28.03.2022

Bei diesen Startups hat Will Smith zugeschlagen

Von FinTech-Startups für Teenager über Vitamin-Zahnpasta bis hin zum Blockchain-Startup, Will Smith verfügt als Business-Angel mit eigenem VC über ein umfangreiches Investment-Portfolio.
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Will Smith
Will Smith ist seit 2011 als Startup-Investor tätig. | © TechCrunch

Immer mehr Promis entdecken das Unternehmertum für sich. Von Snoop Dogg über Jay-Z, viele Promis aus den USA investieren ihr Kapital und ihren Star-Wert in Startups. Dazu gehört auch Will Smith, der kürzlich mit einer Ohrfeige an Komiker Chris Rock die 94. Oscar-Verleihung aufgemischt hat. 

Neben seinem Hauptberuf als Schauspieler ist Smith seit 2011 auch als Startup-Geldgeber aktiv. Als Business Angel und Investment-Partner über sein Venture-Capital-Unternehmen “Dreamers” hat der Künstler laut crunchbase in 23 Unternehmen persönlich und in sechs weitere über seine Dreamers VC investiert. Vier Companies aus seinem Portfolio haben bereits einen Exit geschafft. Attraktiv seien für ihn vor allem Startups, die sich in der Seed-Phase befinden. 

Das sind die 5 Startups, in die Smith investiert hat:

1. Protégé

Im Rahmen seiner jüngsten Finanzierungsrunde konnte sich Protégé eine Investment-Summe von 8.5 Mio. Dollar von einschließlich Will Smith als Investor sichern. Das Startup aus Chicago überzeugte den Business Angel mit seiner Mission, den Zugang zu Chancen für jeden zu demokratisieren. Dabei diene die Plattform als eine Mischung aus Cameo und American Idol. Mit einem 60-Sekunden-Video können Eindrücke von talentierten Personen sowie Ideen an prominente Persönlichkeiten gesendet werden. Das besondere an der Idee sei, dass eine Videoantwort garantiert werde. “Du kannst DJ Khaled einen Hip-Hop-Beat für sein nächstes Album schicken, Bebe Rexha eine Gesangsmelodie, an der du gerade arbeitest, oder Jason Alexander deinen Monolog, an dem du schon lange feilst”, so Protégé. 

2. Better & Better

Ein Startup, das Zahnpasta herstellt, dürfte ein ungewöhnliches Investment für jeden Risikokapitalgeber sein. Doch das in New York ansässige Wellness-Startup Better & Better hat für seine vegane Zahnpasta, die mit den Vitaminen B12 und D3 angereichert ist, vier Mio. Dollar erhalten. Unter den Investoren befindet sich auch Will Smiths Venture Capital Dreams. Das Körperpflege-Startup verspricht mit seiner Energy-Zahnpasta einen schwungvollen Start in den Tag.  

3. Landis

Das 2018 gegründete Startup Landis hat es geschafft, die Investorengruppe, zu der Sequoia Capital, Jay-Zs Roc Nation und Will Smiths Dreamers VC gehören, von sich zu überzeugen und holte eine Investment-Summe von 165 Mio. Dollar. Das in New York ansässige Jungunternehmen hilft Mieter:innen beim Erwerb eines Eigenheimes. Den Transformations-Prozess von Mieter:in zur Eigentümer:in hat das Startup streng geregelt. Landis kauft im Namen seiner Kund:innen ihre Traumimmobilie und vermietet diese an sie. Die Kund:innen arbeiten mit einem Coach für zwölf bis 24 Monate an ihrer Bonität und verbessern ihre finanziellen Kompetenzen. Während dieser Zeit fließt ein Teil der Miete in die Anzahlung für ihr Traumhaus. Nach Ablauf der zwei Jahre können Kund:innen ihre Traumimmobilie mit der Unterstützung von Landis zu einem vorher festgelegten Preis erwerben. 

4. Dapper Labs

Eine seiner wohl größten Beteiligungen hat der US-Schauspieler mit seinem Investment an das zukunftsorientierte Startup Dapper Labs getätigt. Mit einer Investment-Summe von 305 Mio. Dollar schloss das Jungunternehmen im März 2021 seine Series-C Investment-Runde ab. Dapper Labs ist ein verbraucherorientiertes Flow-Blockchain-Produkt. Das Startup nutzt spielerische Komponenten, um Blockchain-basierte Erlebnisse und digitale Collectibles an Menschen in der realen Welt – nicht nur an Branchen-Insider und Early Adopters – anbieten zu können.

5. Step

Mit der Idee einer digitalen Bank für Teenager konnte Step mehrere prominente Persönlichkeiten, darunter auch Will Smith und Justin Bieber, als Investoren für sich gewinnen. In seiner Series-C Finanzierungsrunde im April letzten Jahres konnte das Startup eine Investment-Summe von 100 Mio. Dollar erreichen. Das 2018 in Kalifornien gegründete Jungunternehmen dient als Finanzdienstleistungs-Unternehmen, das mobiles Banking für Teenager entwickelt. Das Ziel des Startups ist es, Jugendlichen schon in jungen Jahren finanzielle Unabhängigkeit und Wissen beizubringen. Dank der speziell auf sie abgestimmten Bank lernen Teenager ganz autonom, wie sie mit ihrem Geld umgehen können. 

