30.11.2021

Bettidrink: NÖ-Startup mit Getränkeautomat ohne Flaschen und Dosen

Die Automaten von Bettidrink aus Neunkirchen befüllen Flaschen der Kund:innen direkt und sollen so nicht nur der Umwelt nutzen.
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Bettidrink-Gründer Manuel Gollinger (r.) mit Partner Reinhart Adam | (c) Massimo Endrizzi
Bettidrink-Gründer Manuel Gollinger (r.) mit Partner Reinhart Adam | (c) Massimo Endrizzi

An einigen Standorten in Wien und Niederösterreich, etwa in den Schulen der Franziskanerinnen in Zwettl stehen sie bereits: „Betti“-Getränkeautomaten des niederösterreichischen Startups Bettidrink. Die Besonderheit: Bei den Automaten kann man nicht wie üblich Flaschen oder Dosen kaufen, sondern muss eine eigene Flasche bzw. eine, die man beim Unternehmen zuvor erworben hat, mitbringen.

Bettidrink: 1,9 Tonnen CO2-Reduktion pro Jahr pro Automat

„Während die üblichen Automaten nur ein Fassungsvermögen für rund 200 Getränke haben, verfügt ‚Betti‘ über eine zehnmal so hohe Kapazität, da die Getränke nicht abgefüllt in PET- und Glasflaschen sowie Alu-Dosen angeliefert werden“, erklärt Gründer Manuel Gollinger. Weil die Automaten an die Wasserleitung angeschlossen sind könne man auch praktisch unbegrenzt Sodawasser am Standort ausschenken. Leitungswasser gibt es für Nutzer:innen gratis. Das System eigne sich ideal für die Getränkeversorgung von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Organisationen ab einer Größe von 150 Personen, heißt es von Bettidrink.

Man erreiche damit eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes. Konkret könne man pro Standort und Jahr mit „Betti“ rund 1,9 Tonnen C02 vermeiden – das ist mehr als der Verbrauch eines PKW auf 10.000 Kilometern. Zudem vermeide der Automat des Startups jährlich 570 kg Rohöl und 8,7 Kubikmeter Plastikmüll im Vergleich zu herkömmlichen Modellen. „In übereinandergestapelten 0,5 Liter-Plastikflaschen entspricht das umgerechnet 20 mal der Höhe des Wiener Stephansdoms“, vergleicht Gollinger. Und bei all dem sei das Thema Müllverbrennung noch gar nicht berücksichtigt.

Bezahlung per App oder Gutschein-Karte

Nutzer:innen können für die Automaten eine eigene App herunterladen und mit Guthaben aufladen oder sonst Gutschein-Karten nutzen. Dann können sie ein Getränk wählen und den Automaten einen QR-Code scannen lassen. Die App liefert zusätzlich einen genauen Überblick über den Getränkekonsum und das eigene Trinkverhalten. Das Sortiment mit Zutaten aus österreichischer Herstellung ist für jeden Standort individuell wählbar und umfasst eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen von Eistee über Bio-Apfel bis Ingwer und Gurke. Die Getränke kosten zwischen 70 Cent für Sodawasser und 1,20 bzw 1,50 Euro für Erfrischungsgetränke.

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v.l.: Ronald Pranz (COO & CFO), Nikolaus Weber (CEO) und Alexander Ortner (CTO) © 36Agency

Jede Firma sucht nach ihr: Effizienz. Keyvero hilft dabei, diese in Unternehmen zu verbessern. Mit seiner AI Office Solution dokumentiert das Unternehmen, was im Unternehmen passiert und wo Zeit und Qualität verloren gehen. Im vergangenen September beteiligte sich Ronald Pranz mit einem Investment an dem Wiener Startup. Über die Höhe wollte der Investmentbanker aus strategischen Gründen nichts sagen. Nächste Woche stünden Kooperationsverhandlungen mit einem asiatischen Unternehmen an. Nun verlautbarte Keyvero, dass Pranz als COO und CFO bei dem Unternehmen einsteigt.

„Definitiv gut, auch operativ mitzuwirken“

„Bei unserem ersten Auftritt bei Austrian Advantage ist das Produkt sehr gut angekommen und es hat gleich Fahrt aufgenommen. Deshalb habe ich mir gedacht, dass es definitiv sinnvoll ist, auch operativ mitzuwirken“, sagt Pranz gegenüber brutkasten, der auch Inhaber der runprosale GmbH ist, die sich auf Vertriebs- und Finanzstrategien spezialisiert hat. Bei Keyvero lege er seinen Fokus auf die Ausweitung der Marktposition im DACH-Raum und darauf, die nächsten internationalen Wachstumsschritte einzuleiten.

„Eine wesentliche Basis für den gemeinsamen Erfolg bieten die langjährigen Erfahrungswerte seines
Unternehmens, auf die wir in unserer Zusammenarbeit setzen“, sagt Nikolaus Weber, Co-Founder von Keyvero.

Gegründet, um Unternehmen zu entlasten

Keyvero wurde 2026 von Weber und Alexander Ortner gegründet. „Jedes Unternehmen hat Abteilungen, in denen KI heute schon spürbar entlasten könnte. Den meisten Betrieben fehlt jedoch das notwendige Know-how oder die Motivation, um KI in ihre Prozesse zu integrieren. Um diesen Firmen zu helfen, haben wir Keyvero gegründet“, sagt Weber.

Aus den unterschiedlichen Abteilungen in Unternehmen würden unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an KI-Assistenzlösungen resultieren. Die Module von Keyvero arbeiten vernetzt innerhalb des Unternehmens und lernen aus den Informationen der Mitarbeitenden, um diese gezielt zu entlasten. Dabei helfe Keyvero jungen Unternehmen, schneller zu wachsen und etablierten, ihre Marktposition zu stärken.

„Der KI-analytische Ansatz soll unseren Kunden zeigen, wo ein KI-Modul in der Firma überhaupt
Sinn ergibt, um Qualität und Quantität zu optimieren“, heißt es von Keyvero. Pranz ergänzt: „Für die Unternehmen ist es wichtig, sich mit unseren KI-Assistenz-Modulen zu befassen und sie Schritt für Schritt in ihren täglichen Arbeitsablauf einzubauen.“

Keyvero biete auch das Modul Telefonassistenz an, das Wissen über Kundenverhalten strukturiert liefere. Für viele Unternehmen sei das der Einstieg in die Zusammenarbeit mit dem Wiener Startup.

Implizites Wissen nutzbar machen

Ende des Jahres soll der nächste Entwicklungsschritt folgen: Keyvero möchte einen KI-Assistenten auf den Markt bringen, der undokumentierte Arbeitsabläufe und implizites Wissen der Mitarbeitenden nutzbar macht. Dabei würden unterschiedliche unstrukturierte Datenquellen, beispielsweise E-Mails, Gesprächsnotizen oder Dokumente, analysiert werden. Das soll unentdeckte Potentiale sichtbar machen. Ein weiteres Keyvero-KI-Modul könne daraufhin selbstständig Lösungen umsetzen.

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