25.03.2025
KULTIVIERTES FLEISCH

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

Das US-Laborfleisch-Startup Biocraft, das seine R&D-Abteilung in Wien betreibt, holte sich bei österreichischen Behörden eine Registrierung.
/artikel/biocraft-laborfleisch-aus-wien-darf-nun-in-der-eu-verkauft-werden
Shannon Falconer, Gründerin und CEO von BioCraft, mit Hund River | (c) BioCraft
Shannon Falconer, Gründerin und CEO von BioCraft, mit Hund River | (c) BioCraft

In Wien entwickeltes Laborfleisch in heimischen Supermarkt-Regalen – das könnte bald Realität werden. Wer sich nun Burger, Steak und Co. erwartet, wird aber – je nach Einstellung dazu – enttäuscht oder erleichtert. Das US-Startup BioCraft, das seine Forschung und Entwicklung in Wien betreibt (brutkasten berichtete) setzt nämlich auf Tierfutter. Für den Einsatz in diesem Bereich holte es sich nun von österreichischen Behörden eine Registrierung, die EU-weit gilt.

Registrierung statt Zulassung

Tatsächlich gebe es in der EU aktuell keinen eigenen Zulassungsprozess für Zutaten von Tierfutter, heißt es von BioCraft in einer Aussendung. Die Zutaten müssen allerdings bestimmte rechtliche und qualitative Kriterien erfüllen, um registriert werden zu können. „BioCraft hat nun seine Verpflichtungen als Futtermittelunternehmen erfüllt und ist im EU-Futtermittel-Ausgangsstoff-Register eingetragen“, heißt es vom Startup. Davor hätten interne und externe Expert:innen gemeinsam die dafür notwendigen Daten aufbereitet. Man erfülle den höchsten Standard für Tierfutter-Ausgangsstoffe innerhalb der EU.

„Bedeutender Meilenstein für BioCraft und die gesamte Branche“

„Die Erlangung der ABP-Registrierung [Anm.: Animal Byproduct] für einen auf tierischen Zellen basierenden Inhaltsstoff in der EU ist ein bedeutender Meilenstein für BioCraft und die gesamte Branche“, kommentiert Gründerin und CEO Shannon Falconer. „Die umfassende Sicherheitsanalyse geht weit über die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinaus und liefert eine akribische Aufschlüsselung unserer Protokolle zur Futtermittelsicherheit, einschließlich strenger Prozesse zur Überprüfung von Lieferanten, Dokumentation der Rückverfolgbarkeit, Risikobewertungen und Standardprozesse für jeden kritischen Kontrollpunkt.“

Fleischbrei aus dem Labor gut für Tierfutter geeignet

Dass BioCraft sich auf Tierfutter spezialisiert, hat nicht nur regulatorische Gründe. Beim Herstellungsprozess kommt ein Fleischbrei heraus, der für den menschlichen Verzehr aufwändig weiterverarbeitet werden müsste – Unternehmen aus der Branche nutzen dafür etwa 3D-Druck. Im Tierfutterbereich hingegen wird üblicherweise ein Fleischbrei in ähnlicher Konsistenz als Ausgangsstoff genutzt. Somit kann das Produkt des Startups sehr einfach weiterverarbeitet werden.

Erster Partner aus der Branche für BioCraft

Und BioCraft hat bereits ein Tierfutter-Unternehmen als Partner, das aufbauend auf der nun erfolgten Registrierung Produkte herstellen will: das in Ungarn ansässige Unternehmen Partner in Pet Food, das für eine Reihe von Marken in Europa produziert. „Die Tierfutter-Hersteller verfolgen diesen Markt mit großem Interesse, denn es besteht ein Bedarf an mehr Inhaltsstoffen, die in der Lieferkette stabil, nachhaltig, skalierbar, sicher und ethisch vertretbar sind“, kommentiert Patricia Heydtmann, Direktorin für Qualität und Produktentwicklung bei Partner in Pet Food.

