13.02.2026
JOBFLOW

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

Das Berliner Startup Jobflow entwickelt eine mobile Jobplattform für Ausbildungsplätze, duale Studiengänge und Schülerpraktika.
/artikel/berliner-startup-rund-um-oe-co-founder-will-zugang-zu-ausbildungsplaetzen-vereinfachen
Steffen Allesch und Nikolaus Haupt von © Jobflow.

Die Plattform kombiniert eine geobasierte Suche nach Ausbildungsplätzen mit einem Feed aus Kurzvideos. Jugendliche können so offene Stellen in ihrer Umgebung entdecken und gleichzeitig Einblicke in Unternehmen und Berufe erhalten. Über 90 Prozent der Nutzer:innen sind laut Unternehmen zwischen 15 und 24 Jahre alt.

„Wir sehen jeden Tag, dass junge Menschen Lust haben, zu arbeiten. Was gefehlt hat, war nicht Motivation, sondern ein Zugang, der zu ihrem Alltag passt. Sie wollen echte Einblicke in Jobs, Betriebe und Teams. Genau das liefern wir mit unseren Videos”, sagt Nikolaus Haupt. Steffen Allesch (CEO) und Tobias Liebl brachten 2023 die App auf den Markt. Der Österreicher Haupt ist Gesellschafter des Startups und ist dort für die Sales- und Expansionsaktivitäten verantwortlich.

Kurzvideos als erster Berührungspunkt

Im Zentrum der Plattform stehen Kurzvideos, in denen Unternehmen ihre Ausbildungsangebote vorstellen. In 30 bis 90 Sekunden geben sie Einblicke in den Arbeitsalltag und präsentieren ihre Standorte und Teams. Für viele Jugendliche ist dies oft der erste Kontakt mit unterschiedlichen Berufsbildern.

„Wir glauben daran, dass junge Menschen eine neue Art der Berufsorientierung gesucht haben“, so Haupt. „Wenn sie durch unsere App scrollen und plötzlich verstehen, was ein Beruf wirklich bedeutet, entsteht etwas Neues. Aus einem vagen Gefühl wird ein konkreter nächster Schritt.“

Niederschwelliger Zugang zu Ausbildungsplätzen

Neben den Videos bietet die App eine Kartenfunktion, über die Nutzer:innen Ausbildungsplätze in ihrer Umgebung finden können. Ziel ist es, den Zugang zu Ausbildungsstellen niederschwelliger zu gestalten und die Bewerbung zu erleichtern.

“Mit diesem Ansatz wollen wir Azubi Recruiting neu denken und jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben so einfach und greifbar wie möglich machen”, so die Gründer.

Siemens, Bosch, Adidas als Kunden

Nach eigenen Angaben verzeichnet Jobflow eine wachsende Reichweite. Allein im Jänner habe man auf den Social-Media-Kanälen des Unternehmens rund 100 Millionen Impressionen generiert. 

Die Plattform richtet sich insbesondere an Unternehmen, die junge Zielgruppen direkt und regional ansprechen wollen. Zu den Partnerunternehmen zählen unter anderem Lindt, Siemens, Bosch, EDEKA, Jysk, ERGO, Targobank, E.ON und Adidas sowie mehrere Notarkammern.

Expansion nach Österreich geplant

Künftig will Jobflow seine Position im deutschen Markt weiter ausbauen und gleichzeitig international expandieren. Ein nächster Schritt sei auch der Eintritt in den österreichischen Markt.

„Wir haben in den letzten drei Jahren die Basis gelegt“, sagt Haupt. „Jetzt geht es darum, aus einem stark gewachsenen Produkt einen neuen Standard für modernes Azubi-Recruiting in Europa zu machen.”

Nikolaus Haupt war vor Jobflow bereits im Bildungsbereich tätig. 2019 gründete er das „Future Industries Gap Year Program“, das sich an junge Menschen zwischen 18 und 21 Jahren richtet (brutkasten berichtete). Ziel ist es, Teilnehmer:innen vertiefte Einblicke in akademische und berufliche Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.

Deine ungelesenen Artikel:
09.07.2026

Regierung will öffentliche Beschaffung neu aufsetzen: Startups sollen profitieren

Innovations- und Wirtschaftsministerium wollen bis Jahresende einen "nationalen Aktionsplan Strategische Öffentliche Beschaffung" ausarbeiten. Mit einem Volumen von rund 70 Milliarden Euro jährlich sollen künftig Innovationsstrategie und europäische Souveränität dem Billigstbieterprinzip vorgezogen werden.
/artikel/regierung-will-oeffentliche-beschaffung-neu-aufsetzen-startups-sollen-profitieren
09.07.2026

Regierung will öffentliche Beschaffung neu aufsetzen: Startups sollen profitieren