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brutkasten hat Paul Blaguss zum Interview getroffen | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

Das Wiener Familienunternehmen Blaguss hat zwölf batterieelektrische Reisebusse in den Regelbetrieb genommen und zählt damit zu den ersten Anbietern Österreichs, die E-Fahrzeuge im Reise- und Linienverkehr einsetzen. Geschäftsführer Paul Blaguss, der in seinem Berufsleben über 2.500 Busse gekauft und verkauft hat, spricht im brutkasten-Interview über die Wahl des chinesischen Herstellers Yutong, über ein hartes Zeugnis für die europäische Industrie und die EU-Industriepolitik, über Millioneninvestitionen in Lade- und Energieinfrastruktur und darüber, warum die Zukunft der Mobilität für ihn elektrisch, digital und perspektivisch autonom ist. Ein Gespräch über Standortfragen, Startup-Beteiligungen und die Frage, wann der letzte Buslenker in Pension geht.

Blaguss hat 2024 und 2025 einen zweistelligen Millionenbetrag in die Elektrifizierung der Flotte investiert. Was war der ausschlaggebende Grund?

Überall dort, wo es technologisch und produktseitig schon so weit ist, hat die Elektromobilität deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Antrieben. Das fängt bei ganz banalen Dingen an: Standklimaanlage und Standheizung. Wenn ein Bus in der Nacht bei 40 Grad auf den Fahrer wartet, ist er vorgekühlt, ohne dass ein Motor läuft. Dazu kommt, dass wir in Österreich sehr viel Strom aus erneuerbarer Energie gewinnen, das hat einen enormen Impact. Für mich ist hundertprozentig klar, dass Elektromobilität die Zukunft ist.

Paul Blaguss am Firmengelände im 23. Bezirk vor einem der neuen batterieelektrischen Reisebuss | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

Sie haben sich für den chinesischen Hersteller Yutong entschieden. Hätten Sie lieber europäisch gekauft?

Natürlich. Wir sind seit Jahren einer der Top-drei-, vier-Kunden von Daimlers Premiummarke Setra, ich kenne dort sämtliche Entwickler und den Vorstand, und wir finden die Produkte hervorragend. Aber Mercedes und MAN können heute keinen elektrischen Reisebus liefern, MAN kommt nächstes Jahr, Mercedes erst um 2030. Wir haben weltweit den Markt erkundet und sind relativ schnell in China gelandet, dort haben wir uns fünf, sechs, sieben Hersteller angesehen. Yutong erfüllt unsere Anforderungen an Qualität, Ausstattung, Erfahrung und Mindset am besten, das Fahrzeug hat eine Batteriegarantie von 15 Jahren für 1,5 Millionen Kilometer. Davon ist das, was Deutschland anbieten wird, meilenweit entfernt. Ich habe schon 2015 in Entwicklungsgesprächen gesagt, dass das kommt, das wollte man nicht hören. Die europäische Industrie ist nicht rechtzeitig auf diesen Zug aufgesprungen, das hat man schlicht verschlafen. Wasserstoff spielt im Pkw übrigens keine Rolle und im Busbereich höchstens im Fernverkehr, der Antrieb der Zukunft ist elektrisch.

Wie blicken Sie auf die Debatte rund um „Made in Europe“ und die Standortpolitik?

Made in Europe ist wichtig, wir brauchen Wertschöpfung in Österreich und in Europa. Ich finde es auch in Ordnung, ausländische Produzenten zu einer gewissen Wertschöpfung in Europa zu verpflichten. Die wesentlichen Komponenten dieses chinesischen Busses kommen ohnehin aus deutscher Industrie, da sind Bosch und ZF Friedrichshafen drinnen. Die Mobilitäts- und Industriepolitik der EU sehe ich in einigen Punkten durchaus kritisch. Man kann nicht den Import seltener Erden erschweren und gleichzeitig glauben, bei der Batterietechnologie aufzuholen. Wir können Batterien zu 99 Prozent recyceln, aber dann muss man die Voraussetzungen schaffen, dass hier wirklich geforscht werden darf, bis hinunter zu den nötigen Rohstoffen. In den vergangenen Jahren war die politische Linie zur Elektromobilität, sowohl auf Ebene der Bundesregierung als auch der EU, nicht immer konsistent. Aus meiner Sicht braucht es hier mehr Planbarkeit, Verlässlichkeit und Konsequenz.

Technologieoffenheit ist in dieser Debatte zu einem echten Buzzword geworden. Grundsätzlich ist diese Offenheit natürlich wichtig. Gleichzeitig sprechen die aktuellen Entwicklungen ganz klar dafür, dass die Elektromobilität im Pkw- und Busbereich die Zukunft ist.

