13.02.2023

Billa möchte mit Microsoft effizienter werden – Pilotprojekt in Altenmarkt gestartet

Ein neues Billa-Pilotprojekt in Altenmarkt an der Triesting soll zeigen, wie Digitalisierung und datenbasiertes Energiemanagement den Betrieb von Handelsfilialen effizienter machen und Kosteneinsparungen von bis zu 25 Prozent ermöglichen kann.
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Billa, Microsoft, Altenmarkt
(c) Tietoevry Austria/ Rafaela Pröll - (v.l.n.r.) Georg Schaider, Head of Electrical Engineering & Energy-Management Rewe, Lukas Keller, Head of Advisory bei Tietoevry Austrias und Jutta Grabenhofer, Sustainability Lead bei Microsoft Österreich.

Der IT-Dienstleister Tietoevry Austria unterstützt, gemeinsam mit Microsoft und „Beckhoff Automation“, Rewe International, sein Billa-Filialnetz nachhaltiger zu betreiben. Und den Energiekosten-Druck auf die Handelsspannen zu mindern. 2023 sollen weitere optimierte Supermärkte folgen.

Das Billa-Problem: Datensilos

Rewe International gilt als einer der größten Energieverbraucher des Landes; allein die Handelsmarke Billa betreibt hierzulande mehr als 1.200 Supermärkte. Dort sind viele unterschiedliche Gewerke im Einsatz, etwa Heizung, Klimatisierung, Beleuchtung, Lüftung, Backöfen bis hin zu Kühlregalen und Gefriertruhen. Mit einem Problem: Die einzelnen Steuerungen der Gewerke waren bislang nicht vernetzt und erzeugten voneinander abgeschottete „Datensilos“, die eine zentrale Überwachung aller Anlagen verhinderten.

Zur Lösung dieser Herausforderungen hat das Digitalisierungs-Unternehmen Tietoevry eine Internet of Things (IoT)-Lösung entwickelt. Im Billa-Supermarkt in Altenmarkt an der Triesting werden nun alle Daten zentral erfasst und über eine europäische Cloud-Lösung von Microsoft (Microsoft Cloud for Sustainability) verwaltet. Ein Dashboard stellt in der Filialleitung alle wichtigen Statusinformationen der Gewerke dar.

Energiemanagement

„Das Personal kann nun vor Ort transparent überwachen, ob alle technischen Systeme des Marktes optimal funktionieren, ob eine Abweichung bzw. Störung selbst behoben werden kann oder ob ein:e Instandhaltungstechniker:in gebraucht wird. Bei Auffälligkeiten wird das Personal alarmiert und kann datenbasiert sofort die richtigen Energiemanagement-Entscheidungen treffen“, erklärt Lukas Keller, Head of Advisory bei Tietoevry Austria, die Vorteile.

Georg Schaider, Head of Electrical Engineering & Energy-Management bei der Rewe International AG ergänzt: „Angesichts steigender Energiekosten wird ein energieeffizientes Facility-Management wirtschaftlich immer relevanter. Denn die hohen Energiekosten knabbern an der Handelsspanne. Zudem lebt Rewe Nachhaltigkeit als zentralen Unternehmenswert. Mit dem ersten smarten und energieeffizienten Billa setzen wir einen wichtigen Schritt, die Märkte künftig noch sparsamer und nachhaltiger zu betreiben und diese Lösung schrittweise auszudehnen. Bei unserem österreichweiten Filialnetz ist die Hebelwirkung entsprechend groß.“

Die neu eingeführte Lösung soll sich positiv auf Energieeffizienz und -kosten des Marktes sowie auf die Lebensdauer installierter Anlagen auswirken. Zum Beispiel durch Vermeidung unnötiger und teurer Energie-Spitzen. Durch gesammelte Daten im Dashboard sei es möglich, rasch unnötige Energieverbraucher zu erkennen und abzustellen. Wenn beispielsweise in der Backabteilung die Öfen angeworfen werden, könnten im Gegenzug die Kühlsysteme für eine halbe Stunde abgedreht werden. Weitere Effizienzsteigerungen betreffen „Predictive Maintenance“ von Anlagen und Geräten und Energieautarkie dank Photovoltaik (PV) und Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Negative CO₂-Bilanz bis 2023 als Ziel

