07.07.2016

Milliardärs-Freunde: Bill Gates verrät, was er von Warren Buffett gelernt hat

Vor beinahe genau 25 Jahren hat der Milliardär Bill Gates den US-Investor Warren Buffett kennengelernt. Seitdem verbindet die beiden eine enge Freundschaft. Nun verrät der Microsoft-Gründer, was er von Buffett gelernt hat und was er an der Freundschaft mit dem Star-Investor schätzt.
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(c) Bill Gates: Seit 25 Jahren verbindet die beiden Unternehmer und Millionäre eine tiefe Freundschaft.

Das Forbes-Magazin listet die beiden unter die Top 3 der reichsten Menschen der Welt. Immerhin: Bill Gates führt die Liste mit geschätzten 75 Milliarden US-Dollar an, Warren Buffetts Vermögen wird auf fast 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Doch den Microsoft-Gründer und den US-Starinvestor verbindet mehr als das. Seit 25 Jahren sind die beiden befreundet. Nun bedankt sich Bill Gates bei seinem Freund in einem Blog-Beitrag und erzählt, was er an Warren Buffett bis heute schätzt.

5. Juli 1991

Anfang Juli im Jahr 1991 haben sich die beiden Unternehmer erstmals kennengelernt. Oft erinnert man sich nicht genau an den Tag, an dem man einen bestimmten Freund kennenlernt, es sei denn, etwas Einschneidendes passiert. Und tatsächlich, ab dem Moment, als Buffett in das Leben von Bill Gates und dessen Ehefrau Melina tritt, sollte sich vieles ändern.

„Warren hat uns dabei geholfen, zwei Sachen zu tun, die man nicht oft genug im Leben tun kann: Mehr zu lernen und mehr zu lachen“, schreibt Gates. So erinnern sich Melinda und Bill Gates bis heute oft an etwas zurück, was Buffett gesagt oder gemacht hat – und beginnen herzhaft zu lachen. Dabei hat es anders angefangen.

+++ Auch interessant: 3.456.789 US-Dollar: So viel kostet ein Abend mit Warren Buffett +++

„Wir passen nicht zueinander“

„Auf den ersten Blick passen Warren und ich nicht zusammen“, schreibt der Microsoft-Gründer „Ich bin ein Tech-Nerd. Er ein Investor, der nicht einmal E-Mails nutzt. Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, dass wir Freunde werden.“

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(c) Gatesnotes.com: Warren Buffett mit Melinda und Bill Gates.

Es sollte anders kommen: Im Jahr 1991 lud Gates Mutter mehrere Freunde ins Ferienhaus. Auch Bill und Melinda Gates sollten kommen. „Ich wollte nicht kommen. Meine Mutter meinte, Warren sei ein interessanter Mensch. Aber ich war überhaupt nicht davon überzeugt“, meint Gates ehrlich. „Schau, meinte ich zu meiner Mutter. Er kauft und verkauft einfach nur bloße Papierstücke. Das ist kein tatsächlicher Mehrwert. Ich glaube nicht, dass wir sehr viel gemeinsam haben.“ Trotzdem habe ihn die Mutter schließlich überzeugen können, zumindest kurz vorbei zu schauen.

Dann traf der Microsoft-Gründer auf Warren Buffett- und seine Meinung änderte sich schlagartig. Buffett fragte Gates, wie eine kleine Firma wie Microsoft gegen IBM eine Chance haben könnte und über das Software Business ganz generell aus. Fragen, die nie jemand zuvor gestellt hatte. Plötzlich verloren sich die beiden in einer langen Konversation – und die Stunden vergingen.

„Er war witzig, aber was mich am meisten beeindruckte, war, was für eine klare Weltanschauung er hatte. Es war der Beginn einer tiefen Freundschaft, von der ersten Konversation weg“, schreibt Bill Gates über Warren Buffett.

Im Büro hat Bill Gates heutzutage zwei Nummern in der Favoritenliste. Sein Telefon zu Hause und jene von Buffett. „Wenn Warren Zeit hat zum Telefonieren, ist das mein Wochen-Highlight. Ich lerne immer noch Dinge von ihm. Wir reden über Unternehmen, Politik, Innovationen oder aktuelles Weltgeschehen“, so Gates, dem die Meinung des Groß-investors unglaublich wichtig ist.

„What would Warren do?“

Wenn Melinda und Bill Gates bei etwas nicht weiter wissen, fragen sie sich, was Buffett an ihrer Stelle tun würde – und meistens treffen sie dann die richtige Entscheidung. Viele Dinge habe Bill Gates von seinem Freund bereits gelernt. Eine Sache, die er gelernt habe, sei aber am wichtigsten: Über „Freundschaften“ an sich.

