14.09.2022

Studie: „Alternative Proteine sind die kapitaleffizienteste Lösung in der Klimakrise“

Eine neue Studie der Boston Consulting Group und des Impact-Investors Blue Horizon untersuchte die Marktpotentiale, die Akzeptanz bei Konsument:innen und den möglichen Klima-Impact von alternativen Proteinen.
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(c) AdobeStock

Derzeit entfallen etwa 25 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen auf die Wertschöpfungskette von Lebensmitteln. Ein großer Treiber stellt dabei bekanntlich Fleischproduktion dar. Mittlerweile gibt es weltweit aber zahlreiche Unternehmen und Startups, die an nachhaltigeren Lösungen arbeiten und in den letzten Jahren vielfältige Ersatzprodukte auf den Markt gebracht haben.

Auch in Österreich haben sich Startups erfolgreich am Markt etabliert – angefangen von Revo Foods über easyvegan bis hin zur Pflanzerei. Zudem setzen auch große Marktplayer Zeichen. Erst Anfang September eröffnete beispielsweise die erste rein pflanzliche Billa Filiale Pflanzilla auf der Mariahilferstraße und im Sommer Österreichs erster veganer Burger King am Wiener Westbahnhof.

Die Akzeptanz bei Konsument:innen

Eine neue Studie der Boston Consulting Group und des Impact-Investors Blue Horizon untersuchte nun die Marktpotentiale von Ersatzprodukten für tierisches Protein. Insgesamt 3700 Verbraucher:innen in sieben Ländern wurden dafür befragt.

Das Ergebnis: Knapp drei Viertel der Konsument:innen kennen Ersatzprodukte für tierisches Protein, zwei Drittel haben sie bereits ausprobiert. Neun von zehn Befragten gaben an, dass sie zumindest einige der getesteten Produkte mögen. Die Studienautor:innen sprechen in diesem Zusammenhang von einer „erhöhten Nachfrage“, die auf Preissteigerungen für tierische Produkte aber auch ein „gesteigertes Gesundheits- und Umweltbewusstsein der Konsument:innen“ zurückzuführen ist.

„Das Bewusstsein für alternative Proteine ist während der Pandemie gestiegen, hinzu kommt eine höhere Verfügbarkeit und immer bessere Qualität der Produkte. Wir sehen weiterhin großes Potenzial für den Markt“, sagt Benjamin Morach, Co-Autor der Studie und Partner bei BCG in Zürich.

CO2 Einsparung durch Alternative Proteine & Marktpotential

Zudem untersuchte die Boston Consulting Group (BCG) den potentiellen Klima-Impact von alternativen Proteinen. Dazu heißt es: „Die Umstellung auf alternative Proteine ist die kapitaleffizienteste und wirkungsvollste Lösung zur Bewältigung der Klimakrise, denn alternative Proteine sparen pro investiertem US-Dollar die meisten Emissionen“. Laut BCG sind sie damit doppelt so effektiv wie Investitionen in die Dekarbonisierung von Zement, Eisen, Stahl, Chemikalien oder des Verkehrssektors.

(c) BCG

Investitionen haben einen Zuwachsrate von 124 Prozent

Mittlerweile haben auch Kapitalgeber:innen laut der Unternehmensberatung die Marktpotentiale erkannt. Das in alternative Proteine investierte Kapital ist von einer Milliarde Dollar im Jahr 2019 auf fünf Milliarden im Jahr 2021 angestiegen – eine jährliche Zuwachsrate von 124 Prozent.

„Wenn wir bis 2035 eine Marktdurchdringung von elf Prozent erreichen, könnten wir mehr Kohlenstoffemissionen einsparen als durch die Dekarbonisierung von 95 Prozent des Luftfahrtsektors. Die positiven Auswirkungen sind absolut gewaltig, und die langfristigen Treiber waren noch nie so stark“, wie Björn Witte, CEO von Blue Horizon anfügt.


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Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

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Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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