08.02.2021

BIG holt sich Startup-Hilfe für Gebäude-Digitalisierung

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ist einer der größten Immobilieneigentümer Österreichs. Über den VERBUND X Accelerator kooperiert sie nun mit dem Tiroler Startup Build Informed.
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BIG BIM
(c) Adobe Stock - Blue Planet Studio

Mehr als 400 Schul- und über 200 Uni­ver­si­täts­liegen­schaf­ten – das ist nur ein Teil des umfassenden Portfolios der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Entsprechend herausfordernd ist die Aufgabe, die Digitalisierung in den vielfältigen Leistungsbereichen der BIG entsprechend voranzutreiben. Im Immobiliensektor wird dafür vor allem die Arbeitsmethodik „BIM“ (Building Information Modeling) eingesetzt, mit der digitale Gebäudezwillinge erstellt werden können. Eine passende Lösung dafür könnte ein Tiroler Startup bringen. Denn die BIG startete im Rahmen des VERBUND X Accelerators ein Proof of Concept-Projekt mit Build Informed aus Innsbruck.

„Für die Zusammenarbeit haben wir uns zwei große Ziele gesteckt: Erstens, den potenziellen Nutzen von BIM bzw. digitalen Gebäudemodellen für unser Unternehmen zu identifizieren. Und zweitens, die praktische Umsetzung davon“, erklärt Elena Treiber aus dem Projekt-Team der BIG. Und für eben diese praktische Umsetzung gibt Build Informed CTO Olaf Hermann ein klares Motto aus: „Wir haben gesagt: Vergesst ‚Hollywood-BIM‘, das ist viel zu aufwendig! Ihr braucht eine Lösung, die einfach und auf euch zugeschnitten ist.“ Sprich: Jedes Gebäude im Detail digital wiederzugeben wäre unnötig aufwendig und teuer. Stattdessen arbeitet man im gemeinsamen Projekt „BIG BIM“ mit Punktwolken und Raummodellen im Rahmen eines Web-Viewers.

Projekt „BIG BIM“: „Sind guter Dinge“

„Es ist ein idealer Wissensaustausch zwischen uns und Build Informed. Sie bringen definitiv die nötige BIM-Expertise mit“, sagt Elena Treiber. Dieses Lob gibt Jakob Hirn, CEO des Startups, zurück: „Wir haben sehr kompetente Ansprechpartner bei der BIG, die uns immer die Informationen liefern, die wir brauchen. Und vor allem haben sie ein Mindset, das wirklich nach vorne gerichtet ist.“

Noch geht es bei „BIG BIM“ bloß um ein Beispiel-Gebäude. „Die weitere Vorgehensweise ist natürlich vom Erfolg des Projekts abhängig. Wir sind aber guter Dinge, dass wir es fortführen können und die Prozesse weiter vertiefen“, sagt Elena Treiber. Und Jakob Hirn ergänzt: „Im Idealfall wissen wir nach der !!Proof of Concept-Phase, was die effektivsten Maßnahmen sind, die wir einleiten können.“

Ursprünglich hatten sich mehr als 300 Startups aus 43 Ländern für die Teilnahme im VERBUND X Accelerator – the Energy & Infrastructure Innovation Platform beworben. In einem mehrstufigen Auswahlprozess wurden schließlich die sechs Teams, die sich derzeit in der Acceleration-Phase befinden, bestimmt. Drei Teams werden dabei von VERBUND selbst gestellt, jeweils eines von den Partnern OMV, Post und BIG.

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Geschätsführer Christian Stranzinger | (c) Secu-Tech

Wenn Benzin, Öl und Diesel in die Umwelt gelangen, dann hat das oftmals katastrophale Auswirkungen für das Ökosystem. Allein in Deutschland sind laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) im Jahr 2025 rund 5,9 Millionen Liter wassergefährdender Stoffe unkontrolliert in die Umwelt ausgetreten, davon verblieben rund 2,4 Millionen Liter der ausgetretenen Stoffe in der Natur. Secu-Tech aus dem Bezirk Baden möchte dem entgegenwirken und entwickelte ein System, genannt Xpulse, durch das Fehlbefüllungen oder unkontrolliertes Austreten von Treibstoff während einer Tankwagenlieferung vermieden werden sollen. Die Firma aus Leobersdorf setzt dabei u. a. auf eine modulare Systemplattform für den ganzen Tankwagen – die weltweit erste ihrer Art.

Einzigartiger Aufbau

Durch den modularen Aufbau der Plattform sei es möglich, die schrittweise Modernisierung einer Flotte zu planen, denn zusätzliche Funktionen ließen sich als steckbare Module in die Plattform einbinden. „Bestehende Technik bleibt bei bestätigter Kompatibilität weiter nutzbar“, wie es per Aussendung heißt.

Die Plattform bringt Messung, Sicherheitsfunktionen und Bedienung direkt am Fahrzeug zusammen. Dabei setzt Secu-Tech auf verständliche Informationen und eine einfache Bedienung, die den Ablauf sicherer machen sollen. Zentrales Bindeglied zwischen Tankwagen und Bediener ist die Xpulse Core-Unit, also eine Art Computer, mit dem das System gesteuert wird. Das Projekt wird von der FFG gefördert.

„Mehr als 20 Jahre Erfahrung“

Secu-Tech entwickelt Systeme für die sichere Handhabung, Überwachung und Dokumentation von Flüssigkeiten und Gasen. Die Technik des Unternehmens ist an mehr als 5.000 Tankstellen und 500 Tankfahrzeugen im Einsatz. „Mehr als zwanzig Jahre Projekterfahrung fließen in Xpulse ein“, heißt es von Secu-Tech.

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