20.03.2023

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

Damit war der SpaceX-Founder nicht unter den Top-Positionen im Passwörter-Ranking. Dort führt der Stream gefolgt von einer Pop-Sängerin und dem Adel.
/artikel/beliebteste-passwoerter-2022-elon-musk-und-twitter-ueber-70-000-mal-verwendet
Passwörter, beliebteste Passwörter, Password, Passwort suchen, sicheres Passwort
(c) Stock.Adobe/Vitalii Vodolazskyi - Elon Musk war 2022 zwar als Passwort beliebt, aber nicht ganz weit vorne.

Xsgt_h7Gj83!cyz mag vielleicht eines der sicheren Passwörter-Formen sein, allgemein jedoch zählt eine lange „Groß-Kleinbuchstaben-Zahlen-Sonderzeichen-Kombination“ (um etwas zu schützen) jedoch nicht zu den beliebtesten, geht man der Studie von ATLAS VPN nach.

Passwörter spiegeln „heiße Themen“ wider

Wie die Plattform beschreibt, landen häufig wiederverwendete Anmeldedaten auf Listen, die im „Dark Web“ käuflich erworben werden können. So stellen jene eine Schwachstelle für die Sicherheit von Personen und Unternehmen, wenn sie „Brute-Force“- und „Passwort-Spraying“-Angriffen (siehe unten) ausgesetzt sind. Mit der Untersuchung möchten die Wissenschaftler Einblick gewähren, welche Art von Passwörtern man bei der Absicherung seiner Online-Aktivitäten vermeiden sollte.


Brute Force Methode: Lösungsmethode für Probleme aus den Bereichen Informatik, Kryptologie und Spieltheorie, die auf dem Ausprobieren aller möglichen Fälle beruht. Spraying: Passwort-Spraying ist ein Angriff, bei dem versucht wird, mit einigen wenigen, häufig verwendeten Passwörtern auf zahlreiche Konten zuzugreifen.


Die von Atlas VPN präsentierten Daten, die mit Genehmigung von SpyCloud aus verschiedenen Listen im Dark Web extrahiert wurden, zeigen, dass sich die am häufigsten verwendeten Anmeldeinformationen auch von Jahr zu Jahr ändern und dabei die „Hot Topics“ des Jahres widerspiegeln – bestehend aus Musik, Streaming und Prominenz.

Taylor Swift und Bad Bunny

Im Vorjahr enthielten viele Zugangsdaten Schlüsselwörter, die mit Berühmtheiten, wie Taylor Swift, Jennifer Lopez, Ben Affleck, Elon Musk und Bad Bunny (meistgestreamter Künstler auf Spotify 2022) unterlegt waren. Allein das Album von Taylor Swift namens „Midnights“ machte im Vorjahr einen Umsatz von 230 Millionen US-Dollar und hatte „ATLAS VPN“ nach einen derartigen Impact auf die Passwortwelt, sodass Begriffe wie: „taylor“, „taylor swift“, „swiftie“ oder „midnights“ 186.000 Mal verwendet wurden.

Bad Bunny hingegen wurde – in Kombination mit seinen beiden Liedern „Titi“ und „Verano“ – 141.000 Mal als Passwort eingesetzt.

Auch Elon Musk hinterließ Passwörter-Impact

Aus der „Corporate-Welt“ schaffte es Elon Musk ins Zugangsdaten-Ranking. Durch seine Übernahme von Twitter inspirierte er Passwortsuchende 74.000 Mal seinen Namen und seinen Kurznachrichten-Dienst als Schutz auszuwählen.

(c) SpyCloud/ATLAS VPN – Streaming und Populärkultur gehören zu den häufigsten Themen bei den Passwörtern im Jahr 2022.

Aus einer etwas anderen Sparte stammt das nächste Beispiel beliebter Passwörter. Die Wiedervereinigung und Ehe von Jennifer Lopez und Ben Affleck (kürzel: Bennifer) spiegelte sich schlussendlich in Passwörtern wie „jennifer lopez“, „jlo“, „ben affleck“ und „bennifer“ wider, die 46.000 Mal verwendet wurden.

„Netflix and Queen“

Auch eine andere Entwicklung der letzten Zeit dominierte die Passwortwahl 2022. Die wachsende Beliebtheit von TV-Streaming-Diensten führte zu Passwörtern wie „youtube“, „netflix“ und „hulu“, die insgesamt 261.000 Mal gewählt wurden. Und damit das Ranking anführen.

Der Tod der britischen Königin Elizabeth und andere Nachrichten über die königliche Familie hingegen haben die Verwendung von „Queen“, „Queen Elizabeth“ und „Royal Family“ als Passwörter vorangetrieben. Insgesamt wurden sie im Vorjahr 167.000 Mal verwendet.