Innovations- und Wirtschaftsministerium wollen bis Jahresende einen "nationalen Aktionsplan Strategische Öffentliche Beschaffung" ausarbeiten. Mit einem Volumen von rund 70 Milliarden Euro jährlich sollen künftig Innovationsstrategie und europäische Souveränität dem Billigstbieterprinzip vorgezogen werden.
/artikel/regierung-will-oeffentliche-beschaffung-neu-aufsetzen-startups-sollen-profitieren
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovationsminister Peter Hanke (Archivbild) | (c) BKA/Paul Gruber

Sie wird regelmäßig als möglicher Hebel genannt, um Startups abseits von klassischen Förderungen staatlich zu unterstützen: die öffentliche Beschaffung. Gleichzeitig wird kritisiert, dass diese oft nicht die kommunizierten Zielsetzungen, etwa in der Stärkung der heimischen Innovationslandschaft, widerspiegelt. Das will die österreichische Bundesregierung nun mit einem „nationalen Aktionsplan Strategische Öffentliche Beschaffung“ ändern, der bis Jahresende unter Federführung von Wirtschafts- und Innovationsministerium ausgearbeitet werden soll.

Öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für Startups etablieren

Der Aktionsplan soll „als Handlungsleitfaden für den Bund, seine Beteiligungen sowie weitere öffentliche Auftraggeber dienen“. Ziel sei es, Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und europäische Wertschöpfung stärker in Beschaffungsprozessen zu verankern. Ein besonderer Schwerpunkt liege darauf, öffentliche Auftraggeber stärker als Erst- und Referenzkunden für innovative Unternehmen und Startups zu etablieren. Damit sollen „neue Technologien schneller zur Marktreife gelangen und zusätzliche Impulse für Wachstum und privates Kapital entstehen“.

Hanke: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß“

Innovationsminister Peter Hanke führt aus: „Mit rund 70 Milliarden Euro jährlich verfügt der Staat über enorme Gestaltungskraft. Diese wollen wir künftig gezielt einsetzen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen, die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts zu stärken und europäische Souveränität auszubauen.“

Hier gelte es neue Wege zu gehen: „Das Billigstbieterprinzip ist in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen eine Beschaffung, die europäische Souveränität und Innovationskraft in den Vordergrund stellt“, so Hanke. Der Staat soll dabei „als Ankerkunde vorangehen“ und innovativen Unternehmen die Möglichkeit geben, ihre Lösungen erstmals im Markt einzusetzen. „Das stärkt unsere Startups, schafft heimische Wertschöpfung und macht Österreich technologisch unabhängiger“, meint der Minister. Bundesbeteiligungen wie die ÖBB und ASFINAG seien dabei bereits Vorreiter. Ziel sei es, dass die Republik ihre Rolle als Eigentümer konsequenter ausbaue.

Und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer ergänzt: „Der Staat soll nicht nur einkaufen, sondern Innovationen den Weg in den Markt ebnen. Wenn die öffentliche Hand als Erst- und Referenzkunde vorangeht, schaffen wir Marktchancen für heimische Unternehmen, stärken europäische Wertschöpfung und machen aus Innovation schneller wirtschaftlichen Erfolg. Genau diesen Paradigmenwechsel treiben wir jetzt voran.“

Spinoff-Gründungen als konkrete KPI für „Austrian Quantum Cluster“

Zeitgleich geben die beiden Minister per Aussendung auch ein Update zu weiteren Maßnahmen im Bereich der in der Industriestrategie 2035 (brutkasten berichtete) definierten Schlüsseltechnologien. In der AI Factory Austria seien demnach 53 von insgesamt 80 Millionen Euro Projektkosten als Investition in einen Supercomputer vorgesehen, der kommendes Jahr in Wien in Betrieb gehen soll.

Zudem nennen die Ministerien einige KPIs für den „Austrian Quantum Cluster“, in den heuer 30 Millionen Euro aus dem Fonds Zukunft Österreich fließen (brutkasten berichtete). Demnach soll der „erste Megacluster Österreichs“ unter der Ägide von aws (Austria Wirtschaftsservice), FFG (Forschungsförderungsgesellschaft), CDG (Christian Doppler Forschungsgesellschaft) und FWF (Wissenschaftsfonds) etwa mindestens fünf Spinoffs hervorbringen und mindestens acht Millionen Euro Folgeinvestitionen für Startups bzw. Scaleups hebeln. „Wir wollen Quantentechnologie nicht nur erforschen, sondern in Österreich entwickeln, produzieren und vermarkten. Unser Ziel ist klar: Aus Spitzenforschung soll Spitzenindustrie werden“, kommentiert Hattmannsdorfer. Dabei setze man auf „Fokus statt Gießkanne“.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Berliner Startup mit Österreicher an Bord will Zugang zu Ausbildungsplätzen vereinfachen