01.09.2026
PERSONALIE

B&C Privatstiftung: Stephanie Lamezan-Salins neue Leiterin u.a. für Houskapreis und eXplore!

Stephanie Lamezan-Salins übernimmt die Leitung des Bereichs Förderwesen der B&C Privatstiftung. Damit verantwortet sie nun die strategische Weiterentwicklung der Stiftungsinitiativen.
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Die B&C Gruppe ist als eine der größten Investmentgesellschaften des Landes mit signifikanten Beteiligungen an mehreren Konzernen, aber auch Tech-Scaleups bekannt. Über ihr steht die B&C Privatstiftung mit dem Stiftungszweck der Förderung des österreichischen Unternehmertums. Und diesen verfolgt sie auch über mehrere Förder-Initiativen, konkret den Houskapreis – mit 760.000 Euro jährlicher Dotierung der größte private Preis für anwendungsnahe Forschung in Österreich -, die MEGA Bildungsstiftung sowie die Standortforschungsinitiative eXplore!.

Zuletzt sechs Jahre lang Generalsekretärin der ÖVP-Frauen

Der für diese Initiativen zuständige Bereich Förderwesen der B&C Privatstiftung bekommt nun mit Stephanie Lamezan-Salins eine neue Leiterin. Sie soll in der Funktion die strategische Weiterentwicklung vorantreiben. Zuletzt war sie sechs Jahre lang Generalsekretärin der ÖVP Frauen, davor in mehreren Referentinnen-Positionen in Ministerien tätig.

„Neue Akzente für Wachstum und Unternehmertum setzen“

„Mein Ziel ist es, Projekte mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wirkung voranzutreiben, sichtbar zu machen und damit neue Akzente für Wachstum und Unternehmertum zu setzen“, kommentiert Lamezan-Salins. Sie wolle gemeinsam mit dem Team bestehende und neue Aktivitäten entwickeln und Netzwerke weiter ausbauen.

„Führungspersönlichkeit mit hoher Umsetzungskraft“

Und Wolfgang Hofer, Vorstand der B&C Privatstiftung, meint: „Mit Stephanie Lamezan-Salins gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit mit hoher Umsetzungskraft, um unsere langfristigen Initiativen weiterhin erfolgreich und in die Zukunft zu führen.“ Ihre „ausgeprägte Schnittstellenkompetenz“ sei eine ideale Verstärkung für die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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