02.12.2015

Bill Gates, Richard Branson &Co setzen auf unsere Zukunft

Das Vorhaben klingt wie aus einem James Bond Film: Die "Mission Innovation" soll die Welt retten. Der Gegner im teuren Kampf, den Bill Gates mit Millionärsfreunden wie Jeff Bezos (Amazon), Mark Zuckerberg von Facebook, Virgin-Gründer Richard Branson oder Jack Ma (Alibaba) führt, ist kein Unbekannter: Der Klimawandel.
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Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energien - aber die müssen auch finanziert werden.

Zwei Milliarden-Programme von zwanzig Staaten und fast 30 Privatunternehmern kämpfen zusammen gegen die voranschreitenden Klimaveränderungen. Am Montag in Paris wurde über das Abkommen zum Weltklimaschutz beraten. Bill Gates führt dabei die namhafte Liste der millionenschweren Unterstützer an. Sie hat auch einen Namen: Die Privatinvestoren haben sich unter dem Deckmantel der „Breakthrough Energy Coalition“ zusammen geschlossen.

Neben dem Privatkapital, müsse allerdings auch öffentliches Fördergeld fließen, so der Deal. 20 Länder haben sich nun verpflichtet, ihre Investitionen in grüne Energien bis 2020 zu verdoppeln. Das staatliche Geld werde dann für Grundlagenforschung eingesetzt. Der Privatsektor soll mit den Ergebnissen Produkte für die saubere Energieversorgung entwickeln. Der positive Nebeneffekt: Mit den Produkten soll auch Geld verdient werden.

“In der Mitte des Jahrhunderts wird man auf der Welt 50 Prozent mehr Energie nutzen, als heute. Das sind eigentlich gute Neuigkeiten, vor allem für die Ärmsten der Armen auf der Welt, denn heutzutage leben über eine Milliarde Menschen ohne Zugang zu Energie“, schreibt Microsoft-Gründer Bill Gates in seinem Blog. Aber das wachsende Verlangen nach mehr Energie stelle auch ein großes Problem dar, denn es fördere den Klimawandel.

Die erneuerbaren Technologien, die wir heutzutage bereits haben, wie Wind- oder Solarenergie, seien bereits ein Pfad am Weg zu einer umweltschonenden Zukunft. Allerdings müsse man noch viel mehr Möglichkeiten erforschen. „Private Unternehmen werden die Energie-Durchbrüche letzlich entwickeln, ihre Erfolge müssen aber auf der Grundlagenforschung basieren, die nur der Staat unterstützen kann. Beide haben ihre Rolle“, so Gates.

In diesem Video erklärt Bill Gates, was man tun muss, um den Klimawandel aufzuhalten:

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Prewave
Harald Nitschinger, Gründer von Prewave | (c) Prewave

Es nennt sich Quantified Resilience und soll zeigen, was Lieferkettenrisiken tatsächlich kosten. Das neue Portfolio des Wiener Startups adressiert die Risikolandschaft für globale Lieferketten, die sich seit Covid, der Chipknappheit sowie dem Krieg im Iran und in Russland verändert hat. Unternehmen haben in den vergangenen Jahren darauf reagiert und auf mehr Transparenz gesetzt, mehr Lieferanten überwacht und mehr Signale und Warnmeldungen verfolgt. Doch Einkaufsteams wollen nicht mehr Informationen, meint Co-Founder und seit Jänner alleiniger CEO Harald Nitschinger. „Sie wollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage“, sagt er und bezieht sich auf eine Gartner-Studie aus 2026 mit dem Titel: „Market Overview for Supplier Risk Management Solutions.“ Teams, die ihre Zeit damit verbringen, schwer fassbare Risiken bei Sub-Tier-Lieferanten zu recherchieren und zu bewerten, hätten kaum Kapazitäten, um langfristige Resilienz aufzubauen.