Zu den weiteren häufig verwendeten Passwörtern 2022 gehörten „russland“, „russischer Krieg“, „ukraine“, „ukrainischer Krieg“ und „trump“.

Deine ungelesenen Artikel:
13.10.2026

Codesphere: die europäische Hyperscaler-Alternative ohne eigene Rechenzentren

Mit Codesphere baut Elias Schneider in Deutschland einen virtuellen Cloud-Provider und kann bereits große Regierungsaufträge vorweisen. Im brutkasten-Talk sprach er über sein Scaleup, digitale Souveränität, den Staat als Kunden und Hemmschuhe für europäische Scaleups.
/artikel/codesphere-die-europaeische-hyperscaler-alternative-ohne-eigene-rechenzentren
13.10.2026

Codesphere: die europäische Hyperscaler-Alternative ohne eigene Rechenzentren

Mit Codesphere baut Elias Schneider in Deutschland einen virtuellen Cloud-Provider und kann bereits große Regierungsaufträge vorweisen. Im brutkasten-Talk sprach er über sein Scaleup, digitale Souveränität, den Staat als Kunden und Hemmschuhe für europäische Scaleups.
/artikel/codesphere-die-europaeische-hyperscaler-alternative-ohne-eigene-rechenzentren
Codesphere-Gründer Elias Schneider | (c) brutkasten / Dervisevic
Codesphere-Gründer Elias Schneider | (c) brutkasten / Dervisevic

„Es hat sich noch nie so echt angefühlt, wirklich eine Alternative zu den US-Hyperscalern bauen zu können”, sagt Elias Schneider, Gründer und CEO von Codesphere, im brutkasten-Talk über die aktuelle Dynamik auf dem europäischen Cloud-Markt. Das deutsche Scaleup will mit seinem Modell den großen US-Anbietern die Stirn bieten.

Deutsche Regierungsinstitutionen als Referenzkunden

„Wir bauen einen virtuellen Cloud-Provider, also nicht den gesamten Stack eines Hyperscalers mit Rechenzentren und Servern, sondern quasi nur die Software“, erklärt Schneider. Damit konnte man bereits denkbar namhafte Kunden gewinnen: Das System kommt etwa in unterschiedlichen souveränen Plattformen der deutschen Bundesregierung zum Einsatz. Über das Plattform-Modell funktioniere das Angebot wie ein App-Store für jegliche Infrastruktur, sagt der Gründer. Damit könne Software beschleunigt beschafft und im kritischen Infrastrukturmarkt betrieben werden.

Dass Codesphere als europäischer Technologieanbieter auch im direkten Wettbewerb mit etablierten US-Konzernen bestehen kann, erläutert Schneider an einer kürzlich erfolgten Großausschreibung: „Wir haben gemeinsam mit der Schwarz-Gruppe, der Telekom und anderen Partnern eine Ausschreibung für die KI-Plattform der deutschen Bundesregierung im Wert von 250 Millionen Euro gewonnen – und das auch gegen Google.“ Die zuletzt gewonnenen Rahmenverträge des Unternehmens beliefen sich auf ein Gesamtvolumen von mehr als 500 Millionen Euro. „Das eigentliche Hauptargument, heute keine europäischen Lösungen zu kaufen, ist, dass sie nicht so viele Managed Services anbieten können wie die US-Hyperscaler. Dieses Bundle aufzubrechen, geht nur mit starken Partnerschaften in Europa und wenn wir es schaffen, dass man alles zusammen macht.“

“Einer unserer größten Skalierungs-Blocker”

Die Motivation für die Nutzung souveräner Plattformen begründet Schneider mit zentralen Sicherheits- und Wirtschaftsfragen. „Es geht einmal um Autonomie und darum, dass die Infrastruktur der kritischen Infrastruktur dem Bund gehört und man nicht von US-Lösungen abgeklemmt werden kann.“ Gleichzeitig schränke die Aufsplitterung des europäischen Marktes das Wachstum heimischer Unternehmen bisher stark ein. In den USA existierten einheitliche politische Interessen und dieselbe Regulatorik für einen riesigen Markt. In Europa gebe es hingegen pro Land, Bundesland und Sektor unterschiedliche politische Interessen sowie abweichende Regeln. „Das ist einer unserer größten Skalierungs-Blocker, weil wir in Europa keinen Markt haben, der groß genug ist, um Unternehmen zu bauen, die 100 oder 1.000 Milliarden wert sind. Und das liegt daran, dass wir zu wenig miteinander arbeiten.“

Elias Schneider (r.) im brutkasten-Studio mit Dejan Jovicevic | (c) brutkasten / Dervisevic

