14.12.2018

Bitcoin-Scammer versenden weltweit Bombendrohungen

Kriminelle Erpresser versenden aktuell in zahlreichen englischsprachigen Ländern hunderte an Bombendrohungen per E-mail, in denen sie Herausgabe von Bitcoins fordern. Zu den Betroffenen zählen vorwiegend Unternehmen, Behörden, Krankenhäuser und Schulen. Gestern erfolgten bereits erste Evakuierungen. Bomben wurden bis dato jedoch noch nicht gefunden. Es dürfte sich wohl um einen Scam halten.
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8 Probleme von Bitcoin
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Wie das Technik-Portal „The Verge“ unter Berufung auf zahlreiche Twitter-Meldungen von amerikanischen und kanadischen Police Departments berichtet, versenden Cyberkriminelle aktuell Bombendrohungen via E-mails, in denen sie Herausgabe von Bitcoins fordern. Bisher gebe es zwar keine Beweise für tatsächlich platzierte Bomben, die Drohungen führten jedoch gestern bereits zu zahlreichen Evakuierungen. Darunter war unter anderem auch der Videospiele-Entwickler von Call of Duty Activision. In Toronto mussten sogar fünf U-Bahnn Stationen evakuiert werden.

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Die Erpresser verlangen rund 20.000 US-Dollar in Bitcoin. In den E-mails befanden sich zum Adressen von Bitcoin-Wallets. Polizeiliche Ermittlungen wurden bereits aufgenommen, führten jedoch noch nicht zu den mutmaßlichen Erpressern. Ob sich hinter dem Scam einer oder mehrere Täter befinden, ist bis dato noch nicht bekannt.

Angeblich keine terroristische Organisation

Die E-mail-Nachricht endet mit der Betonung, dass es sich um keine terroristische Organisation handele und zudem keine Verantwortung für andere Explosionen übernommen wird. Für die Transaktionen erstellten der oder die Täter mehrere Bitcoin Wallets. Laut den Ermittlern wurde für jedes einzelne „Bombenziel“ eine eigene Wallet erstellt – in der Vergangenheit laut „The Verge“ eine übliche Vorgangsweise von Bitcoin-Scammern. Dadurch versuchen Cyberkriminelle in der Regel zu eruieren, welche der erpressten Personen oder Institutionen bereits Transaktionen tätigten. Im aktuellen Fall, ist bisher noch nicht bekannt, ob Zahlungen von Betroffenen erfolgten.

In Europa bisher nur eine Drohung

Auf Twitter forderten zahlreich Police Departments, etwa die „Oklahoma City Police“ oder „Suffolk County Police“, Verdächtiges sofort zu melden. Allein in Suffolk, einem County im Bundesstaat New York, gehe man elf Bombendrohungen nach. Das FBI ist mittlerweile in die Investigation involviert und ruft die Bürger dazu auf, vorsichtig zu bleiben und verdächtige Aktivitäten sofort zu melden. In Europa soll es lediglich in Großbritannien zu einer Bombendrohung gekommen sein.


⇒ zum Artikel von „The Verge“

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Hannah Wundsam, Hansi Hansmann, Kilian Kaminski, Alexander Klinger, Oliver Holle, Verena Eugster, Hans Harrer & Georg Kopetz

Die Verhandlungen zur langersehnten EU Inc. biegen auf die Zielgerade ein. Auf Basis des Kommissionsentwurfs vom 18. März 2026 geht es nun um die finale architektonische Ausgestaltung der neuen europäischen Rechtsform. In dieser entscheidenden Phase wendet sich AustrianStartups gemeinsam mit führenden Vertreter:innen aus Wirtschaft, Praxis und Lehre in einem offenen Brief an Justizministerin Anna Sporrer. Die zentrale Sorge des Ökosystems: Das Projekt könnte durch das Lobbying nationaler Partikularinteressen ausgehöhlt werden.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von Hans Harrer (Senat der Wirtschaft), Business Angel Johann (Hansi) Hansmann, EU-INC-Initiator Andreas Klinger, Oliver Holle (Speedinvest), Kilian Kaminski (refurbed), Verena Eugster (Junge Wirtschaft) und Georg Kopetz (TTTech).

Wachstumsunternehmen brauchen den europäischen Binnenmarkt

Hintergrund des Vorstoßes ist die zunehmend kritische globale Wettbewerbsfähigkeit Europas. Ohne eine sofortige Steigerung der Produktivität und Innovationskraft, so der Tenor des Schreibens mit Verweis auf den Draghi-Report, müsse Europa langfristig zwischen Wohlstand, sozialer Absicherung und geopolitischer Souveränität wählen. Für heimische Startups, die laut aktuellen Daten rund 42 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erzielen, sei ein funktionierender europäischer Standard daher eine unmittelbare Standortfrage, betont man im Schreiben.

Hannah Wundsam, CEO von AustrianStartups, hebt dabei die Notwendigkeit eines echten Binnenmarkts hervor: „Freie Sitzwahl ist kein Schlupfloch, sondern das Fundament eines funktionierenden europäischen Standards. Wenn Gründerinnen und Gründer zwar ein gemeinsames Label bekommen, aber de facto wieder 27 unterschiedliche Einstiegspunkte vorfinden, verfehlt die EU Inc. einen wesentlichen Teil ihres Ziels.“ Ohne diese Standardisierung drohe eine weitere Abwanderung in ausländische Rechtsformen, wie etwa die in der Skalierungsphase häufig genutzte US-amerikanische Delaware Inc.

Drei konkrete Forderungen für die EU Inc.

Um einen derartigen Fleckerlteppich zu verhindern, ersuchen die Unterzeichner:innen das Justizministerium, sich auf europäischer Ebene für drei Punkte einzusetzen:

  1. Die freie Wahl des Registrierungssitzes innerhalb der EU muss gewahrt und durch ein striktes Nicht-Diskriminierungsprinzip rechtlich abgesichert bleiben.
  2. Die Rechtsform soll ohne Umsatzgrenzen oder künstliche Größenbeschränkungen für alle Unternehmen uneingeschränkt offenstehen.
  3. Es bedarf eines zentralen digitalen Registers für volldigitale Gründungen innerhalb von 48 Stunden inklusive direkter Kontoeröffnung sowie strenger KYC/AML-Standards zur Geldwäscheprävention.

Kapitalbeschaffung und Skalierung erleichtern

Neben operativen Erleichterungen geht es im Kern auch um den Zugang zu Wachstumskapital. Investor Johann (Hansi) Hansmann betont: „Die EU Inc. ist nicht nur für Gründerinnen und Gründer ein Wachstumsmotor, sondern macht es auch für Investoren leichter zu investieren. Wir müssen alles tun, um Zugang zu Kapital leichter zu machen, und die EU Inc. ist ein wichtiger Baustein dazu.“

EU-Inc.-Initiator Andreas Klinger warnt abschließend vor den geopolitischen Folgen für den Standort: „Kein europäisches Land ist alleine groß genug, um gegenüber den USA und China wettbewerbsfähig zu sein. Nur paneuropäisch haben unsere Gründer:innen eine Chance. Entweder Österreichs Unternehmer:innen haben in ihrem eigenen Land die Möglichkeit, von den besten Investoren der Welt Geld zu bekommen, oder sie werden dorthin gehen, wo das möglich ist. EU–INC ist der paneuropäische Standard, der die Möglichkeit schafft, auch von Österreich aus Weltführer zu bauen.“

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