26.09.2025
NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL

BerBerSan: Schladminger Startup mit Saft gegen Cholesterin

BerBerSan will mit seinem Berberin-Saft weltweit durchstarten. Eine Forschungskooperation mit einer kanadischen Uni sorgt für den wissenschaftlichen Unterbau.
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Das Gründungsteam Babak Bahadori (o.), Agnieszka Magg (l.) und Bernhard Sikora (r.) | © BerBerSan
Das Gründungsteam Babak Bahadori (o.), Agnieszka Magg (l.) und Bernhard Sikora (r.) | © BerBerSan

Zu hohe Werte beim sogenannten LDL-Cholesterin sind ein weltweit verbreitetes Problem. Einer Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) aus dem Jahr 2022 zufolge, waren damals allein in Österreich mehr als eine Million Menschen betroffen. Nicht weniger als 8,6 Prozent aller Todesfälle im Land wurden darauf zurückgeführt.

Wirkstoff aus persischer und chinesischer Medizin bekannt

Das Startup BerBerSan aus dem steirischen Schladming will mit seinem Nahrungsergänzungsmittel einen neuen Weg im Kampf gegen zu hohe LDL-Cholesterin-Werte, und darüber hinaus für eine bessere Leber- und Gallefunktion, gefunden haben. Es setzt dabei auf eine Pflanze, die bereits in der traditionellen persischen und der traditionellen chinesischen Medizin genutzt wurde: die Berberitze.

Internist, Apothekerin und Betriebswirtschafter als BerBerSan-Co-Founder

Co-Founder Babak Bahadori ist Internist in Schladming. Er hat nach eigenen Angaben einen Patienten mit hartnäckigen Leberproblemen – inspiriert durch die traditionelle persische Medizin – erfolgreich mit Berberitzen behandelt. Zufällig seien er und seine spätere Co-Founderin, die Apothekerin Agnieszka Magg, die ihrerseits in China am Wirkstoff Berberin geforscht hatte, dann aufeinandergetroffen.

Co-Founder Babak Bahadori mit dem Berberin-Saft | © BerBerSan
Co-Founder Babak Bahadori mit dem Berberin-Saft | © BerBerSan

Gemeinsam entwickelten sie den Berberin-Saft: eine Kombination aus Berberitzen-Frucht und -Wurzelextrakt, „vereint mit reinem Dachstein-Quellwasser“, wie es von BerBerSan heißt. Später kam der studierte Betriebswirtschafter Bernhard Sikora als dritter Co-Founder und Geschäftsführer hinzu.

Forschungskooperation mit University of Winnipeg

„Das Ergebnis ist kein Imitat der persischen oder chinesischen Medizin, sondern eine echte Innovation aus traditionellem Wissen“, meint Bahadori. Dass es sich um ein belastbares Produktversprechen handelt, will BerBerSan indessen unter anderem über eine Forschungskooperation mit der kanadischen University of Winnipeg zeigen. Diese sei übrigens auch durch ein zufälliges Zusammentreffen entstanden: Ein kanadischer Lebensmittelwissenschaftler hatte Urlaub in Schladming gemacht und dort den Berberin-Saft kennengelernt.

Aus der Kooperation ist mittlerweile unter anderem ein wissenschaftlicher Artikel in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews der Oxford University Press entstanden. „Für ein junges Unternehmen wie uns ist die Zusammenarbeit mit internationalen Forschungseinrichtungen eine fantastische Bestätigung“, kommentiert Co-Founder Sikora. „Es zeigt, dass unsere Innovation aus Österreich weltweit ernst genommen wird.“

Umsatzstärkstes Produkt bei Markteinführung in österreichischen Apotheken

Und auch kommerziell denkt man bei BerBerSan bereits global. Erst im Mai dieses Jahres war der Berberin-Saft in österreichischen Apotheken auf den Markt gekommen. Laut Statistik des Marktforschungsunternehmens Iqvia in der Österreichischen Apotheker-Zeitung war er in dem Monat die umsatzstärkste neue rezeptfreie Einführung. Bestellungen im Online-Shop gebe es bereits aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Nun bereite man aktuell die Markteinführung in der Schweiz und in Kanada vor, heißt es vom Startup.

