20.05.2020

Bill Gates‘ VC investiert in Virus-Test-Firma – Gespräche seit Sommer 2019

Die von Microsoft-Gründer Bill Gates und der US-Bank JP Morgan Chase betriebene Life Science-Investmentgesellschaft Adjuvant Capital steigt mit 10 Millionen US-Dollar beim BioTech-Unternehmen ChromaCode ein, das mit seiner Technologie die Coronavirus-Testkapazitäten verdreifachen will.
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Coronakrise Coronavirus - Bill Gates' VC investiert in Virus-Test-Firma ChromaCode
(c) Adobe Stock / sdecoret

Bereits seit 2012 betreibt Microsoft Gründer Bill Gates gemeinsam mit der US-Bank JP Morgan Chase die auf Life Science-Unternehmen spezialisierte Investmentgesellschaft Adjuvant Capital. Ebenfalls seit 2012 gibt es das kalifornische BioTech-Unternehmen ChromaCode. Dieses arbeitet an einer Technologie, mit der Virus-Tests mit den bestehenden Geräten effizienter durchgeführt werden können und so die Testkapazitäten erhöht werden können, sowie auf mehrere Krankheiten gleichzeitig getestet werden kann. Inzwischen hat das Unternehmen sein Verfahren auch auf das neuartige Coronavirus adaptiert und gibt an, die Covid-19-Testkapazität so verdreifachen zu können.

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Gespräche mit VC von Bill Gates und JP Morgan Chase schon seit Mitte 2019

Wie das US-Magazin TechCrunch berichtet, investierte Adjuvant Capital nun in das BioTech. Dem Portal Crunchbase zufolge, soll dieser zweite Teil einer Serie C-Kapitalrunde ein Volumen von 10 Millionen US-Dollar gehabt haben. Die Venture Capital-Gesellschaft von Bill Gates und JP Morgan Chase ist jedoch nicht erst durch das neue Covid-19-Testverfahren auf ChromaCode aufmerksam geworden. Tatsächlich liefen die Gespräche bereits seit Sommer 2019, wie Adjuvant Capital Managing Partner Jenny Yip gegnüber TechCrunch sagt. Die Technologie habe beim VC-Fonds bereits damals für Aufmerksamkeit gesorgt, auch wenn das Problem mangelnder Testkapazitäten sich erst jetzt so massiv zeige.

ChromaCode: Verdreifachung der Coronavirus-Testkapazität

Die große Stärke der aus Forschung am California Institute of Technology hervorgegangenen Technologie von ChromaCode ist die Möglichkeit, bei einem Test mehrere Parameter gleichzeitig zu analysieren. Gründer Alex Dickinson erklärt gegenüber TechCrunch: „Im Moment werden beim Coronavirus-Basistest drei verschiedene Dinge analysiert. Die dafür genutzten Geräte können 96 Testungen gleichzeitig durchführen. Allerdings brauchen sie drei dieser Testungen für einen kompletten Test. Wir lassen sie alle drei Testungen auf einmal durchführen, wodurch sich eine Verdreifachung der Kapazität ergibt“. Anstatt einer einzelnen Farbe wird bei Test des BioTech-Unternehmens ein Farbverlauf ausgegeben, aus dem sich die unterschiedlichen Parameter – etwa auch von mehreren unterschiedlichen Krankheitserregern – auslesen lassen.

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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Sie machte Wien zum beliebten Standort für die EU-Niederlassungen internationaler Krypto-Unternehmen: die EU-Kryptoregulierung MiCAR. Denn die heimische Finanzmarktaufsicht FMA genießt den Ruf, bei der Erteilung der für das Krypto-Geschäft in der EU notwendigen MiCAR-Lizenz hart, aber fair zu sein.

FMA: „MiCAR auch im Enforcement angekommen“

Nach einigen Meldungen rund um die Erteilung solcher Lizenzen – und in einem Fall einer vorübergehenden Sanktionierung – in den vergangenen Monaten, erfolgte nun erstmals die Verhängung einer Strafe wegen eines MiCAR-Verstoßes durch die FMA. „Damit wird sichtbar, dass die MiCAR nicht mehr nur ein Konzessions- und Aufsichtsthema ist, sondern auch im Enforcement angekommen ist“, heißt es von der Behörde in einer Aussendung dazu.

