06.10.2022

Backbone: Das Sicherheits-Tablet aus Österreich

Das Wiener Unternehmen Muse Electronics hat nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit das Backbone-Tablett auf den Markt gebracht. Dabei stehen sowohl Hardware- als auch Cyber-Sicherheit an erster Stelle.
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Philipp Lechner ist Gründer und CEO von Muse Electronics. (c) Muse Electronics

Wie jeder einzelne Bereich in unserem Alltag, bleibt auch das Militär von der Digitalisierungs-Welle nicht verschont. Neue Militärtechnologien sowie autonome Waffensysteme treffen den Zahn der Zeit. Jedoch ergeben sich daraus immer größer werdende Herausforderungen im Cyberraum. Diese Technologien müssen – um falsche Einsätze und daraus resultierende fatale Folgen zu eliminieren – vor Hackerangriffen geschützt werden. Genau aus diesem Grund hat das Wiener Unternehmen Muse das weltweit sicherste Tablet der Welt entwickelt – zumindest das behauptet das Unternehmen.

Backbone wurde nach zehn Jahren Entwicklungsarbeit für den kompromisslosen Schutz von sensiblen Daten im militärischen und industriellen Einsatz konstruiert. Aber auch sein ultra robustes Design unterscheidet Backbone von herkömmlichen Tablets am Markt. “In einer Welt, in der die Cyberkriminalität immer einen Schritt voraus scheint und damit maßgeblich in das Konfliktgeschehen eingreift, wurde Backbone aus dem Bedürfnis heraus entwickelt, dass Datensicherheit zuallererst auf Hardware-Ebene gewährleistet sein muss“, sagt Philipp Lechner, Gründer und CEO von Muse Electronics. Das Team rund um Lechner besteht aus hochspezialisierten Experten sowie dem technischen Leiter Gerald Zach.

Backbone auch in Extrembedingungen einsetzbar

Das erst vor wenigen Wochen auf der IKT-Sicherheitskonferenz vorgeführte Tablet ist Dank seines abgerundeten Sicherheitskonzepts unter Extrembedingungen einsetzbar. Während es in bis zu zwei Meter Tiefe für 24 Stunden wasserdicht bleibt, kann Backbone in extremen Temperaturen von -20 bis +60 Grad Celsius betrieben werden. Zudem kann das Militär-Tablet aus Österreich bis zu einem Monat bei zehn bis 45 Grad Celsius gelagert werden. Mit der neuen Sicherheitsarchitektur garantiert die Hardware zudem die volle Kontrolle über die Bearbeitung und Speicherung von sensiblen Daten. “Softwarelösungen offenbaren Lücken, in die jederzeit von außen eingedrungen werden kann. Unser Hardware-Ansatz ist dahingegen auf allen Ebenen der Sicherheit kompromisslos“, erklärt Lechner.

Zahlreiche Sicherheitsfunktionen reduzieren Missbrauchs-Risiko

Laut Muse Electronics ermöglicht Backbone als erstes Tablet die physikalisch getrennte Bearbeitung und Speicherung von Daten mehrerer Sicherheitsdomänen – aus dem keine Daten entweichen dürfen. Dank mehrerer externer Bootmedien kann zudem gleichzeitig und physikalisch getrennt in mehreren Sicherheitsdomänen gearbeitet werden. Auch sicherheitskritische Funktionen wie Kamera, Mikrofon, GPS, WiFi und Bluetooth können auf Hardware-Ebene aktiviert oder deaktiviert werden, um unerlaubten Zugriff auf deaktivierte Module zu verhindern.

„Unsere einzigartige und patentierte Lösung ermöglicht somit die volle Kontrolle über Daten unterschiedlicher Sicherheitsdomänen. Potentielle Fehlerquellen, sowie Risiken eines Missbrauchs werden auf Hardware-Ebene maximal reduziert.“, erklärt Philipp Lechner, Gründer und CEO von MUSE Electronics.