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Björn Elting ist neuer CTO der Trenkwalder Group AG | (c) Trenkwalder Group AG
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Mit rund 550 Millionen Euro Jahresumsatz und etwa 20.000 Mitarbeiter:innen ist die Trenkwalder Group AG mit Hauptsitz in Wien Österreichs größtes HR-Unternehmen. Dabei befindet sich der aktuell in 15 europäischen Ländern tätige Konzern, was die Geschäftszahlen angeht, momentan keineswegs an seinem bisherigen Höhepunkt: Vor etwas weniger als 20 Jahren machte man noch mehr als eine Milliarde Euro Jahresumsatz. Es folgten auch durch die damalige Finanzkrise bedingte Krisenjahre. 2011 erfolgte der Mehrheitsverkauf an die deutsche Droege Group, die nach wie vor Haupteigentümerin ist. Auch zuletzt war die Umsatzentwicklung dem Vernehmen nach negativ – noch 2024 war seitens des Unternehmens von rund 700 Millionen Euro Jahresumsatz die Rede, nun steht man nach eigenen Angaben bei den eingangs erwähnten 550 Millionen.

„Anspruch, KI-Vorreiter der Branche zu sein“

Die Strategie für die gewünschte Rückkehr auf den Wachstumspfad überrascht wenig: „AI First“. Man habe den Anspruch, KI-Vorreiter der Branche zu sein, sagt CEO Mark Pollok. Dafür besetzte Trenkwalder nun einen neu geschaffenen Chief-Technology-Officer-Posten (CTO) mit Björn Elting. Dieser war zuletzt in Düsseldorf, wo auch die Trenkwalder-Mutter Droege Group ihren Sitz hat, als Managing Director und Head of Tech & Digital Advantage in Insurance von BCG Platinion für Europa, den Nahen Osten, Südamerika und Afrika tätig. BCG Platinion ist die Technologieberatungs-Sparte der Boston Consulting Group (BCG).

Im Zentrum von Eltings Aufgaben stünden nun die großangelegte Weiterentwicklung KI-basierter Lösungen sowie der Ausbau der datengetriebenen, europaweiten Workforce-Plattform, heißt es von Trenkwalder. Darüber hinaus werde er die strategische Weiterentwicklung des Outsourcing-Geschäftes der Gruppe maßgeblich mitgestalten. KI unterstütze bereits jetzt zentrale Abläufe von der Vorqualifikation und dem Matching von Talenten bis zur Kommunikation mit Kunden. Auf Basis der paneuropäischen Datenbank mit mehr als einer Million Talenten soll nun die grenzüberschreitende Workforce-Vermittlung deutlich skalierbarer werden.

Elting: „Innovationsgeschwindigkeit wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil“

„Björn Elting verbindet umfassende Technologie- und Transformationserfahrung mit der Fähigkeit, Veränderungen in komplexen Organisationen umzusetzen. Genau diese Kombination brauchen wir, um KI als Wachstumstreiber in unseren Kernprozessen zu verankern und unsere europaweite Plattformstrategie zu beschleunigen“, kommentiert Trenkwalder-CEO Pollok.

Elting selbst sieht in seiner neuen Position die seltene Chance, „ein Unternehmen in seiner nächsten Wachstumsphase technologisch neu aufzubauen und damit die Zukunft der Arbeit in Europa mitzuprägen“. „Mich reizt besonders, wie konsequent Trenkwalder bestehende Prozesse aus einer AI-First-Perspektive neu denkt. Denn die HR-Service-Branche wird in den kommenden Jahren eine besondere Dynamik erleben, und die Innovationsgeschwindigkeit wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil“, so der neue CTO.

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