05.11.2020

Bitcoin steigt über 14.000 USD: Was kommt als nächstes?

Der Bitcoin-Kurs hat die Schwelle von 14.000 Dollar durchbrochen. Das wirft viele Fragen auf. Wolfgang Fallmann versucht, sie in einer aktuellen Analyse zu beantworten.
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"Bitcoin kaufen" ist beim aktuellen Kurs eine beliebte Suchanfrage bei Google. (c) Adobe Stock/Visual Generation/beigestellt

In letzter Zeit häufen sich die positiven Nachrichten für Bitcoin. Firmen wie MicroStrategy, Square und Grayscale investierten viele Millionen in die Kryptowährung. Zuletzt machte Paypal Schlagzeilen, dass sie Kryptowährungen als Zahlungsmittel in ihr System einbauen wollen. Dies führte dazu, dass Bitcoin in einem stabilen Aufwärtstrend ist und die 14.000 US-Dollar überschritten hat. Den aktuellen Aufwärtstrend konnten nicht einmal die schlechten Nachrichten über die Verhaftung des Gründers von Bitmex oder die Sperrung von Auszahlungen auf OKEX stoppen.

Börsen-Sprichwörter im Widerspruch

Es stellt sich nun die Frage wie weit kann es gehen und welches der vielen Börsensprichwörter wird sich als wahr behaupten? „The Trend is your friend“ oder „Buy on bad news, sell on good news“. Beim ersteren müssten Investoren auf den aktuellen Trend aufspringen und sofort investieren, um vom weiteren Aufwärtstrend zu profitieren. Beim zweiten allerdings müsse man bei all diesen guten Nachrichten verkaufen, da der Markt eventuell überhitzt sein könnte und bald eine Korrektur einsetzen müsse.

Technische Trader sehen Kursabsturz

Die technischen Trader, die sich ihre Momentum Indikatoren ansehen, können ein Lied davon singen. Seit mehreren Wochen sind diese Indikatoren im übergekauften Bereich und zeigen einen überhitzen Marktzustand an. Wenn man nach diesen Indikatoren handelt, müsse man also mit einem baldigen Kursabsturz rechnen.

John Maynard Keynes, ein bekannter Börsenguru und Ökonom, stellte Anfang des 20. Jahrhunderts die Börsenweisheit auf, dass der Markt länger irrational bleiben kann als Investoren liquide. Menschen glauben beispielswiese, dass der Markt eine Korrektur machen müsse und wetten auf fallende Kurse. Der Markt jedoch verhält sich aus Sicht dieses Investors irrational und steigt dennoch weiter auf neue Höhen, sodass Positionen mit Verlust geschlossen werden müssen.

Die zwei Seiten des Bitcoin-Markts

Man muss bedenken, dass es immer zwei Seiten am Markt gibt. Die Käufer, die denken das Bitcoin unterbewertet ist und die Verkäufer, die glauben das der Kurs überbewertet ist und bald fallen müsse. Es gibt viele unterschiedliche Marktteilnehmer die Bitcoin handeln. Die derzeit wichtigsten Akteure sind die eingangs erwähnten institutionellen Investoren, die kleinen Spekulanten und die großen Spekulanten.

Einen Einblick in die Positionierung dieser Marktteilnehmer gibt der Commitment of Traders Report. Er wird wöchentlich von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) veröffentlicht und zeigt die Positionierungen der Marktteilnehmer der Trader, die an der Chicago Mercantile Exchange (CME) Bitcoin Futures handeln. Im aktuellen Bericht ist zu sehen, dass die kleinen Spekulanten und die institutionellen Investoren auf der Käuferseite befinden und die großen Spekulanten als Verkäufer die Gegenseite einnehmen. Auch zu sehen ist, dass die von den Händlern geöffneten Positionen, das sogenannte Open Interest, ihren letzten Höchststand noch nicht erreicht haben. Das deutet darauf hin, dass diese Marktteilnehmer noch nicht vollkommen investiert sind und noch Geld übrig haben.