Prewave: KI-Agenten übernehmen Recherche

Hier soll Quantified Resilience helfen, die globalen Risikodaten von Prewave mit den eigenen Daten eines Unternehmens zu verbinden, darunter Stücklisten, Lagerbestände, alternative Bezugsquellen und Umsatzzahlen. Spezialisierte KI-Agenten würden dann die Recherche übernehmen, Risiken priorisieren und deren mögliche finanzielle Auswirkungen auf das Unternehmen bewerten.

Ein Bestandteil des neuen KI-Portfolios heißt Prewave Respond und beinhaltet KI-Agenten, die Signale aus der gesamten Plattform bündeln und Risikosituationen danach ordnen, wie dringend Handlungsbedarf besteht. Risikomanager würden so auf einen Blick sehen, welche Situationen jetzt Aufmerksamkeit erfordern und welche warten können. Die Agenten lassen sich an die eigenen Prozesse und Prioritäten des jeweiligen Unternehmens anpassen.

Plattform zeigt Betroffenheit

„Die Bewertung einer Störung hat unser Risikoteam früher einen halben Tag gekostet, plus Abstimmung mit den Konzerneinkäufern, um die Auswirkungen auf die Lieferanten zu verifizieren“, erklärt Verena Rausch, Group Risk Manager bei der Vaillant Group, wie Prewave den Aufwand bei der Bewertung einzelner Störungen reduziert. „Beim Erdbeben von Kumamoto hat Prewave rund 50 aufgezeigte Lieferanten auf 11 eingegrenzt, die geprüft werden mussten, und einen unmittelbaren Produktionsstopp aufgezeigt. Das verkürzt den Zeitaufwand für jede Bewertung.“

Der Schlüssel zu dieser Priorisierung liege darin zu verstehen, was eine Störung für das Geschäft bedeutet. Die Prewave-Plattform kombiniert Informationen zu globalen Ereignissen, Lieferantenstandorten, Tier-n-Beziehungen und Rohstoffabhängigkeiten mit den eigenen Lieferketten- und ERP-Daten des Unternehmens. Sie zeige so, welche Lieferanten, Materialien oder Produkte tatsächlich betroffen sind.

Für Nitschinger ist Quantified Resilience der nächste Schritt im Umgang mit zunehmend komplexen Lieferkettenrisiken: „Unseren Kunden fehlt es nicht an Informationen. Im Gegenteil, sie werden mit Warnmeldungen, Ratings und Lieferanten-Updates überflutet. Wir geben ihnen jetzt Werkzeuge an die Hand, die diese Signale in eine konkrete Entscheidungsgrundlage verwandeln: Was verdient meine Aufmerksamkeit? Wo bin ich tatsächlich exponiert? Was steht finanziell auf dem Spiel? Und wo sollten wir Resilienz aufbauen, um die größte Wirkung zu erzielen? Quantified Resilience macht diese Zusammenhänge messbar und damit steuerbar.“

Resilienz von Kostenfaktor soll zur Investitionsentscheidung werden

Über die Priorisierung hinaus berechnet Prewave die finanziellen Auswirkungen einer Störung anhand von Daten wie Lagerbeständen, Stücklisten und Umsatz, heißt es. Damit soll die Resilienz von einem Kostenfaktor zu einer Investitionsentscheidung werden. Unternehmen könnten Ausgaben dorthin lenken, wo sie am meisten bewirken, und sie gegenüber Geschäftsführung und Vorstand mit belastbaren Zahlen untermauern.

Künftig will Prewave diesen Ansatz nutzen, um die Lieferketten seiner Kunden ganzheitlich und proaktiv zu optimieren. Prewave Optimise, ein weiteres Tool aus der „Quantified Resilience“-Strategie, das sich derzeit in der Beta-Phase befindet, soll zeigen, wo Absicherungen über das notwendige Maß hinausgehen und wo gefährliche Lücken bestehen. Ziel ist ein Lieferantennetzwerk, das Kosten und Resilienz entsprechend der individuellen Risikobereitschaft eines Unternehmens ausbalanciert.

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