„2 Minuten 2 Millionen“: Wie der Lufterfrischer BiOxi funktioniert
Das Kremser Unternehmen Brandner Hygiene rund um den Gründer Gerhard Brandner hat mit BiOxi einen Luft-Erfrischer entwickelt. Das Produkt soll die Luft sauber und frisch machen, ohne sie mit anderen Gerüchen zu überdecken.
Wir sind ständig von unangenehmen Gerüchen umgeben, wie geruchsintensiven Kühlschränken, stinkenden Katzentoiletten oder im schlimmsten Fall Nikotingeruch in der Wohnung. Das Kremser Unternehmen Brandner Hygiene hat sich diesem Problem angenommen und mit BiOxi einen neuartigen Lufterfrischer entwickelt, der die Umluft von Gestank befreien soll.
Das besondere am Produkt: BiOxi macht laut dem Gründer Gerhard Brandner die Luft „sauber und frisch“ ohne sie mit anderen Gerüchen zu überdecken. Dies funktioniert dadurch, dass an Schwebeteilchen und Feinstaub unerwünscht haftende Mikroorganismen und unerwünschte Geruchsgeber oxidiert werden und somit verschwinden. Anschließend wird die Luft isotonisch aufgeladen und Frischluftmarker gesetzt.
Ohne Zusatzstoffe
BiOxi soll zudem ohne Zusatzstoffe auskommen. Um das bewerkstelligen zu können, entwickelte Brandners Frau Sabine Dogo Brandner, die als Eigentümer einer Kosmetikmanufaktur über ein Expertenwissen im Bereich Öle und Kosmetik verfügt, ein eigenes Verfahren. Durch dieses können ätherische Öle und die isotonische Komponente ohne Emulgatoren zu einer homogenen Flüssigkeit vermischt werden.
Weitere Produkte
Brandner Hygiene bietet neben dem BiOxi Lufterfrischer auch noch andere Produkte im B2C-Bereich an. Bereits in der fünften Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ ging Brandner mit einem Anti-Schimmel-Spray an den Start. Damals konnte er Katharina Schneider als Investorin gewinnen.
Erste Referenzen kann Brandner Hygiene bereits vorweisen. Dazu zählen der Anerkennungspreis des NÖ-Innovationspreises 2017, der German Innovation Award 2018 und eine Nominierung beim Energy Globe Award 2019.
Hygiene-Experte
Brandner Hygiene ist allerdings noch viel breiter aufgestellt. So hat sich das Unternehmen auch auf hygienische Gesamtlösungen für die Lebensmittelverarbeitung im B2B-Bereich spezialisiert. Die Bereiche sind vielfältig und reichen von der Errichtung von Hygienschleusen über mikrobiologische Brunnenreinigung bis hin zur Schulung von Unternehmen in Sachen Hygiene.
Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht
Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
Biotech Summit Austria: Der Wille zum Champion ist da – das Kapital noch nicht
Kommentar: Karin Hofelich war beim Biotech Summit Austria in Innsbruck und fragt: Kommt das Geld aus dem neuen Dachfonds auch bei Biotech-Unternehmen an?
Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?
Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.
Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China
Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.
Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.
(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.
Ein Champion, der nicht auswandern muss
Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“
(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).
Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt.
Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen
Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds.
Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.
Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.
Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.
Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht
Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.
Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.
Was es jetzt braucht
Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.
Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden.
Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.
Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.
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„2 Minuten 2 Millionen“: Wie der Lufterfrischer BiOxi funktioniert
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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …
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Das Kremser Unternehmen Brandner Hygiene rund um den Gründer Gerhard Brandner hat mit BiOxi einen Luft-Erfrischer entwickelt. Das Produkt soll die Luft sauber und frisch machen, ohne sie mit anderen Gerüchen zu überdecken. Brandner Hygiene ist allerdings noch viel breiter aufgestellt. So hat sich das Unternehmen auch auf hygienische Gesamtlösungen für die Lebensmittelverarbeitung spezialisiert. Die Bereiche sind vielfältig und reichen von der Errichtung von Hygienschleusen über mikrobiologische Brunnenreinigung bis hin zur Schulung von Unternehmen in Sachen Hygiene.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?
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