20.12.2022

Biogena holt mit Conda-Crowdinvesting 5,23 Mio. Euro

Der Salzburger Nahrungsergänzungsmittel-Marktführer Biogena übertraf damit das gesetzte Crowdinvesting-Ziel deutlich.
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Biogena
Albert Schmidbauer, Gründer und CEO von Biogena | (c) Biogena

Dem heimischen Nahrungsergänzungsmittel-Marktführer, Biogena aus Salzburg, kann man in Sachen Crowdinvesting gewiss nicht mangelnde Erfahrung attestieren. Stolze 15 Kampagnen setzte man bereits um. Mit der letzten davon erreichte das Unternehmen, dessen Gründer und CEO Albert Schmidbauer auch als Startup-Investor sehr aktiv ist, aber ein neues Level. Von insgesamt 12,6 Mio. Euro, die via Crowdinvesting seit 2015 hereinkamen, entfallen nämlich rund 40 Prozent allein auf die aktuelle Kampagne, die mit Conda umgesetzt wurde. 5,23 Millionen Euro standen dabei letztlich zu Buche. Damit wurde das gesetzte Ziel von vier Millionen Euro deutlich übertroffen.

Crowdinvesting-Kapital fließt in Internationalisierung von Biogena

Albert Schmidbauer skizziert das primäre Ziel mit dem frischen Kapital: „Wir werden mit voller Kraft die Internationalisierung vorantreiben“. Vom Biogena heißt es dazu außerdem: „Wiewohl das österreichische Unternehmen mit Sitzen in Salzburg, Wien und Freilassing bereits in 50 Länder weltweit exportiert, war das Ziel der 15. Schwarmfinanzierungsrunde, die Internationalisierung im Sinne der globalen UNO-Entwicklungsziele zu forcieren“. Das Geld der neuen Investoren werde für die weitere Markenentwicklung verwendet, so Schmidbauer.

Store in London und Lieferungen nach Israel und China

Und für das Jahr 2023 gebe es noch weitere große Pläne. „Der erste Meilenstein ist mit der Eröffnung eines Stores in London bereits in Planung“, heißt es von Biogena. Weiters in der Pipeline seien die ersten Lieferungen nach Israel und China. Man biete bereits jetzt mehrere Hundert Arbeitsplätze in Europa – konkret sind es rund 380 – und wolle „diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben“. Betont wird zudem, dass das Unternehmen seit 2021 „double-climate-positive“ zertifiziert ist.

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EU-Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen bei ihrer Keynote "Europe's Tech Moment" auf der VivaTech in Paris. (c) Martin Pacher | brutkasten

Es ist ein Tag mit zwei Schauplätzen. In Évian-les-Bains geht am Mittwoch der G7-Gipfel zu Ende. Am Abschlusstag sitzen die Chefs der führenden KI-Konzerne, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Demis Hassabis (Google DeepMind) und Arthur Mensch (Mistral), mit den Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsmittagessen zu Frontier-KI, Infrastruktur und Souveränität. Mehrere hundert Kilometer entfernt, auf der VivaTech in Paris, liefern zwei EU-Kommissarinnen die europäische Antwort auf die Frage, ob der Kontinent eigene globale Tech-Champions bauen kann.

Souveränität als europäischer Gegenentwurf

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, verwies in ihrer Keynote „Europe’s Tech Moment“ selbst auf das G7-Treffen. Weltweit investierten Regierungen massiv in ihre technologische Führung, Europa müsse seine eigene Kapazität stärken, Technologien zu entwickeln, zu produzieren und einzusetzen. Rückenwind holt sie sich aus einem am selben Tag veröffentlichten Eurobarometer: Demnach stufen 79 Prozent der Europäer:innen Digitalpolitik als EU-Top-Priorität ein, 85 Prozent befürworten Investitionen in europäisch entwickelte Infrastruktur, 82 Prozent wollen weniger Abhängigkeit von Drittstaaten.

Untermauert ist diese Linie durch das European Technological Sovereignty Package, das die Kommission Anfang Juni vorlegte: mit dem CHIPS Act 2.0 für die Halbleiter-Wertschöpfungskette und dem Cloud and AI Development Act, der einen einheitlichen Souveränitätsrahmen für Cloud-Dienste schafft. Niemand dürfe einen „Kill-Switch“ über kritische Infrastruktur haben, so hatte Virkkunen die Stoßrichtung bei der Präsentation des Pakets zusammengefasst. Beim Risikokapital benannte sie das Gefälle: Auf die USA entfielen über 50 Prozent des globalen VC, auf China rund 40, auf Europa nur etwa fünf Prozent.

Fünf-Milliarden-Fonds gegen die Fragmentierung

Im Panel „Can Europe Build Global Champions?“ setzte Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, auf Selbstbewusstsein. Europa habe die besten Deep-Tech-Talente und den größten Binnenmarkt, kranke aber an Fragmentierung. Dagegen verwies sie auf das 28. Regime, ein „europäisches Delaware“ für grenzüberschreitende Gründungen, und auf den Scaleup Europe Fund: fünf Milliarden Euro, seit Mai von EQT gemanagt, erste Investments im Herbst, gedacht, um Deep-Tech-Scale-ups in Europa zu halten.

Der Kontrapunkt eines Gründers

Den Kontrapunkt lieferte mit Jean-Charles Samuelian ein Gründer, der über sein Boardmandat bei Mistral mit der Runde in Évian verbunden ist, wo Mistral-CEO Mensch am Mittagstisch saß. Der CEO des Gesundheits-Scaleups Alan mag die Erzählung vom benachteiligten Europa nicht. Er habe nie gefragt, was Europa ihm geben solle, sondern wie er ein Problem löse. Wer ein echtes Kategorie-Produkt baue, finde auch Kapital, notfalls global. Das Defizit sei nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine Kultur, die Risiko scheue, bis hin zum Einkauf.

Anknüpfungspunkte für Österreich

Für das heimische Ökosystem gibt es mehrere Anknüpfungspunkte. Die KI-Infrastruktur, die Virkkunen beschwört, hat in Österreich eine Adresse: Die AI Factory Austria (AI:AT), geführt von Advanced Computing Austria und dem AIT, ist seit Sommer 2025 in Betrieb, der Wiener Coworking-Hub seit Februar offen, ein KI-Supercomputer für Wien soll 2027 folgen. Der CHIPS Act 2.0 betrifft mit Standorten wie Infineon in Villach oder AT&S beim Advanced Packaging unmittelbar heimische Player. Und die Debatte um Spätphasen-Kapital spiegelt die hiesige Diskussion um einen Dachfonds und institutionelles Wachstumskapital.

Die eigentliche Frage: Kauft Europa seine Innovation?

Am Ende verschob Zaharieva die Frage von der Finanzierung zur Nachfrage: Es gehe nicht mehr darum, ob Europa Kapital für Skalierung finde, sondern ob es seine eigene Innovation auch kaufe. Der erste Kunde müsse oft die öffentliche Hand sein. Während in Évian über die großen Linien verhandelt wird, liegt die Antwort darauf bei den Einkäufer:innen.

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