13.11.2019

Bitmovin: Bis zu 20 Mio. Euro EIB-Darlehen für Kärntner Startup

Wie die europäische Investitionsbank (EIB) bekanntgab, fördert sie das Kärntner Video-Streaming-Startup Bitmovin mit einem Darlehen in der Höhe bis zu 20 Millionen Euro. Das Geld soll primär in Forschung & Entwicklung fließen.
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Bitmovin: Christopher Müller (CTO & Co-Founder) und Stefan Lederer (CEO & Co-Founder)
(c) Bitmovin: Christopher Müller (CTO & Co-Founder) und Stefan Lederer (CEO & Co-Founder)

Mit Kunden wie BBC und RTL ist das (ursprünglich) Kärntner Video-Streaming-Unternehmen Bitmovin eines der stärksten Startups Österreichs. Im Jahr 2018 schloss man eine 30 Millionen US-Dollar-Finanzierungsrunde ab – der brutkasten berichtete. Nun folgt eine weitere achtstellige Kapitalspritze – und zwar in Form eines Darlehens durch die Europäische Investitionsbank EIB. „Bis zu“ 20 Millionen Euro stellt sie dem Startup laut einer Aussendung primär für Forschung & Entwicklung zu Verfügung. Das Darlehen ist durch eine Garantie des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) gesichert.

+++ aktuelle Startup-Investments +++

EIB-Vizepräsident: „Schlüsselfaktor für nachhaltiges Wachstum“

Andrew McDowell, Vizepräsident der EIB kommentiert: „Junge und innovative Unternehmen sind Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. Für die EIB, die EU-Bank, hat dies oberste Priorität. Die Unterstützung von Investitionen, die auf Innovation, Qualifikation und mehr Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet sind, ist Teil unserer Mission, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung in Europa zu fördern“.

Bitmovin-Gründer: Forschung und Entwicklung beschleunigen

„Wir fühlen uns sehr geehrt, diese EIB-Mittel zu erhalten. Seit der Gründung von Bitmovin war es unsere Vision, die Zukunft des Videos zu gestalten und unseren Kunden und Zuschauern die besten Streaming-Erlebnisse zu bieten. Unser Gründungsteam begann mit der Forschung und Entwicklung moderner Videostandards, und jetzt freuen wir uns, diese Bemühungen mit dieser Investition zu beschleunigen, sagt Bitmovin-Gründer und CEO Stefan Lederer.

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Denise Mayr, Gründerin von topergo © Denise Mayr

Jede:r, der schon einmal auf Jobsuche war, kennt die endlos scheinenden Listen der gängigen Jobportale. Seit Jahrzehnten wird im Web in dieser Form nach Stellen gesucht. Denise Mayr aus Südtirol will der Jobsuche jetzt eine neue Perspektive geben: Mit topergo stellt sie die gängige Darstellung infrage und verlegt die Stellensuche kurzerhand in ein vertrautes Interface: eine interaktive Landkarte à la Google Maps.

Visuelle Standortsuche im Fokus

Das topergo-Webinterface © topergo

Statt vager Ortsangaben markieren Pins die konkreten Arbeitsplätze in der Umgebung. Jobsuchende sollen so auf einen Blick erkennen, welche Stellen in der Nachbarschaft offen sind. „Mir persönlich war das Listen-System zu unübersichtlich. Das gibt es im Grunde seit den 2000ern unverändert“, erklärt die Gründerin im Gespräch. Die Bewerbung erfolgt mit einem Klick: Über den Button öffnet sich direkt der Mail-Client mit vordefiniertem Betreff. Registrieren müsse man sich laut Mayr nicht.

Auch die umgekehrte Richtung ist vorgesehen: Arbeitssuchende können sich als Symbole auf der Karte sichtbar machen, damit Betriebe sie direkt ansprechen. Aktuell dominieren vor allem Inserate aus der Gastronomie und der IT-Branche, wie die Gründerin uns im Gespräch schildert.

B2B-Modell soll monetarisieren

Für Jobsuchende soll das Angebot dauerhaft kostenlos bleiben. Das Geschäftsmodell richtet sich laut der Gründerin rein an Arbeitgeber: Um die Plattform zu etablieren und eine hohe Angebotsdichte zu erreichen, seien die ersten 1.000 Pins gratis. Anschließend sei geplant, dass Betriebe ein monatliches Modell pro Stellen-Pin zahlen, ergänzt durch Premium-Optionen zur optischen Hervorhebung.

Neben einer nativen App mit integriertem Job-Alert für Pendler steht laut Mayr die geografische Expansion im Fokus: Nach dem Start in Südtirol ist der Ausbau nach Österreich, Deutschland und schließlich ganz Europa geplant.

Eigeninitiative neben dem Klassenzimmer

„Mich interessiert es extrem, Dinge zu schaffen. Ich lebe dafür“, betont die 18-jährige Gründerin, die kurz vor der Matura steht. Ohne Investoren oder Team will sie die Skalierung nun aus eigener Kraft weiter vorantreiben.

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