02.03.2022

BettaF!sh: Veganes Thunfisch Startup aus Berlin expandiert nach Österreich

Die beiden Gründer:innen Deniz Ficicioglu und Jacob von Manteuffel haben sich mit ihrem in Berlin ansässigen Startup BettaF!sh auf die Herstellung von rein pflanzlichen Thunfischalternativen spezialisiert. Nun starten sie die Expansion am österreichischen Markt.
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BettaFish
Die BettaF!sh- Gründer:innen Jacob von Manteuffel und Deniz Ficicioglu | (c) (c)FabianBrennecke

Thunfisch ist weltweit eine der am meisten konsumierten Fischarten. In der Regel findet er sich als Dosenthunfisch auf fast jedem Menü – angefangen bei Pizza und Pasta, über Salate, Baguettes & Co. Gerade weil er so beliebt ist, sind bereits 43 Prozent seiner globalen Bestände überfischt.

Um dieser Spirale entgegenzuwirken haben die beiden Gründer:innen Deniz Ficicioglu und Jacob von Manteuffel das in Berlin ansässige Startup BettaF!sh gegründet, das sich auf die Herstellung von veganen Thunfischalternativen spezialisiert hat. Zum Einsatz kommen dafür Bio-Meeresalgen aus den Fjorden Norwegens und Irlands sowie Proteinen aus der Bio-Ackerbohne, die in Nordfrankreich wächst.

Markterfolg in Deutschland

Ende Oktober 2021 schaffte das noch recht junge Startup mit seinen veganen BettaF!sh „TU-NAH-Sandwiches“ über Aldi den Sprung in den deutschen Einzelhandel. Und den Gründer:innen gelang dabei deutschlandweit ein Markterfolg. Die Sandwiches sind mittlerweile in über 4000 Märkten in Deutschland erhältlich. „Unser Aufschlag in 4.000 Märkten war tatsächlich der größte Launch in der Geschichte der Fischalternativen. Das hat vorher noch niemand geschafft“, so die beiden Gründer:innen.

(c) Philipp Gladsome

Im Jänner 2022 erfolgte dann die Erweiterung des Produktportfolios: Erneut in Kooperation mit Aldi Nord und Aldi Süd launchte BettaF!sh pünktlich zum Veganuary seine vegane BettaF!sh Pizza TU-NAH. Zudem bietet das Startup seine Thunfisch-Alternative als Basis für die Gastronomie an, die in Salaten, Pastasoßen & Co zur Anwendung kommt. Auch ein eigener Thunfisch-Aufstrich wird mittlerweile im B2B-Bereich vertrieben.

(c) Philipp Gladsome

BettaF!sh expandiert nach Österreich

Für 2022 hat BettaF!sh die Expansion in weitere europäische Länder geplant. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, steht für März die Expansion nach Österreich am Programm. Konkret sollen ab 3. März die veganen Sandwiches sowie die Pizza von BettaF!sh bei Billa und Billa Plus erhältlich sein.

„In nicht einmal einem Jahr ist es unserem Team von Produktentwickler:innen gelungen, eine köstliche, vegane Thunfischalternative zu kreieren, die uns hilft, die Rettung der Meere und ihrer fischigen Bewohner voranzutreiben’’, so Gründerin Deniz Ficicioglu. Aktuell läuft auch die Expansion in der Schweiz und Dänemark an.


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Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar
Biogena-CEO Albert Schmidbauer beim traditionellen Läuten der Börsenglocke | © Wiener Börse AG/APA-Fotoservice/Arman Rastegar

Bereits im Juli hatte das Salzburger Unternehmen Biogena rund um Gründer Albert Schmidbauer seinen Börsengang angekündigt, wie brutkasten berichtete. Heute erfolgte das Listing im Direct Market Plus, also im KMU-Segment der Wiener Börse. Gelistet wurde mit der Biogena Good Vibes AG die oberste Holding der Unternehmensgruppe. Wenige Stunden nach Handelsstart lag die Marktkapitalisierung bei knapp über 480 Millionen Euro.

Zwei AGs sollen perspektivisch verschmolzen werden

Bereits seit 2020 ist mit der Beteiligungsgesellschaft Biogena Group Invest AG ein anderer Teil der Unternehmensgruppe dort gelistet. „Perspektivisch sollen die Strukturen zusammengeführt werden; eine Verschmelzung der Biogena Group Invest AG mit der Biogena Good Vibes AG wird derzeit geprüft“, heißt es dazu in einer Aussendung zum heutigen Börsenstart.

Wachstum auf 500 Mio. Euro Umsatz bis 2030 geplant

Die Biogena Group verfolgt einen ambitionierten Wachstumskurs, wie CEO Schmidbauer auch im Juli gegenüber brutkasten darlegte. Bis 2030 will man den Konzernumsatz von zuletzt 156,65 Millionen Euro auf rund 500 Millionen Euro steigern.

„Die bestehenden Fertigungskapazitäten in Koppl und am neuen Spezialproduktionsstandort Liefering reichen bereits für rund 500 Millionen Euro Umsatz. Die Anlage ist aktuell zu weniger als 25 Prozent ausgelastet. Das heißt: Ein wesentlicher Teil der industriellen Basis für das geplante Wachstum ist bereits vorhanden und muss nicht erst vollständig neu aufgebaut werden“, so Schmidbauer damals.

„Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten“

Anlässlich des heutigen Börsenstarts kommentiert der CEO: „Biogena ist aus der Überzeugung entstanden, Gesundheit neu und ganzheitlich zu denken – und aus diesem Anspruch ist über die Jahre eine Unternehmensgruppe mit internationaler Perspektive gewachsen.“ Die Notierung sei „weit mehr als ein finanzieller Meilenstein“, sie sei „der nächste konsequente Schritt“ in der Entwicklung.

„Der Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet uns neue Möglichkeiten, unsere Ideen schneller in die Welt zu bringen, international weiter zu wachsen und Biogena langfristig als starke österreichische Gesundheitsmarke zu positionieren“, so Schmidbauer

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