Termin-Fehler und fehlende Telefonnummer und Mail-Adresse

Getroffen hat es ausgerechnet Österreichs Krypto-Regulatorik-Musterschüler Bitpanda. Konkret machte das Wiener Unicorn bei der Veröffentlichung eines Whitepapers im Zuge eines Token-Launchs im vergangenen Jahr einige Termin- bzw. Formfehler, wie aus der Bekanntmachung der FMA hervorgeht: Das Whitepaper hätte laut Regelwerk bis spätestens 20 Werktage vor Veröffentlichung an die FMA übermittelt werden müssen, was nicht passierte; eine Marketingmitteilung zum Whitepaper wurde unerlaubterweise bereits vor dessen Veröffentlichung verbreitet; und in einer weiteren Marketingmitteilung fehlten ein Disclaimer, eine Telefonnummer und eine Mail-Adresse.

„Unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben“

70.000 Euro Strafe wurden letztlich verhängt. Seitens Bitpanda stellt man auf brutkasten-Anfrage klar: „Alle von der FMA aufgezeigten Punkte wurden jeweils unmittelbar nach dem behördlichen Hinweis in Abstimmung mit der FMA behoben. Wir haben uns für eine rasche, einvernehmliche Beendigung des Verfahrens entschieden. Die Veröffentlichung erfolgte nach dem österreichischen MiCA-Vollzugsgesetz. Das Verfahren ist damit abgeschlossen.“

Zudem betont man beim Scaleup: „Kundengelder, die Sicherheit unserer Plattform oder die Integrität des Bitpanda-Ökosystems waren zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt. Aus den beanstandeten Punkten ist unseren Kundinnen und Kunden kein finanzieller Schaden entstanden.“

Analyse: Musterschüler als erster Bestrafter als falsches Signal

Das genau Bitpanda die erste Strafe auf MiCAR-Basis ausfasst, ist nachvollziehbar und könnte dennoch ein falsches Signal aussenden. Als größter heimischer Player, der in seinen Prozessen eng mit der FMA zusammenarbeitet, überrascht es nicht, dass gelegentlich Formfehler nicht nur passieren sondern auch unmittelbar bemerkt werden. Indessen sind einige große internationale Player weiterhin ohne MiCAR-Lizenz am heimischen Markt aktiv und entziehen sich erfolgreich der Strafverfolgung. Dass der Formfehler durch die FMA verfolgt wird ist korrekt und konsequent; dass ausgerechnet Bitpanda damit zum Exempel wird, wird den großen regulatorischen Themen am Krypto-Markt aber nicht gerecht.

In der Aussendung der FMA äußert man sich zu dieser Thematik indirekt und gewohnt sachlich: „Der Umstand, dass es sich um den ersten veröffentlichten MiCAR-Fall handelt, begründet für sich genommen keine Sonderstellung des betroffenen Unternehmens oder der festgestellten Verstöße.“

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Bill Gates‘ VC investiert in Virus-Test-Firma – Gespräche seit Sommer 2019

  • Bereits seit 2012 betreibt Microsoft Gründer Bill Gates gemeinsam mit der US-Bank JP Morgan Chase die auf Life Science-Unternehmen spezialisierte Investmentgesellschaft Adjuvant Capital.
  • Ebenfalls seit 2012 gibt es das kalifornische BioTech-Unternehmen ChromaCode.
  • Dieses arbeitet an einer Technologie, mit der Virus-Tests mit den bestehenden Geräten effizienter durchgeführt werden können und so die Testkapazitäten erhöht werden können, sowie auf mehrere Krankheiten gleichzeitig getestet werden kann.
  • Nun steckte Adjuvant Capital 10 Millionen US-Dollar in ChromaCode.
  • Die Venture Capital-Gesellschaft von Bill Gates und JP Morgan Chase ist jedoch nicht erst durch das neue Covid-19-Testverfahren auf ChromaCode aufmerksam geworden.
  • Tatsächlich liefen die Gespräche bereits seit Sommer 2019, wie Adjuvant Capital Managing Partner Jenny Yip gegnüber TechCrunch sagt.

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  • Ebenfalls seit 2012 gibt es das kalifornische BioTech-Unternehmen ChromaCode.
  • Dieses arbeitet an einer Technologie, mit der Virus-Tests mit den bestehenden Geräten effizienter durchgeführt werden können und so die Testkapazitäten erhöht werden können, sowie auf mehrere Krankheiten gleichzeitig getestet werden kann.
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  • Ebenfalls seit 2012 gibt es das kalifornische BioTech-Unternehmen ChromaCode.
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  • Die Venture Capital-Gesellschaft von Bill Gates und JP Morgan Chase ist jedoch nicht erst durch das neue Covid-19-Testverfahren auf ChromaCode aufmerksam geworden.
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