06.09.2021

Baqless: Aus für den kleinen Ohrstecker-Verschluss, der immer verloren geht

Baqless hat ein Ohrring-System entwickelt, das ohne separaten Verschluss auskommt.
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Baqless
(c) Baqless

Ohrstecker sind an sich schon klein und gehen leicht verloren. Noch kleiner und noch leichter zu verlieren sind die winzigen Verschlüsse der kleinen Schmuckstücke. Eine Lösung für dieses alte Problem hat das Schweizer Startup Baqless entwickelt. Seine Ohrringe kommen ohne separaten Verschluss aus. Dafür sorgt ein eigens entwickelter Mechanismus (siehe GIF).

(c) Baqless: So funktioniert der Verschlussmechanismus

„Schon 2009 hatten wir die Idee, Ohrstecker zu bauen, die ohne separaten Verschluss auskommen. Wir tüftelten und tüftelten, entwickelten und verwarfen verschiedenste Verschlussmechaniken, bis wir über Umwege den Punkt erreichten, an dem wir heute sind“, heißt es von den Gründern auf der Page des Unternehmens. Dennoch forsche man stetig, um das Produkt weiter zu verbessern.

Baqless: 10.000 mal öffnen und schließen ohne Verschleiß garantiert

Wert legt man auch auf die Qualität des fragil anmutenden Mechanismus, der an die breite des Ohrläppchens angepasst werden kann. Man könne garantieren, dass Kundinnen und Kunden die Verschlüsse mindestens 10.000 mal öffnen und wieder schließen können, ohne dass Verschleißerscheinungen auftreten. Das Material sei „höchst verträglicher Edelstahl, der ansonsten nur in der Medizin Verwendung findet“. Sprich: Baqless sei antiallergisch und unglaublich robust.

Das Unternehmen spricht direkt Endkunden an. Verkauft werden also komplette Schmuckstücke in unterschiedlichen Preisklassen von Edel-Modeschmuck bis zu goldeingefassten Diamant-Ohrsteckern. Die Materialien kaufe man „fair und sozialverträglich“ ein und achte auf „höchste soziale und ethische Standards“, heißt es von Baqless.

Baqless ist diese Woche bei 2 Minuten 2 Millionen zu sehen. Ebenfalls in dieser Folge: Plug Fix, ProctyClean, Cook & Grill und Emjot Design.

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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