29.04.2019

Mobile Banking: Bawag bläst mit neuer App „klar“ zum Gegenangriff

Ab 1. Mai können Kunden der Bawag die neue App "klar" für iOS und Android herunterladen. Diese enthält einen Personal Finance Manager zum Tracken der Einnahmen und Ausgaben, außerdem können sich User mit ihrer Mailadresse einloggen und Geld ohne lästigen SMS-TAN überweisen.
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Bawag
(c) Bawag P.S.K.

Auch die Finanzwelt wird immer digitaler, laut einer Studie des Finanzmarketings Verbands erledigen knapp 90 Prozent der Österreicher ihre Bankgeschäfte elektronisch. Daher ist es naheliegend, dass Österreichs Banken regelmäßig Relaunches ihrer Produkte im Bereich des digitalen und mobilen Bankings durchführen.

Der jüngste Wurf kommt hier von der Bawag P.S.K., die am 1. Mai ihre Banking-App „klar“ für Android und iOS veröffentlicht. Das nachfolgende Video zeigt die wichtigsten Funktionen der neuen Bawag-App.

Der Fokus der neuen Bawag-App liegt – wie der Name „klar“ schon vermuten lässt – auf Klarheit. Dazu wurde ein „Personal Finance Manager“ entwickelt, über den Finanzinformationen für den Kunden grafisch übersichtlich aufbereitet werden. So soll dieser seine Einnahmen und Ausgaben besser abschätzen können.

Andere Banken bieten eine ähnliche Funktion. Zuletzt führte etwa die Bank Austria unter dem Namen „24You“ ein neues Onlinebanking ein, dessen wichtigste Neuerung ebenfalls eine übersichtliche Aufschlüsselung von Ein- und Ausgaben ist – auch dieser hört auf der Namen „Personal Finance Manager“. Gleichermaßen bieten zum Beispiel die Erste Bank mit „George“ und die Challenger Bank N26 einen grafischen Überblick zu Finanzinformationen.

Per Email einloggen, PIN statt SMS

Abgesehen von der bereits erwähnten Funktion bietet die Bawag-App jedoch weitere Neuerungen. Unter anderem wurde der Anmeldeprozess vereinfacht: Anstatt mit einer Verfügernummer kann man sich nun mit der Emailadresse und einem Passwort anmelden. Außerdem lässt sich die App via Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren.

Zudem wird der lästige SMS-Pin in der neuen Bawag-App nicht mehr benötigt. Aufträge können stattdessen mit einer „klarPIN“ freigegeben werden, die vom Kunden individuell festgelegt wird. Weitere Sicherheit soll die Geräterkennung schaffen, die jede Transaktion zusätzlich überprüft.

Und schließlich müssen sich User bei Überweisungen nicht mehr entscheiden, ob es sich um eine SEPA-Überweisung, eine Überweisung im Inland oder einen Eigenübertrag handelt. Stattdessen erkennt die App die Art der Überweisung automatisch und speichert die entsprechenden Daten.

Challenger-Banken polarisieren

Zudem versuchen auch Banken aus dem FinTech-Umfeld, im lukrativen Bankgeschäft mitzumischen. Eine dieser Challenger-Bank ist die von Österreichern gegründete N26 mit Headquarter in Berlin, welche zuletzt die Eröffnung eines neuen Standorts in Wien bekanntgab (der brutkasten berichtete).

Zugleich stand N26 in den vergangenen Monaten stark unter Kritik: Konten sollen für Betrug und Geldwäsche verwendet werden, zudem ist laut Kritikern der Kundendienst oft nicht erreichbar. Im Video-Interview mit dem brutkasten äußert sich N26-CEO Valentin Stalf zu den Vorwürfen.

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NATO,Startup,Fonds
Startups im DefenseTech Bereich könnten einen Aufschwung erleben. (c) pexels

In Österreich unterliegen Rüstungsbetriebe strengen Export- und Herstellungskontrollen, primär geregelt durch das Kriegsmaterialgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz. Um der Rüstungsindustrie die Arbeit zu erleichtern, will Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) die gesetzlichen Rahmenbedingungen nun lockern. Unsicherheiten sollten entfernt werden und Exporte schneller und einfacher über die Bühne gehen, so der Minister gestern gegenüber der „Zeit im Bild“ (ZIB) des ORF bei einem Besuch eines Rheinmetall-Werks in Wien. Die Finanzierung von Rüstungssaufträgen sei ein wesentliches Finanzierungsvehikel für heimische Industrie und Betriebe.

„Neutralität ist oberstes Gut“

Gleichzeitig sagte er, dass diese Schritte keinen Einfluss auf die Neutralität haben sollen. „Die Neutralität ist oberstes nationales Gut, das es zu schützen gilt. Wir dürfen aber durch die Neutralität nicht in eine Situation kommen, dass unsere Betriebe gewisse Aufträge nicht abarbeiten können.“

Ob sich die strikte Trennung von wirtschaftlichem Profit und militärischer Neutralität in Österreich in der Realität so aufrechterhalten lässt, wie es die Politik erhofft, bleibt angesichts der verankerten juristischen Hürden abzuwarten. Für die heimischen Startups und Unternehmen im Defense- oder auch Dual-Use-Bereich sind die geplanten Lockerungen jedenfalls eine Chance, sich auf dem europäischen Markt noch stärker zu etablieren.

Diskretion und Dual Use

Dass die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Potenzial und der Neutralität in Österreich nicht gerade einfach ist, wissen auch Founder:innen. Dem Thema DefenseTech wird in Österreich traditionell mit großer Diskretion begegnet. Kein Wunder, hat sich das Land schon vor 71 Jahren der Neutralität verpflichtet. Reine DefenseTech-Startups findet man hierzulande kaum, die meisten agieren im sogenannten „Dual Use“-Bereich. Das bedeutet, ihre Produkte lassen sich nicht ausschließlich im militärischen, sondern auch im zivilen Bereich einsetzen. Neben dem teils kritischen Ansehen der Industrie, gibt es weiters auch Strafen für Unternehmen, wenn deren Produkte für Kriegsparteien bereitgestellt werden.

3,3-Milliarden-Euro-Industrie

Trotz der strengen Auflagen leistet die Rüstungsindustrie in Österreich ihren wirtschaftlichen Beitrag: Laut Industriemagazin erwirtschaftet die Branche jährlich etwa 3,3 Milliarden Euro und damit 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und es haben sich in den letzten Jahren auch einige Startups im DefenseTech- oder verwandten Bereichen etabliert, die von den Lockerungen profitieren könnten. Viewpointsystem, CycloTech oder Drone Rescue Systems, um ein paar zu nennen – wohl gemerkt alle drei im genannten „Dual Use“-Segment.

Wie groß das Potenzial ist, das durch solche Lockerungen entfesselt werden kann, zeigt ein Blick über die Grenze. Im Nachbarland Deutschland boomt die DefenseTech-Branche. Erst gestern berichtete brutkasten über ein 1,6 Mrd. Euro schweres Investment in das Münchner KI-DefenseTech-Scaleup Helsing – der neue Deutschland-Rekord. Das Unternehmen für Drohnen und unbemannte Kampfflugzeuge wird nun mit 18 Mrd. US-Dollar bewertet. Zuvor holte der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems 1,2 Mrd. US-Dollar.

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