06.05.2021

Biogena-Aktie nun im Direct Market Plus der Wiener Börse

Die Biogena Group Invest AG, die sich über eine indirekte Tochter auch als Startup-Investor betätigt, war seit Herbst 2020 im Direct Market der Wiener Börse und schloss kürzlich eine Kapitalerhöhung ab.
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Bell-Ringing: Biogena-Aktie seit heute im Direct Market Plus der Wiener Börse
Albert Schmidbauer, Eigentümer & Gründer; Julia Ganglbauer Vorstand Biogena Group Invest AG und Stefan Klinglmair beim Bell Ringing | (c) Wiener Börse

Überraschend kommt der Schritt nicht: Vor nicht einmal einem Monat gab die Biogena Group Invest AG neue Aktien aus und kündigte an, nach der Kapitalerhöhung in ein höheres Segment der Wiener Börse aufsteigen zu wollen. Die Emission wurde sogar überzeichnet, die geplanten rund 5,79 Millionen Euro kamen herein. Und seit heute ist die Biogena-Aktie, die seit Herbst 2020 im Direct Market der Wiener Börse war, im Direct Market Plus vertreten, wo etwa auch Anteilsscheine der startup300 AG gehandelt werden können.

Biogena-Aktie: Ein weiterer Startup-Investor an der Wiener Börse

Die Listung im gleichen Börsen-Segment ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Aktiengesellschaften. Auch die Biogena Group Invest AG investiert (über die indirekte Tochter Biogena Management Holding GmbH) in Startups – mit Fokus auf den Food-Bereich. Anteile hält man etwa an Neoh, Rebel Meat und Zirp. Im Gegensatz zu startup300, deren Kerngeschäft Dienstleistungen rund um Startups sind, macht die Biogena Gruppe den Großteil ihres Umsatzes aber mit physischen Produkten, konkret Nahrungsergänzungsmitteln. In diesem Bereich ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Marktführer in Österreich.

Nicht allzu viel Bewegung im Direct Market Plus

Der Direct Market Plus, der sich explizit an KMU und Startups richtet, besteht seit Anfang 2019. Voraussetzung für das Listing ist eine Mindestkapitalisierung von zehn Millionen Euro. Der Markt soll Unternehmen als erster Schritt in die Börse dienen. startup300 zählte 2019 zu den ersten Unternehmen im neuen Segment. Nach größeren Kursschwankungen bis etwa Mitte vergangenen Jahres pendelte sich die Aktie zuletzt seit Monaten auf niedrigem Niveau ein. Die geringe Kursbewegung weist auf einen immer wieder geäußerten Kritikpunkt am Direct Market Plus hin: In diesem passiere insgesamt zu wenig, um für Trader attraktiv zu sein. Ein Beispiel: Im gesamten April betrug das Handelsvolumen der startup300-Aktie rund 46.000 Euro.

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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