22.01.2020

Neue Struktur: aws fasst 44 Programme auf 18 zusammen

Die aws hat ihre Programmstruktur neu strukturiert und fasst 44 Förderprogramme auf 18 zusammen. Dadurch sollen Unternehmen und Startups künftig einen besseren Überblick bekommen.
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(c) Adobe Stock

Die Förderbank des Bundes Austria Wirtschaftsservice (aws) hat ihre Programmstruktur optimiert. Insgesamt wurden 44 der relevantesten Programme auf 18 zusammengefasst. Dadurch soll die Orientierung für Unternehmen und Startups künftig deutlich verbessert werden. Wie die Förderbank in einer Aussendung versichert, geht die Neustrukturierung ohne einer Einschränkung des inhaltlichen Angebots einher.

+++ Neue Plattform matcht Startups, KMU, Corporates und Investoren +++

Die vier Cluster der aws

Die 18 Programme sind in insgesamt vier unterschiedliche Cluster zusammengefasst, die sich thematisch von „Ideen entwickeln“ über „Unternehmen gründen“ bis hin zu „Nachhaltig expandieren“ gliedern (siehe Grafik).

Unter „Ideen entwickeln“ fallen beispielsweise altbekannte Programme, wie aws PreSeed oder aws First Inkubator, die Projekte in der Vorgründungsphase unterstützen sollen. Der Cluster „Unternehmen gründen“ umfasst hingegen Programme, wie Seedfinancing oder aws Garantie.

Der vierte Cluster umfasst „Connecting Services“ zu denen die Programme Industry-Startup-Net, aws Equity Finder, aws i2Business Angels und Global Incubator Network Austria (GIN) zählen. Bei den „Connecting Services“ handelt es sich im Prinzip um die Plattform aws-Connect, die 2019 geschaffen wurde. Sie soll Startups, etablierte Unternehmen und Investoren miteinander vernetzen – der brutkasten berichtete.

Programme mit besonderen Zielgruppen – wie etwa Universitäten oder Inkubatoren – werden künftig als zusätzliche 18 Spezialprogramme angeboten.

aws
(c) Screenshot

Neue Programmnamen und Online-Tools

Zudem sollen neue Programmnamen und -beschreibungen sicherstellen, dass Unternehmen schnell die passenden Förderungsprogramme identifizieren können. Die bereitgestellten Informationen werden auch durchgängig in Englisch angeboten.

Neben der neuen Programmstruktur sollen auch die bestehende Online-Tools einen besseren Überblick liefern. Zu ihnen zählt beispielsweise der Fördermanager mit dem Förderungsanträge online erstellt und im Team bearbeitet werden können. Über ihn erhalten die Nutzer laufend Auskunft über den aktuellen Bearbeitungstatus ihres Antrags. Zudem können wichtige Termine und vertrauliche Dokumente gespeichert werden.

Die neue Programmstruktur hat bereist Einzug auf der Website der Förderbank gehalten, auf der nähere Details zu den einzelnen Programminhalten bereitgestellt werden.


=> Page der Förderbank

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Das Fullstacks-Management vl.: Philipp Kainz, Sebastian Mangelkramer, Fabian Regitz und Philipp Schlaffer | (c) Fullstacks
Das Fullstacks-Management vl.: Philipp Kainz, Sebastian Mangelkramer, Fabian Regitz und Philipp Schlaffer | (c) Fullstacks

Die Rewe Group, die Neue Zürcher Zeitung, die ÖBB, Erste Digital, die Wirtschaftskammer, die Österreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH, Admiral oder die niederösterreichische Landesregierung – die Liste namhafter Referenzkunden des 2021 in Wien gestarteten Platform-Engineering-Spezialisten Fullstacks ließe sich noch eine Zeit lang fortsetzen. Was sie alle gemeinsam haben: Sie arbeiten in regulatorisch anspruchsvollen Umfeldern.

„Unser Ansatz ist klar, dass wir immer compliant und secure by design sind“, sagt Sebastian Mangelkramer im Gespräch mit brutkasten. Er hat Fullstacks gemeinsam mit Philipp Kainz gegründet, später kamen Philipp Schlaffer und Fabian Regitz ins C-Level und als Anteilseigner dazu und bauten Standorte in der Schweiz und Deutschland auf. „Wir haben unser Ökosystem sukzessive erweitert, damit wir unserem Namen gerecht werden. Fullstacks bedeutet top-down alles von der Enterprise-Architektur über Softwaremodernisierung, Platform Ops, Architektur, Planung, Inbetriebnahme und letztlich Managed Services“, erklärt der Gründer.