„Es geht darum der Freund zu sein, den du gerne selbst haben möchtest. Bis heute fährt Warren jedes Mal noch auf den Flughafen, um mich abzuholen. Es ist eine kleine Geste, aber sie bedeutet mir die Welt.“

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KI, Cybersecurity
@ Tina Schön/schoenfotografiert Wien/Canva - Carolin Desirée Töpfer.

Carolin Desirée Töpfer ist externe Chief Information Security Officer, Cybersecurity-Strategin und Gründerin von Cyttraction mit Fokus auf kosteneffizientes Risikomanagement, sichere KI-Nutzung und Cybersecurity-Zertifizierungen. Mit praxisnahen Lernformaten und strategischer Expertise unterstützt sie regulierte Unternehmen dabei, Sicherheitsanforderungen effizient umzusetzen und nachhaltige digitale Resilienz aufzubauen. In ihrem Beitrag warnt sie vor KI-Cyberangriffen und rät Startups und kleinen Unternehmen Cybersicherheit frühzeitig strategisch zu verankern.


„Wir konzentrieren uns jetzt erst mal auf Produkt, Teamaufbau und Sales – Cybersicherheit machen wir dann später.“ Ein Satz, den ich so oder ähnlich häufig von Gründer:innen höre – und der einige Unternehmen schon Multi-Millionen gekostet hat.

Identität stehlen

Cyberkriminelle haben seit KI ihr Repertoire erweitert und finden Milliarden von bereits geleakten Datasets, mit denen sie arbeiten können. Das Ergebnis sind nicht nur technische Attacken, die es in die Headlines internationaler Medien schaffen. Viel schmerzhafter ist es für Unternehmen, wenn es Angreifer zwischen Arbeitsprozesse schaffen, E-Mails und Nachrichten zwischen Team-Mitgliedern, Geschäftspartnern und mit Kunden manipulieren. Anweisungen versenden, die zweifellos echt aussehen und dann mit ganzen Sammlungen an sensiblen Daten verschwinden. Die Identität des CxO stehlen oder Entführungen von Führungskräften vortäuschen, um dem Unternehmen zu schaden.

Neben dem Zeitverlust, der Budget-Verschwendung und den Aufräum-Kosten, kommt dann auch noch der Vertrauensverlust am Markt hinzu, gegenüber Kunden und Investoren. Dinge, auf die Gründer:innen oft erst kommen, wenn es bereits zu spät ist.

„Gesunder Menschenverstand“ oder „Hausverstand“ existiert nicht in der Cybersicherheit!

Aufgrund der oft vernachlässigten digitalen Bildung in Schulen und da viele Arbeitgeber immer noch nicht in effektive Trainings investieren, kommen in jedem Unternehmen Menschen mit ganz unterschiedlichen digitalen Fähigkeiten zusammen. Das gilt für Startup-Teams, Kunden und Investoren gleichermaßen. Hinzu kommen volle ToDo-Listen, Stress-Situationen und die eigene Scham.

Angreifer lieben gestresste, beschämte Arbeitstiere!

Ob jemand in so einem Umfeld eine gefälschte KI-Mail erkennt, die im schlimmsten Fall noch aus dem echten Postfach eines gehackten Geschäftspartners kommt, ist nur noch Glücksfall.

Trotzdem gibt es Teams, die tägliche Angriffe auf allen Ebenen erfolgreich abwehren – weil sie eine holistische Cybersicherheits-Strategie implementiert haben. Diese besteht je nach Geschäftsmodell und Branche aus einem präzisen Projektmanagement und zwischen 60 und 90 Einzelmaßnahmen. Zweck ist in erster Linie der umfassende Schutz der eigenen Arbeit. Gleichzeitig erfüllt das Unternehmen damit Anforderungen von Kunden sowie regulatorische Vorgaben, von denen Gründer:innen oft nicht einmal wissen.

Erste Basis-Maßnahmen sind auch für Startups mit kleinem Budget machbar!

Jede/ r hat heutzutage Angst, gehackt zu werden, Geld zu verlieren und seine eigenen sensiblen Informationen öffentlich im Internet zu finden. Das sehe ich nicht nur an den Fragen, die ich über meine „Social Media“-Kanäle bekomme. Dabei können schon 30-Minuten-Team-Meetings einen enormen Unterschied machen. Offen über Angriffsszenarien und Ängste sprechen, gleichzeitig die aktuellen Sicherheits-Maßnahmen ins Gedächtnis rufen, erhöhen die Aufmerksamkeit für Cyber-Themen sofort!