Muse Electronics offen für Kooperationen

Das im Jahr 2014 gegründete Unternehmen setzt nicht nur bei der Entwicklung, sondern auch bei der Produktion des Tablets auf Österreich. Unterstützt wurde Muse Electronics dabei durch das österreichische Verteidigungsforschungs-Förderprogramm FORTE – eine Initiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT). Muse Electronics selbst ist in Österreich als Anbieter von innovativen Hardware-Sicherheitssystemen sowohl im militärischen als auch im industriellen Bereich tätig und offen für Kooperationen mit führenden Research & Technology Organisationen sowie mit innovativen Unternehmen.

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AustrianStartups
© AustrianStartups - Michael Kowatschew und Nina Hödlmayr.

Nach vier Jahren Arbeit im AustrianStartups-Vorstand übergibt Nina Hödlmayr ihre Rolle an Michael Kowatschew, Co-Founder von Heizma. Nach diesem Wechsel gehören dem Vorstand Markus Raunig, Stephanie Cox, Bernhard Niesner, Kilian Kaminski, Anna Pölzl und Kowatschew an.

„Fällt mir nicht leicht“

„Ich freue mich, dass Misha (Anm.: Michael Kowatschew) meine Rolle im Vorstand übernimmt. Ich kenne ihn seit einigen Jahren als klugen, ambitionierten Gründer mit Integrität und der Fähigkeit, andere zu inspirieren. Er bringt genau die Perspektive mit, die AustrianStartups braucht, um Gründer auch weiterhin bestmöglich zu unterstützen“, sagt Hödlmayr. „Ich war bei AustrianStartups mit ganzem Herzen dabei, und ich hoffe, das war für alle spürbar. Diese Arbeit loszulassen, fällt mir nicht leicht. Gleichzeitig glaube ich daran, dass Organisationen sich weiterentwickeln und es manchmal richtig ist, einen Schritt zurückzutreten und Platz zu machen. Mein Engagement für Gründer werde ich auch weiterhin durch Investments und Mentoring fortsetzen.“

Hödlmayr war seit Mai 2022 Teil des Vorstands, Mentorin beim Entrepreneurial Leadership Program, Jurorin bei der Youth Entrepreneurship Week und Stifterin der Stiftung Unternehmerische Zukunft, deren Gründung sie bei einem Vorstands-Offsite mit anstieß.

„Ohne Nina wäre AustrianStartups nicht da, wo wir heute sind. Sie hat unsere Professionalisierung entscheidend vorangetrieben und war sich nie zu schade, selbst anzupacken – ob als unermüdliche Mentorin in unseren Bildungsprogrammen oder als Co-Gründerin der Stiftung Unternehmerische Zukunft. Ein großes Danke an Nina für ihren herausragenden Einsatz für AustrianStartups – auch ohne Vorstandsrolle bleibt sie uns als großartiges Vorbild für die nächsten Gründer erhalten“, sagt Raunig, Vorsitzender des Vorstands.

Und er ergänzt: „Misha ist ein Vollblutunternehmer, der selbst schon durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist. Durch seine Arbeit bei der Sigma Squared Society bringt er wertvolle Erfahrung im Aufbau internationaler Gründer mit. Wir freuen uns sehr, dass er mit an Bord kommt und gemeinsam mit uns daran arbeiten wird, dass in Österreich wieder mehr Zukunft gebaut wird.“

Unternehmertum positiver wahrnehmen

Kowatschew möchte mit seiner Rolle im Vorstand dazu beitragen, dass mehr junge Menschen den Mut haben, zu gründen, und das Bild von Unternehmertum in Österreich positiver wahrgenommen wird: „Ich möchte mehr Brücken zwischen den besten Leuten aus unterschiedlichen Gründungsphasen bauen, von Early Stage über Scaleup und Exit bis zum Mittelstand. In der Verbindung talentierter und inspirierender Menschen aus unterschiedlichen unternehmerischen Phasen steckt viel Magie“, sagt er.

Sein Debüt in seiner neuen Rolle gibt Michael Kowatschew am 15. Oktober 2026 beim AustrianStartups Summit in der Ottakringer Brauerei in Wien. Dort wird er über seine persönliche Gründerstory sprechen.

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