Mehr „Bitcoin Kaufen“-Anfragen auf Google

Wenn man sich die Entwicklung der Google Suchanfragen zum Begriff „Bitcoin Kaufen“ bzw. auf Englisch “Buy Bitcoin“ ansieht, dann bemerkt man ein Ansteigen dieser Suchanfragen. Das bedeutet, dass Menschen vermehrt nach diesen Begriffen suchen, da Sie Interesse haben in Bitcoin zu investieren.

Fazit: Der Markt ist weiterhin bullisch. Ich verwende gerne eine Analogie zu Isaac Newton’s fundamentalen Gesetzt der klassischen Mechanik. Es lautet: „Der Trend in einem Markt bleibt bestehen, solange er nicht durch einwirkende Kräfte zu einer Änderung der Richtung gezwungen wird“.

Solche Kräfte sind momentan die Unsicherheit wegen steigenden Corona-Fällen und die damit verbunden Maßnahmen sowie die US-Präsidenten Wahl. Beide Faktoren können dazu führen, dass es zu erhöhten Marktbewegungen kommen kann.

Über den Autor

Wolfgang Fallmann ist Autor von „Krypto Investor Mindset – Prinzipien zur Vermeidung von Denkfehlern beim Investieren in Bitcoin und andere Kryptowährungen“ und dem wöchentlich erscheinenden „Bitcoin Insider Report“. Bleiben Sie bei Bitcoin auf dem aktuellen Stand und treten Sie der Telegram Gruppe bei.

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

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Michael Dobersberger ist der "Startup-Wingman" im Silicon Valley. | © brutkasten

Das Silicon Valley ist nach wie vor das unangefochtene Epizentrum der globalen Tech-Welt. Ein Großteil des weltweiten Risikokapitals ist in der Region rund um San Francisco gebündelt. Für europäische Startups birgt der Markteintritt in den US-amerikanischen Raum jedoch erhebliche kulturelle wie strukturelle Hürden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Michael Dobersberger an. Brutkasten hat ihm einen Tag lang in San Francisco über die Schulter geschaut.

Michael Dobersberger im Gespräch mit brutkasten-Redakteurin Ann-Kathrin Salmen vor der Bay Bridge in San Francisco. © brutkasten

Ein Ökosystem für den Aufstieg

Als Co-Direktor der Initiative Open Austria, einem Joint Venture der Wirtschaftskammer Österreich und des Außenministeriums, fungiert Dobersberger als strategischer Sparring-Partner vor Ort. Während die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles das operative Tagesgeschäft im Exportgeschäft abwickeln, konzentriert sich das AußenwirtschaftsCenter in San Francisco unter seiner Leitung auf spezialisierte Formate.

„Ich sehe meine Aufgabe darin, Startups ready für das Silicon Valley zu machen, damit sie einen gewissen Startvorteil gegenüber anderen europäischen Startups haben“, erklärt Dobersberger im Gespräch. Sein Aufgabengebiet umfasst gezieltes Startup-Coaching für den US-Markteintritt sowie Innovation Scouting für etablierte Großunternehmen. Die Nachfrage ist hoch: „Allein heuer habe ich schon über 260 Unternehmen in einem meiner Programme gehabt.“

Die Teilnehmer:innen des GOUSA Kickoffs im Silicon Valley. © Michael Dobersberger

Das Mindset: Ja, wenn … statt Nein, weil …

Die kulturellen Gräben zwischen europäischen und US-amerikanischen Entrepreneurship-Zugängen erlebt Dobersberger täglich. Während hierzulande Risiken oft im Vordergrund stehen, herrscht in Kalifornien eine ausgeprägte Optimierungskultur.

Den zentralen Unterschied im Denkansatz bringt Dobersberger pragmatisch auf den Punkt: „In den USA heißt es: ‚Es kann funktionieren, wenn …‘, während in Europa oft gesagt wird: ‚Das funktioniert nicht, weil …‘“. Es gehe keineswegs darum, kritische Einwände zu ignorieren, sondern Geschäftsideen konstruktiv zu bewerten und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken.