Digitale Souveränität „bereits Teil des Gründungsimpulses“

Dabei setzt der IT-Dienstleister auch auf eines der ganz großen aktuellen Themen: Digitale Souveränität. „Souveränität und Offenheit waren bereits Teil unseres Gründungsimpulses. Wir hatten damals sogar Angst, zu spät dran zu sein. Aber es stellte sich heraus: Wir haben genau das richtige Timing erwischt. Jetzt, wo die Nachfrage richtig hoch ist, können wir liefern und trauen uns auch dicke Dinger zu.“

Mehr als 14 Mio. Euro Umsatz im Vorjahr

Heute hat der Platform-Engineering-Spezialist knapp unter 60 Mitarbeiter:innen und verdoppelte ihren Umsatz im Vergleich von 2024 zu 2025 auf mehr als 14 Millionen Euro – „bei 20 Prozent Umsatzrendite“, wie Mangelkramer betont. In den schwarzen Zahlen ist Fullstacks aber nicht erst seit Kurzem. „Wir mussten von Tag eins rentabel sein. Das ging gar nicht anders. Wenn wir nicht rentabel gewesen wären, dann wäre unser Kühlschrank leer gewesen“, erzählt der Gründer.

Sebastian Mangelkramer ist Co-Founder und CEO von Fullstacks | (c) Fullstacks

Und bis heute ist das Unternehmen komplett eigenfinanziert. „Wir haben uns am Anfang 100.000 Euro von einem engen Freund privat geliehen. Das war aber eigentlich nur notwendig, um Sicherheit zu haben, um einen Knoten im Kopf aufzulösen. Wir haben das Geld nie angerührt, weil wir immer so viel Respekt davor hatten“, so Mangelkramer. Das Geld für die Eintragung der GmbH habe er sich von seinem Vater geliehen.

„Wir brauchen Leute, die zupacken, die eine ‚Whatever it takes‘-Mentalität haben“

Und schon im ersten Geschäftsjahr schrieb Fullstacks 900.000 Euro Umsatz – zu zweit mit Co-Founder Philipp Kainz. Dann holte man den ersten Mitarbeiter an Bord; später Philipp Schlaffer und Fabian Regitz als Geschäftspartner. Seitdem wuchs das Team konstant. Doch Mangelkramer betont: „Es darf und kann nicht jeder zu uns. Wir brauchen Leute, die zupacken, die eine ‚Whatever it takes‘-Mentalität haben, die unternehmerisch denken und einfach Bock haben.“

Diese Autonomie ermögliche es Fullstacks auch, trotz Wachstums ein „Speedboat“ zu bleiben. „Unsere Leute müssen selbst entscheiden. Wir übertragen Verantwortung und fordern sie auch ein. So bleibt man schnell und effizient“, sagt der Gründer. Doch er räumt ein: „Auch wir als Unternehmer dahinter sind greifbar. Man kann uns ‚beim Krawattl packen‘, wenn irgendwas nicht funktioniert.“ Letztlich sei es dennoch das Ziel, „sich überflüssig zu machen“. Und das funktioniere bereits gut: „Philipp und ich können mehrere Wochen gleichzeitig auf Urlaub gehen und der Laden läuft.“

Ziel: „ein signifikanter europäischer Player zu sein“

Doch das ist freilich nicht das einzige Ziel. Denn mit dem, was bereits erreicht wurde, will sich Mangelkramer noch lange nicht zufrieden geben. „Ich denke in Unternehmensphasen. Phase eins waren Fundament und Identität. Das haben wir gut erreicht. Jetzt sind wir in der zweiten Phase: Skalierung und Differenzierung.“ Hier wolle man in den kommenden Jahren noch auf 100 bis 150 Mitarbeiter:innen anwachsen, die Premium-Brand ausbauen und das laufende Geschäft mit Managed Services festigen.

Die dritte Phase schließlich betitelt Mangelkramer mit „Expansion und Nachhaltigkeit“. „Das heißt, nachhaltige Profitabilität, ein selbsttragendes Leadership-System und – vielleicht nach den Sternen gegriffen – aber ein signifikanter europäischer Player zu sein“, so der Gründer. Und wie kommt man dorthin? „Man muss immer kritisch sein, immer am Ball bleiben. Permanente Veränderung und Anpassungen sind der Kern.“

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