Um diese Hürden zu überwinden, spiele die öffentliche Hand als Auftraggeber eine Schlüsselrolle. Vor der veränderten geopolitischen Lage habe sich Codesphere zunächst auf regulatorisch anspruchsvolle Nischen und die kritische Infrastruktur fokussiert – wie etwa beim Gefängnis-Telefoniedienstleister Lawful Intercept oder der Staatsbank Baden-Württemberg. „Bei der kritischen Infrastruktur konnten Kunden aus regulatorischen Gründen nicht mit US-Anbietern arbeiten, weil es zu unflexibel war.“ Als sich die geopolitische Lage drehte und der Wandel einsetzte, profitierte Codesphere davon, dass das eigene Produkt diese strengen Sicherheitsstandards und Zertifizierungen aus den Nischenprojekten bereits erfüllte und gehärtet war.

Er wünsche sich, dass der Staat jungen Unternehmen frühzeitig als verlässlicher Ankerkunde zur Seite stehe, sagt Schneider. „Der Staat kann sehr helfen, gerade bei frühphasigen Startups, um die Sicherheit aufzubauen, dass das Startup nicht in sechs Monaten pleite ist. Es braucht keine Förderungen, sondern echte Aufträge, die dazu führen, dass man die Referenz hat, um den Rest der kritischen Infrastruktur zu gewinnen.“

“Sollten Importweltmeister von europäischen Lösungen werden”

Kritisch bewertet Schneider die europäische Neigung, digitale Souveränität primär über Regulierungen und Risikovermeidung zu definieren. „Wir denken viel zu viel darüber nach, was schiefgehen könnte, wenn wir in moderne Technologie investieren. Unsere Währung ist viel zu sehr Blame und wir haben viel zu viel Angst, etwas falsch zu machen.“ Anstatt sich lediglich auf Anwendungsschichten oder Regularien wie die DSGVO zu beschränken, müsse Europa mutig in Kerntechnologien wie Cloud-Infrastrukturen, Kernfusion oder eigene KI-Modelle investieren.

Schneider erzählt eine Anekdote: Auf einer Konferenz habe eine Meta-Vertreterin gefordert, Europa solle bloß „Adoption-Weltmeister“ werden, worauf sein Chief of Staff sarkastisch gefragt habe, ob man stattdessen “Importweltmeister” werden wolle. Schneider warnt davor, sich mit einer reinen Konsumentenrolle abzufinden: „Ich glaube schon, dass Deutschland Importweltmeister werden sollte, allerdings von europäischen Lösungen.“ Dafür müsse ein offener Binnenmarkt geschaffen werden, damit globale Player entstehen können.

Von den USA zurück nach Europa

Seinen Firmensitz verlegte Codesphere über einen sogenannten Reverse Flip bewusst von den USA als Europäische Aktiengesellschaft nach Europa zurück – vor allem, weil Schneider durch die geopolitische Wende im europäischen Staats- und Sicherheitssektor eine enorme Marktchance sah. Unabhängig davon bleibe der Kapitalmarkt ein Nadelöhr für das Wachstum europäischer Scaleups. Dabei konnte Codesphere selbst bisher rund 40 Millionen Euro an Gesamtkapital aufnehmen – darunter knapp 30 Millionen Euro in einer Series-A-Finanzierungsrunde unter Führung des Investors Creandum.

Dennoch bestehe beim Thema Wachstumskapital in Europa weiterhin Nachholbedarf: „Wir haben wahrscheinlich ungefähr zehn große europäische Wachstumsinvestoren – das ist schlichtweg zu wenig, um als Gründer echten Wettbewerb in den Verhandlungen zu haben.“ Zwar sei es vorübergehend akzeptabel, internationales Kapital ohne Kontrollrechte zu nutzen, doch brauche Europa nachhaltige eigene Strukturen. „Wir brauchen unbedingt einen europäischen Kapitalmarkt, und zwar so schnell es geht. Wir müssen dahin kommen, dass wir einen Börsengang mit einem attraktiven Bewertungsmultiple machen können, was die Börse in Frankfurt heute nicht bietet.“

Trotz der Herausforderungen blickt Schneider aber optimistisch auf die Zukunft des Standorts. Durch grenzüberschreitende Kooperationen und gemeinsame Beschaffung lasse sich das vorhandene Talent in Europa erfolgreich nutzen. „Wir müssen mehr zusammenarbeiten, uns mehr gegenseitig unterstützen, mehr voneinander einkaufen – sowohl politisch als auch in der Industrie.“ Wenn die Politik helfe, Barrieren abzubauen und grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten, könnten in Europa auch echte globale Player skalieren.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Beliebteste Passwörter 2022: Elon Musk und Twitter über 70.000 Mal verwendet