Schnelligkeit und ein realistischer Blick auf Fehler

Ein entscheidender Erfolgsfaktor am US-Markt sei die Umsetzungsgeschwindigkeit. „Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“, betont Dobersberger. Wer rasch am Markt testet, gewinnt wertvolles Feedback und kann Mitbewerber überholen.

Ergänzt wird dieses Tempo durch den vielzitierten Umgang mit dem Scheitern, der jedoch häufig missverstanden werde. Fehler seien zwar Teil der Lernkurve, dürften das Unternehmen jedoch nicht ruinieren. „Fail fast, fail often – and keep the price to a minimum“, bringt es Dobersberger auf den Punkt. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Scheitere schnell, oft und halte die Kosten dabei auf einem Minimum.“

Präzision fordert der Experte auch beim Markenauftritt und Produktstart. Zu langes Perfektionieren im Stillen sei gefährlich: „Wenn du nicht irgendwann sagst: ‚Mein erstes Produkt war so peinlich‘, dann bist du zu spät an den Markt gegangen“, veranschaulicht er eindrücklich.

Ein Großteil von Dobersbergers Arbeit besteht darin, Menschen miteinander zu vernetzen. © brutkasten

Die Matrjoschka-Logik beim Pitchen

Auch in der Kommunikation rät Dobersberger zu einer radikalen Vereinfachung. Statt technischer Details müsse in den ersten Sekunden das zugrundeliegende Problem im Fokus stehen. Dobersberger nutzt dafür das Bild einer umgekehrten Matrjoschka-Puppe.

„Die erste Matrjoschka ist die wichtigste – das ist dein Why“, erklärt er. Ziel der ersten 40 Sekunden sei es nicht, das gesamte Produkt zu erklären, sondern Neugier zu wecken und Folgetermine zu sichern. Wer zu tief ins Technische abgleite, verliere das Gegenüber rasch.

Menschen investieren in Menschen

Zudem entscheide die Persönlichkeit des Gründerteams oft mehr als die Technologie selbst. Das Feedback internationaler Investor:innen zeichne hier ein klares Bild: „Die Investoren investieren zu 90 Prozent ins Team und zu zehn Prozent in die Technologie.“ Starken Gründerpersönlichkeiten traue man eher zu, Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle bei Bedarf anzupassen.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz, von der Schärfung der Story bis hin zur Vernetzung vor Ort, unterstützt Dobersberger heimische Gründer:innen dabei, im Silicon Valley nachhaltig Fuß zu fassen.

Dobersberger mit seinem ehemaligen indonesischen Diplomaten-Kennzeichen. Vor seiner Zeit in Amerika war er in Indonesien, Serbien und England tätig. © brutkasten
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AI Summaries

Bitcoin steigt über 14.000 USD: Was kommt als nächstes?

  • Firmen wie MicroStrategy, Square und Grayscale investierten viele Millionen in die Kryptowährung.
  • Die technischen Trader, die sich ihre Momentum Indikatoren ansehen, können ein Lied davon singen: Wenn man nach diesen Indikatoren handelt, müsse man also mit einem baldigen Kursabsturz rechnen.
  • Wenn man sich die Entwicklung der Google Suchanfragen zum Begriff „Bitcoin Kaufen“ bzw. auf Englisch „Buy Bitcoin“ ansieht, dann bemerkt man ein Ansteigen dieser Suchanfragen.
  • Der Trend in einem Markt bleibt bestehen, solange er nicht durch einwirkende Kräfte zu einer Änderung der Richtung gezwungen wird.

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

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  • Der Trend in einem Markt bleibt bestehen, solange er nicht durch einwirkende Kräfte zu einer Änderung der Richtung gezwungen wird.

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  • Der Trend in einem Markt bleibt bestehen, solange er nicht durch einwirkende Kräfte zu einer Änderung der Richtung gezwungen wird.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

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