25.08.2020

Bambus: Wiener Immobilien-Beleihungs-Startup holt sechsstelliges Investment

Das Wiener FinTech-Startup Bambus holt sich ein Preseed-Investment unter dem Lead von Calm/Storm Ventures.
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Bambus - Die Co-Founder Franz Hoerhager und Patrick Wollner
(c) Bambus: Die Co-Founder Franz Hoerhager und Patrick Wollner

Wer (unbelastete) Immobilien besitzt ist zwar vermögend, aber nicht zwingenderweise liquide. Dabei gibt es durchaus eine bewährte, aber hierzulande wenig genutzte Methode, liquide Mittel aus Häusern, Wohnungen, Grundstücken, und Co. herauszuholen, ohne diese zu verkaufen. Das Zauberwort heißt: Immobilien-Beleihung. Das Wiener FinTech-Startup Bambus will diese über seinen digitalen Zugang deutlich vereinfachen und auch im DACH-Raum etablieren.

Angebot zur Immobilien-Beleihung innerhalb von Minuten

„Viele Immobilienbesitzer wissen nicht, wie viel Potenzial in ihren Immobilien steckt“, meint Patrick Wollner, Co-Geschäftsführer und Co-Founder von Bambus. „Unser Ziel bei Bambus ist, dieses Potenzial voll zu entfalten und unseren Kunden die beste Experience rund um das Thema Immobilien-Beleihung zu bieten“. Man strebe an, innerhalb weniger Minuten ein komplettes Angebot versenden zu können. Dabei habe man bereits länderübergreifend Beleihungen vermitteln können und baue diese Kapazitäten schrittweise aus.

“Immobilienbesitzer brauchen klare und flexible Finanzdienstleistungen. Herkömmliche analoge Prozesse und die damit oft verbundene Intransparenz stellen eine große Hürde dar“, meint der zweite Co-Founder und Co-Geschäftsführer Franz Hoerhager. „Eine Immobilie ist ein Finanzvermögen wie jedes andere. Warum sollte ich also nicht meine Finanzierungspläne nach 20 Jahren wieder abändern und auf das aufgebaute Vermögen zurückgreifen können?“

Calm/Storm u.a. ergänzen illustren Investorenkreis von Bambus

Vor allem Hoerhager verfügt über umfassende Erfahrung im Private Equity-Bereich. Das und das Konzept des FinTechs überzeugte bereits mehrere Investoren. Nun schloss man eine sechsstellige Preseed-Kapitalrunde ab. Calm/Storm Ventures mit Michael Ströck übernimmt dabei den Lead. Auch dabei sind die Wiener Business Angels Nikolaus Stadler und Daniel Rose, die u.a. auch am Fotobuch-Startup journi beteiligt sind. Schon zuvor waren die deutschen Unternehmer Jan Deepen und Stefan Jeschonnek (Gründer von Zeitgold und Mitgründer von SumUp), Florian Hagenbuch und Mate Pencz (Gründer von Printi und des brasilianischen Proptech-Unicorns Loft), sowie der Münchner Immobilienentwickler CV Projektentwicklung an Bord.

Michael Ströck, Gründer und Geschäftsführer bei Calm/Storm Ventures kommentiert: „Mit Patrick und Franz haben wir ein Team gefunden von dem wir überzeugt sind, dass sie einen echten Category Leader in dieser Branche bauen können. Die beiden haben von Anfang an einen beeindruckenden Kreis von internationalen Unterstützern und Investoren um sich versammelt und vor allem ein hervorragendes Produkt gebaut. Wir freuen uns auf die gemeinsame Reise, die jetzt in Deutschland und Österreich startet und bald weit darüber hinausgehen wird“.

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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Bambus: Wiener Immobilien-Beleihungs-Startup holt sechsstelliges Investment

  • Wer Immobilien besitzt ist zwar vermögend, aber nicht zwingenderweise liquide.
  • „Viele Immobilienbesitzer wissen nicht, wie viel Potenzial in ihren Immobilien steckt“, meint Patrick Wollner, Co-Geschäftsführer und Co-Founder von Bambus.
  • Man strebe an, innerhalb weniger Minuten ein komplettes Angebot für immobilien-Beleihung versenden zu können.
  • Das und das Konzept des FinTechs überzeugte bereits mehrere Investoren.
  • Nun schloss man eine Preseed-Kapitalrunde unter dem Lead von Calm/Storm Ventures ab.

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