23.11.2017

BeaWorld Award: Pioneers 2017 als beste Konferenz Europas ausgezeichnet

Die BeaWorld Event Awards gelten als größte Auszeichnung in der europäischen Veranstaltungsbranche. Pioneers holte sich den Preis in der Kategorie "Congress/Conference"
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(c) Pioneers Festival

Am vergangene Wochenende wurden in Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals, die BeaWorld Awards vergeben. Europäische Veranstaltungen wurden in ganzen 32 Kategorien ausgezeichnet. Neben dem Hauptpreis, dem BeaWorld Grand Prix, den das niederländische Rijksuseum mit einem Event holte, gelten die Preise „bestes B2B-Event“, „bestes B2C-Event“, „bester Kongress/Konferenz“ und „beste Convention“ als Hauptkategorien. Als eine von insgesamt drei österreichischen Einreichungen holten sich das Pioneers 2017 und der Agenturpartner Media Apparat den ersten Platz in der Konferenz-Wertung.

+++ Pioneers 2017: “Wir brauchen weise Technologien” +++

Laufend weitere Events

Pioneers rührt indessen bereits die Werbetrommel für das Hauptevent 2018, das, wie gewohnt, in der Wiener Hofburg stattfinden wird. Am 24. und 25. Mai wird dann das Thema „Blurred Frontiers“ im Zentrum stehen. Zugleich führt Pioneers seine Serie von Vertical-spezifischen Events weiter. Als nächstes stehen Spezial-Veranstltungen zu Mobility (8. Februar in München) und GovTech (23. Mai in Wien) auf dem Programm.

Über Events hinaus: Discover und Ventures

Pioneers wurde 2009 in Wien gegründet. Damals wurde auch das Festival erstmals veranstaltet – noch deutlich kleiner. 2013 kam mit Pioneers Discover eine Plattform für Corporate-Startup-Kooperation dazu. Diese agiert bei vielen Corporate-Startup Programmen und Accelerators im Hintergrund. In jüngster Zeit gab es etwa Projekte mit der RBI (Elevator Lab), der Energie Steiermark (Next Incubator) und Booking.com. Derzeit läuft ein Call der deutschen Henkel Gruppe, der von Pioneers Discover betreut wird. 2015 wurde mit Pioneers Ventures ein Investment-Arm gegründet, der Early Stage Startups finanziert.

+++ “Netzwerk genutzt”: Eine Woche mit Pioneers Ventures im Silicon Valley +++


⇒ Alle Sieger bei den BeaWorld Awards

⇒ Pioneers-Webpage

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(c) Michael Meier - Maximilian Kindler, Gründer von incaseof.law.

Rund 600 Rauchfangkehrerbetriebe gibt es in Österreich, rund 350 davon arbeiten mit der Grazer Branchensoftware WinChim. Sie können überfällige Rechnungen nun direkt aus dem Verrechnungsmodul an das Wiener LegalTech incaseof.law übergeben. Die Plattform übernimmt den weiteren Prozess, vom außergerichtlichen Mahnverfahren bis zur gerichtlichen Durchsetzung.

Die beiden Unternehmen haben die Kooperation Anfang Oktober bekannt gegeben. Für das Startup von Gründer und CEO Maximilian Kindler ist WinChim nach eigenen Angaben die erste Branchensoftware, über die es eine ganze Branche erreicht.

Viele kleine Rechnungen, wenig Zeit

Die Leistungen der Rauchfangkehrer sind gesetzlich vorgeschrieben, die Tarife reguliert. Daraus ergibt sich ein eigenes Forderungsbild: sehr viele kleine, wiederkehrende Rechnungen an Privathaushalte und Hausverwaltungen. Die Betriebe zählen im Schnitt sechs Beschäftigte, offene Rechnungen verfolgt meist der Inhaber selbst. Eine klassische Inkassobeauftragung zahle sich bei Kleinbeträgen oft nicht aus, heißt es weiter.

