09.01.2023

Anzahl der Bitcoin-Millionär:innen brach 2022 um mehr als 70 Prozent ein

Im Jänner 2022 gab es laut einr Analyse fast 100.000 Bitcoin-Millionär:innen. Der Krypto-Winter korrigierte die Zahl drastisch nach unten.
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Bitcoin-Millionär:innen
© BillionPhotos.com / Adobe Stock

Wie kann man mit sehr wenig Kapitaleinsatz und Arbeit Millionär:in werden? In den vergangenen Jahren haben sich in dieser Frage Krypto-Investments – insbesondere in Bitcoin – als deutlich chancenreichere Alternative zum Lotto-Spielen etabliert. Laut Daten des Portals bitinfocharts.com, die vom Online-Magazin Finbold ausgewertet wurden, gab es mit Stand 2. Jänner 2022 insgesamt 99.902 Adressen mit einem Bitcoin-Vermögen von umgerechnet mehr als einer Million US-Dollar (die konkrete Anzahl der Bitcoin-Millionär:innen lässt sich nicht feststellen, da z.B. eine Person mehrere Adressen besitzen kann oder eine Adresse einem Unternehmen gehören kann). 8.190 davon hatten demnach zu diesem Zeitpunkt sogar ein Vermögen von umgerechnet über zehn Millionen US-Dollar. Doch dann kam der Krypto-Winter.

71.085 Bitcoin-Millionär:innen weniger in einem Jahr

Innerhalb genau eines Jahres bis zum 2. Jänner 2023 reduzierte sich die Zahl der Bitcoin-Millionärskonten um rund 72 Prozent auf 28.007. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Rückgang um 71.085 Bitcoin-Millionär:innen. Betrachtet man die Adressen mit Vermögen von mehr als zehn Millionen US-Dollar gesondert, fällt der Rückgang mit einem Minus von 62,5 Prozent ein wenig moderater, doch ebenfalls drastisch aus. Bei Adressen mit Vermögen zwischen umgerechnet 100.000 und einer Million US-Dollar stand zwischen 2. Jänner 2022 und 2. Jänner 2023 immerhin noch ein Minus von rund 46 Prozent zu Buche.

Grafik (c) Finbold

Rückgang korreliert stark mit Marktentwicklung

Der Rückgang bei den Bitcoin-Millionär:innen korreliert stark mit der allgemeinen Marktentwicklung. Der Bitcoin-Preis in US-Dollar reduzierte sich im selben Zeitraum um rund 65 Prozent. Das Krypto-Jahr 2022 war von mehreren großen Crashs geprägt. Wie stark der Markt darauf reagierte zeigt sich unter anderem an den Krypto-Investments von institutionellen Anlegern. Bei diesen gab es einen Rückgang um ganze 95 Prozent, wie der brutkasten berichtete.

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Isar Aerospace: Wie ein Österreicher Europa im All unabhängiger macht

Am Samstag flog die "Spectrum"-Rakete von Isar Aerospace Satelliten erfolgreich ins Weltall. Der Österreicher Daniel Metzler ist CEO und Mitgründer der Firma. Laut der Europäischen Kommission ist Europa durch diesen Start unabhängiger geworden.
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Am Wochenende wurde Europas Weltraumgeschichte um ein Stück reicher. Mit Isar Aerospace, das u. a. den Transport von kleinen und mittelgroßen Satelliten anbietet, beförderte erstmals ein europäisches Raumfahrtunternehmen erfolgreich Satelliten vom europäischen Festland aus in den Orbit. Es war der zweite Flug der Trägerrakete „Spectrum“, die am Samstag Kundennutzlasten, darunter fünf CubeSats und eine experimentelle Mission, ins All beförderte. Eine entscheidende Rolle in der gesamten Mission spielt der gebürtige Österreicher Daniel Metzler, CEO und Mitgründer von Isar Aerospace.

„Wir haben innerhalb weniger Jahre erreicht, wofür die europäische Raumfahrtindustrie Jahrzehnte gebraucht hatte. Europa hat nun souveränen Zugang zum Weltraum. Wir haben ein neues Kapitel für die europäische Raumfahrt aufgeschlagen“, sagte Metzler, der am Samstag weiter ergänzte: „Der Start ist nach wie vor der größte Engpass für die globale Raumfahrtindustrie, und ab heute gibt es eine echte Alternative für kommerzielle und institutionelle Kunden.“ Diese Kunden verfügen laut Isar Aerospace nun über eine unabhängige Startoption.

Die Auswirkungen für Europa

Für Europa bedeutet der erfolgreiche Start vor allem eines: mehr Unabhängigkeit. „Die Mission markiert einen wichtigen Schritt für Europas autonomen Zugang zum Weltraum“, heißt es von der Generaldirektion für Verteidigungsindustrie und Weltraum, einer Fachabteilung der Europäischen Kommission, die weiter ergänzt: “ Ein autonomer, resilienter und wettbewerbsfähiger Zugang zum Weltraum ist ein strategischer Faktor für Europas Wirtschaft und Sicherheit und bildet die Grundlage für Anwendungen wie Navigation, Telekommunikation und Erdbeobachtung, auf die Bürger und Unternehmen täglich angewiesen sind.“ Bei Isar Aerospace ist man der Meinung, dass der Start “ Europas strategische, wirtschaftliche und technologische Zukunft prägen wird“.

Der erste Flug: 30 Sekunden

Im März 2025 flog die „Spectrum“-Trägerrakete ihren ersten Testflug, nach 30 Sekunden war dieser aber auch schon wieder vorbei. „Unser erster Testflug hat alle unsere Erwartungen erfüllt und war ein voller Erfolg. Wir hatten einen reibungslosen Start, 30 Sekunden Flugzeit und konnten sogar unser Flugabbruchsystem validieren“, erklärte Metzler damals kurz nach dem Test. Finanzielle Unterstützung erhielt Isar Aerospace u. a. von der Europäischen Weltraumorganisation ESA durch das Boost!-Programm.

Die CubeSat Mission der TU Wien

Am Samstag schaffte es mit der Sepctrum-Rakete auch ein Mini-Satellit der TU Wien, ein sogenannter CubeSat, ins All. Das Space Team der Hochschule arbeitete seit 2020 an der CubeSat Mission. Ziel war es, einen Satelliten für Ausbildungszwecke zu entwickeln und nun im Orbit zu betreiben. Dadurch sollen Schüler:innen aus AHS und BHS die Möglichkeit haben, selbst entwickelte Software auf dem Satelliten auszuführen.

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