09.10.2019

Exit: aws-Gründerfonds verkauft Anteile an SaaS-Unternehmen Piano Media

Der aws-Gründerfonds hat im Rahmen einer 22 Millionen US-Dollar Series-B-Finanzierungsrunde des in Wien und New York ansässigen SaaS-Unternehmens Piano Media seine Anteile an den US-amerikanischen Investor Updata Partners verkauft.
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Piano Media
aws Fondsmanagement GmbH

Der aws Gründerfonds hat seit seinem Bestehen gemeinsam mit Co-Investoren mehr als 220 Millionen Euro in 32 Beteiligungen aus den Bereichen Digital, Deep Tech & Industrie sowie Life Science investiert und zahlreiche Exits abgeschlossen. Wie heute, Mittwoch, bekannt wurde, ging ein weiterer Exit erfolgreich über die Bühne.

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Der aws-Gründerfonds hat seine Anteile an der Piano Media GmbH mit Sitz in Wien und New York an den US-Investor Updata Partners verkauft. Der Exit erfolgte im Zuge einer Series-B-Finanzierungsgrunde in der Höhe von 22 Millionen US-Dollar.

Piano Media GmbH 2013 gegründet

Die Piano Media GmbH wurde im Jahr 2013 als ein Software-as-a-Service (SaaS) Unternehmen gegründet und hat sich auf die Monetisierung von digitalen Medieninhalten spezialisiert. Die von Piano entwickelte Software unterstützt Medien-Websites bei der Analyse des Nutzerverhaltens. Zu den Kunden zählen keine geringeren wie The Economist, Bloomberg oder Le Parisien.

Den Medienhäusern wird neben einem Tool zum Messen der Kundenzufriedenheit auch ein Abonnementmanagement zur Verfügung gestellt. Das Angebot reicht dabei von Bezahlschranken für einzelne redaktionelle Artikel bis hin zu Paywalls für mehrere Seiten.

Wachstum von Piano Media

Seit dem Investment des aws Gründerfonds im Jahr 2014 ist Piano Media organisch sowie über Zukäufe gewachsen. Gemeinsam mit 3TS Capital Partners, Neulogy Ventures und Rittenhouse Ventures wurde das Unternehmen während der vergangenen Jahre bei mehreren Finanzierungsrunden und Mergers & Acquisitions (M&A) begleitet. Laut dem aws-Gründerfonds hat das Unternehmen seitdem einen nicht näher genannten achtstelligen Geldbetrag eingesammelt.

Umsätze verdreifacht

Das Unternehmen beschäftigte 2014 rund 20 Mitarbeiter, mittlerweile ist die Zahl auf 180 Personen angestiegen. Die sieben Büros des Unternehmens erstrecken sich von New York über London bis Rio De Janeiro. In den vergangenen beiden Jahren konnte Piano Media unter der Leitung von CEO Trevor Kaufman zudem die Umsätze verdreifachen und die Kundenbasis verdoppeln.

Ausbau der Marktposition

Das frische Kapital des US-Investors Updata Partners soll laut einer Aussendung für das Wachstum in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Vertrieb und Kundenservice verwendet werden. Wie es weiters heißt, möchte Piano Media die Marktposition weiter ausbauen und auf die Marktnachfrage in neuen Branchen reagieren. Künftige Akquisitionen stehen im Raum.


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Die automatisierte Burger-Maschine FABAL © REET Systems

Die österreichische REET Systems GmbH (Restaurant Efficiency Technologies Systems) hat nach eigenen Angaben die Entwicklung einer serienreifen automatisierten Burger-Produktion abgeschlossen. Das System trägt den Namen FABAL (Fully Automated Burger Assembly Line) und wird interessierten Gastronomiebetrieben nun auch in einem Demo-Center in Wiener Neudorf, Niederösterreich, vorgeführt.

Aufbau und Kapazität

FABAL ist laut REET modular aufgebaut und lässt sich an unterschiedliche Restauranttypen anpassen. Je nach Konfiguration sollen laut eigenen Angaben bis zu 300 Burger pro Stunde produziert werden können, aus über 50 verschiedenen Zutaten und in zahlreichen, auch individuell zusammengestellten, Varianten. Bedient wird die Anlage von einer einzigen Person, die für Befüllung und Reinigung zuständig ist. Laut Website sollen sich Betreiber:innen 50 Prozent der Personalkosten sparen. Ein KI-gestütztes System überwacht laut Unternehmen Produktionsqualität und Betriebszustände der Komponenten.

Entwicklung und Testbetrieb

Die aktuelle dritte Generation der Anlage sei nach rund sieben Jahren Entwicklung entstanden und habe sich in einem über einjährigen Testbetrieb mit mehr als 30.000 produzierten Burgern bewährt, so REET. Als Einsatzgebiete nennt das Unternehmen Schnellrestaurants, Großkantinen, Events und Vergnügungsparks. REET gibt, an die Patent- und Immaterialgüterrechte an der Technologie zu halten.

Produktion und Support sollen über Partnerunternehmen im In- und Ausland laufen. „Die größte Herausforderung dieser Innovation war es, auf dem in üblichen Küchengrößen vorhandenen Platzangebot aus über 50 verschiedenen und uneinheitlichen Burgerzutaten automatisiert unterschiedlichste Burger Sandwiches in hohen Stückzahlen herzustellen“, sagt REET-Geschäftsführer und Wirtschaftsanwalt Dieter Spranz.

Eigentümerstruktur

REET Systems wurde laut eigenen Angaben 2019 aus dem Gesellschafterumfeld der Theophil Group gegründet, seit 2022 hält die Raiffeisen-Beteiligungsgesellschaft Invest AG eine Minderheitsbeteiligung. Geschäftsführer sind Dieter Spranz und Roland Ambrosch.

Mehrheitseigentümerin von REET ist die Theophil Group, eine österreichische Familienunternehmensgruppe mit Schwerpunkt Systemgastronomie und Immobilien, die in Österreich rund 1.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt und laut Aussendung über 100 Millionen Euro Jahresumsatz erzielt.

Verbindung zur Systemgastronomie

International ist die Theophil Group mit The Coffeeshop Company in neun weiteren Ländern mit rund 100 Standorten vertreten. Über ihre Tochtergesellschaft The Eatery Group (bis 2023 TQSR Group) ist sie zudem seit 2015 Masterfranchisenehmerin von Burger King in Österreich.

„Als Masterfranchisee und exklusiver Developer der amerikanischen Burgerkette Burger King verwalten wir den gesamten österreichischen Markt der Marke“, heißt es auf der Website der Gruppe. 34 Burger-Lokale betreibe man selbst. Die neue Burger-Automatisierungstechnik entsteht damit im selben Konzernumfeld, das hierzulande auch einen der größten Systemgastronomie-Betreiber stellt, ein naheliegendes erstes Einsatzfeld für FABAL.

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