Mit einem Volumen von rund 70 Millionen Euro gehört der staatliche VC aws Gründerfonds zu den wichtigsten Startup-Finanzierern Österreichs. Nun steht ein Wechsel in der Geschäftsführung an: Mit Ralf Kunzmann verlässt einer der Köpfe, die den Fonds seit der Gründung maßgeblich prägten, aws Fondsmanagement und aws Gründerfonds nach achteinhalb Jahren. Ihm folgte in Fondsmanagement und Gründerfonds Christoph Haimberger nach.
Mit Haimberger kommt ein erfahrener VC-Manager zur aws
Haimberger hat nach eigenen Angaben mehr als 20 Jahre Erfahrung in Sachen Investments, Venture Capital und Private Equity. Er war viele Jahre Investment Director bei 3TS Capital, dann als Venture Partner bei Elevate Ventures der RBI tätig und hat mit UmweltKapital seine eigene VC-Beratung.
Nun ist er Teil der Geschäftsführung des aws Gründerfonds, der in den vergangenen achteinhalb Jahren in mehr als 35 Companies investiert hat und zahlreiche Exits feiern konnte. Im Portfolio sind unter anderem als potenzielle künftige Unicorns gehandelte Startups wie Adverity oder PlanRadar. Die Geschäftsführung teilt er sich im Fondsmanagement mit Nina Dohrau. Kunzmann war seit der Gründung des aws Gründerfonds in der Geschäftsführung. Er wechselt nun mit Oktober in die Erste Group.
Eologix-Ping: Grazer Startup erkennt per Satellit, wenn ein Blitz im Windrad einschlägt
Das Grazer Startup eologix-ping erweitert sein Produktportfolio um eine satellitengestützte Blitzdetektionslösung für Windkraftanlagen. Die neue Version soll Betreibern insbesondere in schwer erreichbaren Regionen eine zuverlässige Identifikation von Blitzereignissen auf Turbinenebene ermöglichen und so Wartungsprozesse effizienter und transparenter gestalten.
Eologix-Ping: Grazer Startup erkennt per Satellit, wenn ein Blitz im Windrad einschlägt
Das Grazer Startup eologix-ping erweitert sein Produktportfolio um eine satellitengestützte Blitzdetektionslösung für Windkraftanlagen. Die neue Version soll Betreibern insbesondere in schwer erreichbaren Regionen eine zuverlässige Identifikation von Blitzereignissen auf Turbinenebene ermöglichen und so Wartungsprozesse effizienter und transparenter gestalten.
Im Mai 2024 holte eologix-ping ein Millioneninvestment u.a. von Verbund X – brutkasten berichtete. Im gleichen Jahr führte das Grazer Startup Blitzdetektion ein und erweiterte sein Produktportfolio um Blitzüberwachungssysteme.
Eologix-Ping mit neuer Version
Nun hat Eologix-Ping die Markteinführung von „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ bekannt gegeben, einer neuen satellitengestützten Version seiner Blitzüberwachungslösung für Windturbinen.
Die neue Variante soll es Wind-Asset-Managern in abgelegenen Regionen mit geringer Konnektivität, in denen die Mobilfunkkommunikation unzuverlässig oder nicht verfügbar ist, ermöglichen, zu erkennen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde – konkret geschieht das mittels Myriotas UltraLite-Satellitenkonnektivität.
Use-Case bleibt
Der grundlegende Use Case bleibt bei den Grazern jedoch unverändert: Betreiber wissen zu lassen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde, damit sie Inspektionen priorisieren, die Wartungsplanung verbessern und Unsicherheiten nach Gewitterstürmen reduzieren können.
„Abgelegene Windparks sollten nicht einfach deshalb an operativer Transparenz verlieren, weil die Mobilfunkabdeckung begrenzt ist“, sagt Matthew Stead, CPO und Mitgründer von Eologix-Ping. „Mit ‚Event Lightning Fleet – Satellitenversion‘ erweitern wir die Blitzüberwachung auf Turbinenebene auf Regionen, in denen die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur eine Hürde dargestellt hat.“
Einblicke auf Turbinenebene
Blitzeinschläge können erhebliche Blattschäden und Betriebsrisiken für Windturbinen verursachen. In vielen Fällen sind Betreiber gezwungen, nach Gewitterstürmen umfangreiche Inspektionen durchzuführen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, welche Turbinen betroffen waren.
Im Gegensatz zu regionalen Wetterdiensten, die sich auf flächenweite Blitzaktivität konzentrieren, sei „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ darauf ausgelegt, betriebliche Einblicke auf Turbinenebene zu liefern.
Aus dem Archiv: Die Hintergründe zum Millioneninvestment für eologix-ping aus Graz
Das System erkenne Blitzereignisse direkt am Windturbinenturm mithilfe eines Magnetfeldsensors, der im Power and Communication Module (PCM) installiert ist. Der Sensor erfasst das durch den Blitzstrom im Turmgebäude induzierte Magnetfeld und generiert eine Ereignisbenachrichtigung, die in die Cloud übertragen wird.
Eologix-Ping-CEO: „Besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika“
„Wir sind stolz darauf, mit Eologix-Ping zusammenzuarbeiten, um die Blitzüberwachung auf Standorte auszudehnen, die traditionell außerhalb der Reichweite zuverlässiger Konnektivität lagen“, sagte Dan Franklin, Regional Sales Director bei Myriota.
Und Thomas Schlegl, CEO und Mitgründer von Eologix-Ping, ergänzt: „Mit dieser Markteinführung können Betreiber Blitzüberwachung auf Turbinenebene an Standorten einsetzen, die bisher schwer zu verbinden waren. Dies ist besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika, wo abgelegene geografische Lagen und begrenzte Telekommunikationsinfrastruktur nach Blitzereignissen operative blinde Flecken schaffen.“
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