerelosigkeit verhält sich Materie anders als auf der Erde. Für Pharma- und Materialforschung führt der Weg ins All bisher fast immer über die Internationale Raumstation ISS, die nach aktuellen Plänen Ende 2030 außer Betrieb gehen soll. Nun wollen das Wiener Weltraum-Unternehmen Tumbleweed und der französische Raketenbauer Sirius Space Services einen weiteren Zugang schaffen.

Pods als Zugang zur Schwerelosigkeit

Das Wiener Startup setzt auf standardisierte „Pods“, mit denen Kund:innen Experimente im All durchführen können. Der Zugang zur Schwerelosigkeit sei dadurch laut Tumbleweed zehnmal günstiger und fünfmal schneller als auf dem herkömmlichen Weg. Dafür haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Ziel ist es zu prüfen, ob die Forschungsbehälter der Wiener auf den Raketen der Franzosen ins All transportiert werden können.

Der erste Schritt: Suborbitale Testflüge

Den Auftakt der Zusammenarbeit soll der erste Testflug des französischen Unternehmens, „Sirius S1B Ballistic“ (S1B), markieren. Er soll laut Tumbleweed zentrale Raketentechnologien erproben und dabei Schwerelosigkeit bieten. Deshalb wäre die Mitnahme von Forschungsexperimenten möglich. Die beiden Unternehmen prüfen aktuell die technischen Schnittstellen und Betriebsbedingungen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Auf Nachfrage verrät man gegenüber brutkasten, dass der Testflug S1B, auf dem die Pods mitfliegen könnten, innerhalb der nächsten zwei Jahre stattfinden solle.

Langfristige Pläne: Der Weg in den Orbit

Langfristig zielt die Partnerschaft auf orbitale Missionen ab. Sobald das 2020 gegründete Unternehmen Sirius seine wiederverwendbaren Trägerraketen Sirius-1, Sirius-13 und Sirius-15 in Betrieb nimmt, soll evaluiert werden, wie die Tumbleweed-Pods damit in die Erdumlaufbahn gelangen können. Die Raketenfamilie soll laut Unternehmen Satelliten mit bis zu 1.100 Kilogramm in eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 600 Kilometern Höhe bringen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Laut Medienberichten plant Sirius den Testflug S1B für 2027. Antoine Fourcade, CEO von Sirius Space Services, betont das Ziel, aus der ersten Gelegenheit auf der S1B konkrete Missionen zu machen und „die Grundlagen für künftige Startdienste auf unseren Orbital-Raketen“ zu legen.

Erfolgreiche erste Mission

Während die Kompatibilitätsprüfungen für den ersten Flug laufen, arbeitet das Team von Tumbleweed, das mittlerweile über 20 Mitarbeitende an den Standorten Wien und Delft umfasst, parallel bereits an „Oasis Beta“. Dies soll der rückkehrfähige Nachfolger der im Juli 2026 gestarteten Mission „Oasis Alpha“ werden, die vier Kundennutzlasten an Bord der SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All brachte – brutkasten berichtete.

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