Auch um Ruhe reinzubringen. Denn wer sowieso immer gleich springt, wenn eine neue Aufgabe um die Ecke kommt, wird wahrscheinlich auch die Aufgaben von Hackern erfüllen. Klare Arbeitsprozesse, 4-Augen-Prinzip und die allgemeine Erlaubnis im Team, Dinge kritisch zu durchdenken, noch zweimal nachzufragen, oder einfach mal kurz durchzuatmen, hat schon so einige teure Fehler verhindert.

Verantwortlichkeiten in ruhigen Zeiten klären

Den größten Hebel haben dabei Gründer und Entscheider. „Founder Mode“ bedeutet oft auch, vieles selbst zu machen. IT Systeme und Sicherheits-Lösungen sind mittlerweile aber so komplex, dass sich das Investment in einen seriösen IT-Dienstleister lohnt. Viele bieten auch eine Hotline für Notfälle an.

Wesentlich günstiger ist es allerdings, diese Notfälle zu verhindern. Denn nach meiner Erfahrung brauchen selbst schnelle kleine Unternehmen sechs bis zwölf Monate, um eine funktionierende Cybersicherheits-Strategie mit allen Maßnahmen aufzubauen. Neben den technischen Upgrades, müssen dabei auch die organisatorischen Strukturen sitzen.

Wo klar ist, wer was wann macht und auch, wer sich um die Cybersecurity Maßnahmen kümmert, Aufräum-Aktionen, Updates und Backups organisiert, geht weniger schief. Bei kleinen Unternehmen muss die Person nicht einmal einen IT-Hintergrund mitbringen. Es beginnt mit Interesse am Thema, Projektmanagement-Skills und der Bereitschaft, das Team regelmäßig mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Konflikte eingehen, um sichere Lösungen zu finden

Und auch darum, Konfliktsituationen smart zu lösen. Zum Beispiel beim Thema „Zugriff und Zutritt„: Nicht jeder sollte Zugriff auf alles haben. Dabei geht es nicht darum, Team-Mitglieder zu degradieren, sondern eine saubere Segmentierung zu schaffen. Am stärksten trenne ich hier zwischen Marketing und Kern-Business.

Alles, was sowieso für die Öffentlichkeit und mit verschiedenen Partnern produziert wird, findet bei mir selbst sogar in einer anderen Firma statt. Für Kunden richten wir technische Lösungen und Prozesse ein, die kreatives Marketing erlauben, Kunden-Kommunikation klar strukturiert und gleichzeitig das eigentliche Geschäftsmodell und die damit verbundenen Daten auf einem hohen Level schützt. Wer mit besonders sensiblen Informationen arbeitet, seine Patente aus Forschung und Entwicklung schützen will oder an einer einzigartigen Datenbasis für KI-Modelle arbeitet, kann über Segmentierung kosteneffizient Datenintegrität dort gewährleisten, wo sie wirklich notwendig ist.

Solche Konzepte stehen und fallen mit sicheren Login-Lösungen und der Bereitschaft aller Nutzer, diese auch zu nutzen. Die Aktivierung von 2 Faktor- oder Multi-Faktor-Authentifizierung führt dabei immer wieder zu Diskussionen.

Passwörter reichen schon lange nicht mehr aus, um Accounts zu schützen. Häufig bekommen Nutzer nur über die Abfrage des 2. Faktors mit, dass gerade ein Angreifer versucht, in ihren Account zu kommen.

Keine Schatten-IT, keine Schatten-KI

Wesentlich einfacher wird es, wenn alle im Team wirklich nur die Accounts nutzen, die sie wirklich für ihre tägliche Arbeit brauchen – und die sichere Funktion dieser über regelmäßige Tests oder technisches Tracking sicherstellen. So lässt sich auch vermeiden, dass das eigene Unternehmen zehn Tage offline und per E-Mail nicht erreichbar ist. Wie es zuletzt einer Wiener Geschäftsinhaberin passiert ist.

Auch aus wirtschaftlichen Gründen, kaufen Unternehmen kaum noch komplette Enterprise-Lizenzen für alle Mitarbeiter. Und auch bei Startups lohnt es sich, Lizenzen mindestens einmal im Jahr auszumisten und den jeweiligen Support zu bitten, vorhandene Daten EU DSGVO-konform zu löschen. Denn Accounts die ordentlich gelöscht wurden, können auch nicht zu Datenlecks führen.

Das gleiche gilt für alle KI Tools. Wer ein klares Prüfschema verfolgt, sich nicht vom Hype treiben lässt, unkontrolliertes Vibe Coding verhindert und auch hier ungenutzte Accounts wieder ordnungsgemäß löscht, kann von KI Effizienz profitieren, ohne seine eigene Arbeit oder gleich das ganze Unternehmen zu zerstören.

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