Zwölf E-Reisebusse des chinesischen Herstellers Yutong hat Blaguss in den Regelbetrieb genommen | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

Parallel investieren Sie massiv in die Energieinfrastruktur. Was bedeutet das konkret?

Wir hatten am Standort ursprünglich rund 150 bis 200 kW Anschlussleistung, die haben wir auf 1,2 Megawatt versechsfacht. Die Photovoltaik haben wir in mehreren Etappen auf rund 235 kWp ausgebaut und dazu einen Batteriespeicher von 1,5 Megawatt gebaut, um am Spotmarkt besser agieren zu können. In der Nacht ist Strom günstiger, im Sommer fallen die Preise zwischen 10 und 15 Uhr bei Sonnenschein teilweise sogar ins Negative. Dann ist es sinnvoll einzuspeisen, und wenn die Busse zurückkommen, laden wir sie entsprechend. Das ist auch eine Antwort auf die Dieselpreise jenseits der zwei Euro: In Österreich produzieren wir rund 80 Prozent unseres Stroms erneuerbar, würden wir alle Pkw umstellen, bräuchten wir zehn Prozent mehr Strom, die Busse und Lkw noch einmal fünf bis sechs Prozent. Das ist machbar.

500 Kilometer Reichweite: Wo sind aktuell die Grenzen?

Wir haben das gesamte Jahr 2024 analysiert und kommen zu dem Schluss, dass wir 95 Prozent aller Fahrten elektrisch durchführen können, die Reichweite schätzen wir sogar eher über 550 Kilometer. Acht dieser Busse werden schrittweise Linien in Bratislava bedienen, das sind Fahrzeuge mit 200.000 bis 250.000 Kilometern im Jahr. Beim Song Contest hatten wir das erste große Event, das wir mehrheitlich elektrisch gefahren sind. Das Feedback von Fahrern und Kunden ist hervorragend, der Kunde merkt den Unterschied gar nicht, außer dass es ruhiger ist.

brutkasten-Chefredakteur Martin Pacher im Gespräch mit Paul Blaguss über E-Mobilität, Energieinfrastruktur und autonomes Fahren | (c) brutkasten / Haris Dervisevic

Blaguss investiert auch in Startups. Mit welcher Motivation?

Vor rund neun Jahren, als die Elektromobilität noch sehr stiefmütterlich behandelt wurde und kein Hersteller sie wirklich wollte, haben wir mit VIBE begonnen. VIBE kann elektrische Großflotten managen und servicieren, das wird relevant, wenn etwa Uber mit einer autonomen Flotte nach Wien kommt: Die haben bisher Taxiunternehmen gemanagt, aber nie ein eigenes Auto, das kann VIBE. Taxi, Sharing und Firmenflotten wachsen zu einer Dienstleistung zusammen, und diese Learnings, etwa was Ladekapazität betrifft, fließen direkt in unser Kerngeschäft. Andere Beteiligungen liegen entlang unserer Wertschöpfungskette, sehr viel im Tourismus und Entertainment: Vienna Pass, immersive Shows, Virtual-Reality-Projekte, der Donauturm, das Johann-Strauß-Museum, zuletzt ein KI-Chatbot für die Hotellerie. Es muss reinpassen: Mobilität, Tourismus oder Entertainment.

Welches Innovationsthema beschäftigt Sie als Nächstes?

Das ganze Thema autonomes Fahren. Technisch ist es möglich, und ich mache mir Sorgen, dass wir eine ähnliche Verzögerung erleben wie bei der Elektromobilität. Wir sollten sehr schnell großflächig testen und selbst lernen, was diese Systeme können und was nicht, natürlich extrem abgesichert. Unser Infrastrukturminister ist sich dessen bewusst und geht in die richtige Richtung. Wir haben durch die Personalkostenentwicklung der letzten fünf Jahre rund 20 Prozent gegenüber Deutschland verloren, das erhöht den Druck enorm. Um gewisse Serviceleistungen hochzuhalten, werden wir in autonome Systeme gehen, etwa auf der letzten Meile oder bei Taxisystemen. Auch hier muss die europäische Automobilindustrie aufpassen, dass sie nicht hinten nachsteht, es kann nicht sein, dass das nur Teslas, Waymos und Baidus sind.

Abschließend: Wann erleben wir die letzten Buslenker in Österreich?

Das wird noch sehr lange dauern. Im Reisebus wollen wir den Lenker gar nicht ersetzen, er ist Begleiter und Manager der Reise und Ansprechperson für logistische Themen, ich möchte nicht, dass diese Dienstleistung zu unpersönlich wird, denn gerade dieser persönliche Kontakt macht einen wesentlichen Teil unseres Services aus. Auch im öffentlichen Nahverkehr werden wir den Buslenker noch lange sehen, weil wir viel zu viele Änderungen haben, Staus, Baustellen, Umleitungen. Im Pkw wird das autonome Fahren deutlich schneller kommen. Dass Reisebusse ohne Fahrer fahren, werde ich aber nicht mehr erleben.

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