„Mit der Cloud for Sustainability helfen wir Organisationen bei der Ermittlung, Berichterstattung und Reduktion ihres ökologischen Fußabdrucks“, sagt Jutta Grabenhofer, Sustainability Lead bei Microsoft Österreich. „Die Klimawende kann uns aber nur gelingen, wenn wir alle Transparenz über unsere Emissionen sicherstellen und diese mit unseren Partnern teilen, um gemeinsam das Reduktionsziel zu erreichen. Cloudbasierte Lösungen bringen nicht nur einen technologischen Mehrwert, sondern ermöglichen auch einen ökologischen Vorteil aufgrund des drastisch reduzierten Fußabdruckes der Cloud. Die Erfolgsgeschichte von Rewe und Tietoevry zeigt, dass Partnerschaften und die Nutzung von cloudbasierter Technologie der richtige Weg sind, um unser ambitioniertes Ziel einer negativen CO₂-Bilanz bis 2023 zu erreichen.“

Mit den richtigen Effizienz- und Sparmaßnahmen kann, je nach Größe und Beschaffenheit eines Marktes, ein Einsparungspotenzial von bis zu 25 Prozent realisiert werden, so die Kalkulation.

Billa-Projekt als „Role Model“

„Handelsunternehmen sollten dieses Optimierungspotenzial nicht ungenutzt brachliegen lassen“, so Lukas Keller abschließend. „Das niederösterreichische Leuchtturm-Projekt von Billa ist ein Role Model für weitere Märkte und zeigt, wie transparentes Datenmanagement und innovative Technologien nachhaltigen Nutzen stiften können – für Menschen, fürs Wirtschaften und unsere Umwelt.“

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
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Anfang 2025 war Dream mit einer 100 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde zum Unicorn geworden (brutkasten berichtete). Nun holte sich das Scaleup erneut frisches Kapital. Mit einem Investment von 260 Millionen US-Dollar erreicht es in seiner Series-C-Kapitalrunde eine Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler „und weiteren globalen Investoren“.

„Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt“, kommentiert Co-Founder und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als President von Dream fungiert.

Auch Co-Founder mit bekannter Vorgeschichte

Nicht nur sein Name ist ein klingender. Auch Mitgründer und CEO Shalev Hulio erlangte bereits zuvor internationale Bekanntheit. Als Co-Founder und Ex-CEO des Unternehmens NSO hatte er mit dessen Spionagesoftware Pegasus, die an Staaten vertrieben wurde, weltweit für Kontroversen gesorgt. Mit Dream wechselte Hulio vom Cyber-Offensiv- in den Cybersecurity-Bereich. Die Zielgruppe hat aber eine große Überschneidung: Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur. In diesem Bereich ist freilich auch der Ex-Kanzler bestens vernetzt.

Digitale Souveränität als neues Verkaufsargument

Im Produkt setzt Dream mit seinem „Cyber Language Model“ voll auf Künstliche Intelligenz, im Narrativ mittlerweile auch auf Digitale Souveränität, die zuletzt vor allem in Europa zum großen Thema wurde. „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA“, sagt Kurz.

Und Hulio legt nach: „Wer die Kontrolle über seine KI verliert, verliert langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. So wie es undenkbar wäre, die Kontrolle über Verteidigung, kritische Infrastruktur oder die Innere Sicherheit aus der Hand zu geben, wird es künftig undenkbar sein, keine vollständige Kontrolle über die eigenen KI-Systeme zu haben.“ Dass KI-Modelle, auf denen zentrale Elemente staatlichen Handelns abgestützt sind, über Nacht abgestellt werden können, sei keine theoretische Debatte, wie man zuletzt bei „Fable“ von Anthropic gesehen habe, argumentiert man beim Unternehmen.

Cybersecurity: KI als Herausforderung und Lösung

Und wie will Dream das konkret lösen? Die KI-Systeme des Scaleups arbeiten laut Unternehmen „in einer völlig souveränen und sicheren Umgebung“. Dort biete man unter anderem einen umfassenden Cyber-Abwehr-Schirm, strukturiere sensible Daten als Entscheidungsbasis und decke noch unbekannte Cybersecurity-Schwachstellen („Zero Days“) auf. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich Cybersicherheit grundlegend verändert. Herkömmliche Systeme können keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Nur durch den konsequenten Einsatz von KI auch in der Cyber-Abwehr ist ein Schutz auch in der Zukunft möglich“, sagt Hulio.

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