Deine ungelesenen Artikel:
01.07.2026

Abbau von Bürokratie: „Reformpartnerschaft“ will Unternehmen Zeitersparnis liefern

Im Bundeskanzleramt wurde heute die erarbeitete "Reformpartnerschaft" mit Fokus auf Entbürokratisierungsmaßnahmen präsentiert. Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll skizzierte die Staatsmodernisierung in 13 Punkten. Wir haben die wichtigsten Themen für Unternehmen herausgefiltert.
/artikel/abbau-von-buerokratie-reformpartnerschaft-will-unternehmen-zeitersparnis-liefern
01.07.2026

Abbau von Bürokratie: „Reformpartnerschaft“ will Unternehmen Zeitersparnis liefern

Im Bundeskanzleramt wurde heute die erarbeitete "Reformpartnerschaft" mit Fokus auf Entbürokratisierungsmaßnahmen präsentiert. Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll skizzierte die Staatsmodernisierung in 13 Punkten. Wir haben die wichtigsten Themen für Unternehmen herausgefiltert.
/artikel/abbau-von-buerokratie-reformpartnerschaft-will-unternehmen-zeitersparnis-liefern
Nach dem Ministerrat wurden zentrale Punkte der Staatsreform präsentiert. (c) BKA/Valentin Brauneis

Im Bundeskanzleramt traten Gesundheitsministerin Korinna Schuhmann (SPÖ), Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS), Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) und Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) heute vor die Presse. Nach „weit über 100 Stunden“ Verhandlungszeit, präsentierte Pröll die wichtigsten Punkte zur Staatsmodernisierung.

Abbau von Bürokratie, Fokus auf Digitalisierung

Eines der großen Themen ist die Entbürokratisierung durch Digitalisierung. „Wir befreien Bürger, Unternehmen und Verwaltung von unnötigen analogen Pflichten. Also: Was digital einfacher geht soll auch digital gehen“, sagt Pröll. Als Beispiel nennt er, dass die verpflichtende Barzahlung oder mehrfach auszudruckende Antragsunterlagen zukünftig wegfallen und durch digitale Wege ersetzt werden würden.

„Herzensprojekt“: Das Once-Only-Prinzip

Einer der dreizehn Punkte ist die langfristige Verwirklichung des Once-Only-Prinzips. Unternehmen müssten dadurch künftig keine Nachweise mehr vorlegen, die dem Staat ohnehin schon vorliegen. Dadurch würden Amtswege einfacher und schneller gemacht werden. Project X bildet die technologische und organisatorische Grundlage, um das Once-Only-Prinzip in der österreichischen Verwaltung in die Realität umzusetzen. Durch den Ausbau der zentralen Datenmanagement-Infrastruktur (dadeX) im Rahmen dieses Projekts wird sichergestellt, dass der Staat bereits vorhandene Daten selbstständig abrufen und verknüpfen kann.

„Das ist eines meiner Herzensprojekte, weil ich glaube, dass es eine maßgebliche Veränderung herbeiführen wird. […] Das ist ein Projekt, das definitiv über die nächsten zwei Jahre gehen wird, weil wir die Register ordnen müssen, wir müssen die Datenqualität erhöhen und wir müssen Schnittstellen schaffen. Aber es ist zentral, um einen modernen, effizienten und vor allem digitalen Staat zu haben“, so Pröll.

Chatbots bei Verwaltungsverfahren

Mit der neuen AVG-Novelle (Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz) soll der Kontakt zu den Behörden spürbar moderner und unkomplizierter werden. Es wurden rechtliche Regeln für den Einsatz von digitalen Helfern in der Verwaltung präsentiert. Das bedeutet, dass künftig Chatbots und digitale Assistenten ganz offiziell und rechtlich abgesichert dabei helfen dürfen, Bürger:innen und Unternehmen Schritt für Schritt durch Formulare zu führen. Gleichzeitig können einfache Standardfälle in Zukunft vollautomatisch erledigt werden. Insgesamt soll das Einreichen von behördlichen Anträgen dadurch leichter und zugänglicher werden. Die AVG-Novelle zur digitalen Verwaltung wurde bereits im März 2026 beschlossen.

Einheitliche Regelungen

Pröll spricht auch das Thema „Fleckerlteppich“ in Bezug auf Zuständigkeiten und Aufgabenverteilung in Österreich zwischen Bund, Bundesländern und Gemeinden an. Diese teils sehr komplizierte Verteilung soll klarer werden. Durch die Kompetenzbereinigung wandern bestimmte Zuständigkeiten zum Bund, was einheitliche Regeln im ganzen Land schafft. Pröll nennt hier explizit für Unternehmen relevante Bereiche wie das Bauprodukterecht, das Wettwesen und das kleine Glücksspiel.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

BioCraft: Laborfleisch aus Wien darf nun in der EU verkauft werden