„Unsere Anwender wollen kehren, messen und beraten, nicht Zahlungserinnerungen schreiben. Mit incaseof.law ist der offene Posten in unserer Buchhaltungssoftware mit einem Klick erledigt, der Rest passiert im Hintergrund“, sagt Martin Haidenthaler, Gründer von WinChim. Das Unternehmen wurde 1999 in Graz gegründet und ist nach eigenen Angaben Marktführer unter den Rauchfangkehrerbetrieben in sieben Bundesländern.

„Rauchfangkehrer sind das Paradebeispiel für eine Branche, in der Forderungsmanagement bisher schlicht nicht stattfindet, weil es sich nicht auszahlt. Über WinChim erreichen wir die Betriebe dort, wo ihre Rechnungen entstehen. Ab jetzt kommt das Geld dorthin, wo es hingehört: auf das Konto des Betriebs.“

Die Inkassokosten trägt der säumige Schuldner

Laut Aussendung zahlt die Plattform eingehende Beträge ohne Abzüge an den Betrieb aus. Woran incaseof.law dann verdient, erklärt Kindler auf brutkasten-Anfrage: „Der Rauchfangkehrer zahlt uns nichts, weder Provision noch Gebühr. Unser Umsatz kommt ausschließlich vom säumigen Schuldner, und zwar aus den Inkassokosten und den Verzugszinsen.“

Diese Kosten sind laut Kindler durch die Verordnung über die Höchstsätze der Inkassoinstituten gebührenden Vergütungen gedeckelt. Zudem müssen sie nach dem Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) in einem angemessenen Verhältnis zur Forderung stehen. Die Verordnung würde es ihm zufolge auch erlauben, dem Auftraggeber eine Gebühr zu verrechnen. Darauf verzichte man ausnahmslos.

Was das für Schuldner:innen bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel des Gründers. Bei einer offenen Rechnung über 80 Euro fallen mit der ersten Zahlungsaufforderung rund 25 Euro inklusive Umsatzsteuer an, dazu Verzugszinsen von wenigen Cent. Das entspricht einem Aufschlag von rund 31 Prozent. Wer nach der ersten Aufforderung zahlt, bleibt laut Kindler bei diesem Betrag. Bezahlt werden kann über ein Online-Portal, auf Wunsch in Raten über bis zu zwölf Monate. Zu den Kosten bei weiteren Mahnschritten oder im gerichtlichen Verfahren machte Kindler keine Angaben.

Noch keine Zahlen für die Branche

Zahlen für die Rauchfangkehrerbranche gibt es noch nicht, die Anbindung ist erst seit Anfang Oktober aktiv. Kindler erwartet aber eine sehr hohe Quote, weil die Leistung gesetzlich vorgeschrieben, dokumentiert und zu regulierten Tarifen verrechnet sei: „Echten Streit über die Forderung gibt es da kaum. Meistens ist die Rechnung schlicht liegen geblieben.“

Zahlt ein Schuldner trotz mehrerer Mahnschritte nicht, geht der Fall laut Kindler auf derselben Plattform ins gerichtliche Forderungsmanagement über, mit Anbindung an den Elektronischen Rechtsverkehr in Österreich und Deutschland.

Weitere Branchen im Blick

Seit Mai können Kund:innen der Finanzautomatisierungsplattform ibana das Inkasso direkt aus deren Plattform beauftragen (brutkasten berichtete).

Als weitere Branchen sieht sich das Startup laut Kindler Hausverwaltungen, das Gesundheits- und Pflegeumfeld und das Handwerk an und entwickelt dafür eigene Produktlinien. „Die Logik ist überall gleich: viele kleine Rechnungen, kleine Betriebe, kaum Zeit für das Mahnwesen“, so Kindler. Weitere Anbieter will incaseof.law nennen, sobald die Verträge stehen.

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