28.02.2025
NEUES PROGRAMM

Bitmovin: Kärntner Scaleup startet „AI & Beyond Internship Incubator“

Das Video-Streaming-Scaleup will damit Talente von HTLs und technischen Universitäten ins Unternehmen holen und fördern.
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Bitmovin
(c) Bitmovin: Christopher Müller (CTO & Co-Founder) und Stefan Lederer (CEO & Co-Founder)

Beim Wort „Incubator“ denkt man in der Startup-Welt freilich an etwas anderes. Das Kärntner Scaleup Bitmovin nennt sein neues Programm trotzdem so, konkret „AI & Beyond Internship Incubator“. Dabei geht es – wie der Mittelteil des Namens nahelegt – tatsächlich um strukturierte Praktika im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

“Mit dem AI & Beyond Internship Incubator schaffen wir eine Plattform für junge Talente, die das Experimentieren aktiv fördert und gemeinsam mit einem starken Industriepartner praxisnahe AI-Innovationen für die Video-Streaming-Branche entwickelt“, kommentiert Bitmovin-CEO Stefan Lederer.

Praktika für HTL-Schüler:innen und Studierende technischer Unis

Konkret richtet sich der AI Internship Incubator an Schüler:innen von HTLs sowie Studierende technischer Universitäten. „Unsere enge Zusammenarbeit mit Universitäten und technischen Schulen hilft uns, die klügsten Köpfe zu fördern und gemeinsam die Zukunft des Streamings zu gestalten“, meint Lederer.

Bitmovin verweist in einer Aussendung auf positive Erfahrungen in der Vergangenheit: „Nach dem erfolgreichen Launch der ersten AI-gestützten Features im vergangenen Jahr – maßgeblich inspiriert durch Projekte von Praktikant:innen – verstärkt Bitmovin nun sein Engagement in diesem Bereich.“

„Teilnehmende des Programms arbeiten an zukunftsweisenden AI-Projekten mit direkter Anbindung an Bitmovins Produktentwicklung zusammen mit erfahrenen Mentor:innen aus dem Bitmovin Team“, heißt es weiter. Dazu soll es für die Praktikant:innen regelmäßig Vorträge externer Expert:innen an den Bitmovin-Standorten Klagenfurt und Wien geben. „Die besten Innovationen fließen in bestehende Produkte ein, werden als eigenständige Spin-offs weiterentwickelt, oder werden auf internationalen Messen in den USA von den Teilnehmenden des Incubators präsentiert“, so das Unternehmen.

Bitmovin: 68 Mio. Dollar Investment und BBC und RTL als Referenzen

2013 in Klagenfurt gegründet, hat sich Bitmovin über die Jahre zu einem weltweit führenden Anbieter für Video-Streaming-Infrastrukturen entwickelt. Auf dem Weg holte sich das Scaleup insgesamt 68 Millionen US-Dollar Investment-Kapital – zuletzt mit einer 25-Millionen-Dollar-Runde im Jahr 2021. Zu den Referenzkunden zählen etwa BBC, RTL und die New York Times.

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Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

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