07.10.2022

Bitmovin startet millionenschweres Projekt mit Uni Klagenfurt für klimafreundliches Streaming

Das in Kärnten gegründete Scaleup Bitmovin mit Sitz in den USA zählt weltweit zu einem führenden Anbieter von Video-Streaming-Infrastruktur. Gemeinsam mit der Universität Klagenfurt wurde nun ein zweijähriges Forschungsprojekt gestartet, um eine klimafreundliche Videostreaming-Plattform zu entwickeln.
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Bitmovin
(c) Bitmovin: Christopher Müller (CTO & Co-Founder) und Stefan Lederer (CEO & Co-Founder)

Der Markt für Online-Video-Streaming ist exponentiell gewachsen. Seit der Gründung von Bitmovin im Jahr 2013 um zirka das zehnfache. Der erhöhte Datenverkehr geht allerdings auch mit einem enormen Energieverbrauch einher. Schätzungen zufolge verursacht Streaming und Videoverarbeitung rund 306 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Ein neues Forschungsprojekt von Bitmovin und der Universität Klagenfurt soll nun Abhilfe schaffen.

Projekt von FFG mit 460.000 Euro gefördert

Im Zuge des zweijährigen Projekts soll gemeinsam eine klimafreundliche Videostreaming-Plattform namens „GAIA“ entwickelt werden. Für die Finanzierung stellt die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) im ersten Jahr 460.000 Euro bereit. Ingesamt sollen 3,3 Millionen Euro in das Forschungsprojekt fließen, wie Bitmovin in einer Aussendung bekannt gab.

Das Forschungsprojekt GAIA soll entlang der gesamten „Lieferkette“ von Videos Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen reduzieren. „Unsere Arbeit am Projekt GAIA wird den Weg für eine klimafreundliche Videostreaming-Nutzung ebnen, denn der Klimawandel erfordert rasches Handeln“, so Stefan Lederer, CEO und Gründer von Bitmovin zur Zielsetzung.

Wie Energie gespart werden soll

Eine Verringerung des Energieverbrauchs soll erreicht werden, indem einerseits mehr Bewusstsein für den Ressourcenverbrauch geschaffen wird. Dafür sollen der Energieeinsatz und die Treibhausgasemissionen besser vorhergesagt werden können – von der Erstellung der Inhalte und der serverseitigen Kodierung bis zur Videoübertragung und dem Rendering bei den Empfänger:innen. Außerdem sollen laut Uni Klagenfurt und Bitmoivin Optimierungen in allen Phasen der Übertragungskette den Verbrauch und die Emissionen senken.

„Die Partnerschaft zwischen Bitmovin und Universität Klagenfurt ermöglicht, genauere Methoden zur Quantifizierung und Vorhersage des Energieverbrauchs und der emittierten Treibhausgase in der gesamten Videoübertragungskette zu entwickeln“, so Christian Timmerer, außerordentlicher Professor am Institut für Informationstechnologie (ITEC) der Universität Klagenfurt. GAIA ist mittlerweile das vierte geförderte Forschungsprojekt, das gemeinsam von Bitmovin und der Universität Klagenfurt durchgeführt wird.

Bitmovin als weltweit führendes Unternehmen

Das in Kärnten gegründete Videostreaming-Scaleup Bitmovin hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2013 zu einem weltweit führenden Anbieter Video-Streaming-Infrastrukturen entwickelt. Mittlerweile zählt das Unternehmen über 400 Kund:innen auf der ganzen Welt, darunter DAZN, BBC, RTL oder die New York Times.

Neben dem traditionellen Medien haben sich in der Pandemie auch neue Streaming-Anwendungsbereiche für Bitmovin ergeben – das Unternehmen nennt hier etwa Online-Fitness, E-Learning und Gottesdienste. In diesem Bereich habe man ein Wachstum von 180 Prozent verzeichnet.

Mittlerweile hat Bitmovin seinen offiziellen Sitz nach San Francisco verlegt. Das Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung befindet sich aber nach wie vor in Klagenfurt. Im April letzten Jahres hat das Scaleup eine 25 Millionen US-Dollar schwere Series-C-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Ingesamt haben Investoren seit der Gründung mehr als 68 Millionen US-Dollar in die Firma investiert.


Video-Tipp: Stefan Lederer über den Streaming-Boom

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Econetix, Rapid
(v.l.n.r.) Steffen Hofmann, Elisabeth Overbeeke, Friedrich Ludwig, Paul Nimmerfall, Catharina Ahmadi und Daniela Bauer. © SK Rapid | Ruschka

Nach der Seed-Runde von Econetix im Herbst 2025 in Höhe von 4.5 Millionen Euro ergatterte das Startup im März 2026 einen ORF-Auftrag und übernahm beim Eurovision Song Contest 2026 die CO₂-Bilanzierung und Kompensation – brutkasten berichtete.

Econetix mit ganzheitlicher ESG-Betreuung

Nun wird das österreichische Climate-Tech-Unternehmen (konkret ab der Saison 2026/27) offizieller Sustainability Partner von SK Rapid Wien – wie Econetix auf der eigenen Website mitteilt. Das Wiener Unternehmen für Carbon Asset Management begleitet Österreichs größten Fußballklub bis 2029/30 bei seiner Nachhaltigkeitsstrategie und übernimmt dabei die ganzheitliche ESG-Betreuung – von der CO₂-Bilanzierung über Reduktionspfade bis hin zu Offsetting und Impact-Kommunikation.

„Nachhaltigkeit ist für SK Rapid kein Randthema. Sie ist Teil unserer Verantwortung als größter Sportklub des Landes. Mit Econetix haben wir einen Partner an unserer Seite, der uns mit tiefer Expertise unterstützt – wie bereits beim Eurovision Song Contest. Unser Ziel ist es, den österreichischen Profifußball in Sachen Nachhaltigkeit anzuführen und zu zeigen, dass sportlicher Erfolg und Klimaverantwortung zusammengehören“, sagt Geschäftsführer und Ex-Profi Steffen Hofmann.

Rapid als Vorreiter

Im Detail umfasst die Zusammenarbeit die jährliche Analyse des CO₂-Fußabdrucks, die Entwicklung einer klaren Reduktionsroadmap sowie die Kompensation unvermeidbarer Emissionen über eigene, verifizierte Klimaprojekte von Econetix.

„Wir sind stolz, Österreichs größten Fußballklub als Partner zu unterstützen. Mit dieser Partnerschaft übernimmt SK Rapid eine klare Vorreiterrolle im Bereich Nachhaltigkeit im österreichischen Profifußball“, sagt Jakob Zenz, CEO von Econetix. „Gemeinsam setzen wir den Standard dafür, wie professionelle Sportorganisationen ihren CO₂-Fußabdruck systematisch messen, reduzieren und kommunizieren.“

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