19.09.2025
BISTROBRAIN

Bistrobox geht strategische Partnerschaft mit größtem deutschen Automatenproduzenten ein

Der deutsche Automaten-Marktführer Sielaff nutzt künftig die BistroBrain-Technologie des Holzhausener (OÖ) Startups BistroBox.
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(v.l.): Klaus Haberl und Jürgen Traxler (BistroBox) sowie Bernd Enser und Marc-Andre Meier (Sielaff) | © BistroBox
(v.l.): Klaus Haberl und Jürgen Traxler (BistroBox) sowie Bernd Enser und Marc-Andre Meier (Sielaff) | © BistroBox

Rund um die Uhr Pizzaschnitten sowie Kaffee und weitere Produkte aus dem Automaten – dafür ist das Startup BistroBox aus Holzhausen in Oberösterreich bekannt. Mit seinem Franchise-System kommt es aktuell auf 41 Standorte in ganz Österreich, etwa auf Autobahnrastplätzen, in belebten Umgebungen oder in Gewerbegebieten. Seit etwa einem Jahr ist das Unternehmen mit „BistroBrain“ aber auch B2B-Technologieanbieter, wie brutkasten berichtete.

Strategische Partnerschaft mit deutschem Marktführer Sielaff

In diesem Bereich schloss Bistrobox nun eine wichtige strategische Partnerschaft. Mit Sielaff wurde der größte Automatenproduzent Deutschlands für die BistroBrain-Technologie gewonnen. Diese soll herkömmliche Verkaufsautomaten in intelligente Retail-Systeme mit smarten Funktionen verwandeln, wie sie auch in Online-Shops zu finden sind. Kund:innen können dabei sowohl über Self-Order-Terminals als auch per Smartphone bestellen und sollen von einem optimierten Kundenerlebnis durch Echtzeitdaten und Personalisierung profitieren.

BistroBox verspricht 20 bis 30 Prozent Umsatzsteigerung mit BistroBrain

Automatenbetreibern wiederum verspricht BistroBox mit BistroBrain 20 bis 30 Prozent höhere Umsätze „durch intelligente Up- und Cross-Selling-Funktionen“. Davon sollen letztlich die Kund:innen von Sielaff profitieren. Der deutsche Marktführer ist auf Heißgetränke-, Kaltgetränke- und Combi-Automaten sowie Outdoor- und Public-Verkaufsautomaten spezialisiert. Die gemeinsame Lösung der beiden Unternehmen wird in einigen Tagen auf der großen Automatenmesse „Vendtra“ in München erstmals öffentlich präsentiert.

„Kooperation vereint das Beste aus zwei Welten“

„Diese Kooperation vereint das Beste aus zwei Welten: die jahrzehntelange Automatenkompetenz von Sielaff mit unserer modernsten digitalen Retail-Technologie“, kommentiert Klaus Haberl, Geschäftsführer von BistroBox. „Das digitale Ökosystem von BistroBrain ist ab sofort über Sielaff erhältlich und eröffnet Automatenbetreibern neue Möglichkeiten in der zunehmend digitalisierten Handelswelt.“

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Mehrere Menschen lachen für ein Gruppenbild in die Kamera und zeigen sich fröhlich
Das TEB Forum fand am zweiten und dritten Juni in Wien statt. (c) TEB

Die Diagnose steckte schon im Leitthema: „Why Coordination, not Capacity, is CEE’s Real Energy Challenge“. Denn die Akteur:innen, die Netzausbau, Speicherintegration und den Abschied von fossilen Importen gemeinsam lösen müssten, sitzen selten am selben Tisch.

Hier setzt The Energy Bridge an. Die Wiener Plattform will Informationssilos in der CEE-Energiewende aufbrechen und die Partnersuche über Sektorgrenzen hinweg erleichtern, neben dem Forum auch über einen Podcast und AI-gestützte Intelligence-Tools. Die Co-Founder Rahul Mishra und Daniel Schaub eröffneten die zweitägige Konferenz am 2. Juni, die Keynote aus dem Energieressort hielt Karoline Narodoslawsky, Fachkoordinatorin in der Energiesektion des Wirtschaftsministeriums (BMWET), zu Österreich als regionalem Vorbild für die Energiewende.

Zwei Geschwindigkeiten bei Batteriespeichern

Eines der zentralen Ergebnisse: Bei der Bankability von Energiespeichern (BESS) zeichnet sich ein „Two-Speed CEE“ ab. Länder mit Zugang zu Mitteln aus der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) wie Polen, Bulgarien, Ungarn und Rumänien profitieren von Förderungen und Differenzverträgen (CfDs). Langfristiges Marktwachstum werde jedoch von reifen Merchant-Strukturen jenseits der ersten Subventionsfenster abhängen.

Das TEB Forum 2026 fand im weXelerate in Wien statt | (c) TEB

Thomas Rosenzopf von Enervis Austria präsentierte dazu den Austria BESS Index: Während Day-Ahead-Erlöse in Österreich allein nicht ausreichen, erscheinen Märkte wie Bulgarien und Rumänien aufgrund günstiger Netzgebühren-Strukturen hochgradig investierbar.

Öffentliche Akzeptanz als fehlendes Glied

Für eine der pointiertesten Wortmeldungen sorgte Energieexperte Markus Fischer (NEOS), der öffentliche Akzeptanz als fehlendes Glied zur europäischen Energiesouveränität bezeichnete: Österreich habe enormes Potenzial bei Erneuerbaren, bleibe aber wegen verzögerter Netzgenehmigungen an fossile Importe gebunden. Wer echte Energiesouveränität wolle, müsse faire, transparente und frühzeitige Bürger:innenbeteiligung zur politischen Priorität machen.

Auf der Projektbühne zeigten Startups und Forschungseinrichtungen konkrete Lösungen: von grid-freundlicher Wärmepumpen-Optimierung (Austrian Energy Agency) über fortgeschrittene Netzplanung des AIT bis zu Flexibility-as-a-Service-Ansätzen von Flexa, Podero und CyberGrid rund um Multi-Market Revenue Stacking und Batterieflexibilität.

Rechenzentren, Wärmewende und Ukraine

Tag zwei widmete sich der Wärmewende: Andrea Edelmann (EVN, Green Energy Lab) präsentierte die Alliance for Heating and Cooling, Expert:innen unter anderem von Wien Energie und Energie AG diskutierten den Sprung von Pilotprojekten zur flächendeckenden Umsetzung. Ein eigenes Panel beleuchtete das „Data Centre Dilemma“: Europäische Colocation-Investments sollen bis 2030 die Marke von 100 Milliarden Euro übersteigen, während der Stromverbrauch von Rechenzentren von 1,8 auf 3,4 Prozent des globalen Verbrauchs wächst. Ein Spezialsegment zeigte außerdem Resilienz- und Low-Carbon-Technologien aus der Ukraine.

Rahul Mishra (r.) ist Co-Founder und Community Builder bei The Energy Bridge. (c) TEB

„Koordinationslücke schließen“

TEB-Co-Founder Rahul Mishra zog eine klare Bilanz: „Das Forum hat gezeigt, dass die Energiewende-Herausforderung in CEE kein Mangel an Kapital oder Technologie ist, sondern eine Koordinationslücke. TEB existiert, um diese Lücke zu schließen“, so Mishra. Mit zwei Bühnen, acht Keynotes und 91 Speaker-Auftritten will sich das Forum als zentrale Cross-Sector-Plattform für die Energiewende in der Region etablieren.


Disclaimer: brutkasten ist Medienpartner ist TEB Forum 2026.

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