30.06.2022

Neues aws-Garantien-Programm für Digitalisierung & Ökologisierung unterstützt Projekte bis 25 Mio. Euro

Das Finanzministerium (BMF) unterstützt mit seinem neuen Garantien-Programm spezifisch Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsprojekte. Antragstellungen sind ab 1. Juli 2022 über die Austria Wirtschaftsservice möglich.
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(c) AdobeStock

Ziel ist des neuen aws-Garantien-Programms ist es, nachhaltige Investitionen zu fördern und damit die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Außerdem sollen laut Finanzministerium (BMF) zukunftsträchtige Digitalisierungsprojekte in den Bereichen wie künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Robotik, IT-Infrastruktur und Co unterstützt werden.

aws-Garantien bis 25 Millionen Euro möglich

Im Einzelfall können für Nachhaltigkeits-und Digitalisierungsprojekte ab 1. Juli 2022 Garantien bis 25 Millionen Euro pro Projekt vergeben werden. Dabei handelt es sich um Garantien, was bedeutet, dass Unternehmen einen Bankkredit erhalten, der durch die aws-Garantie günstiger bzw. überhaupt erst ermöglicht wird. „Mit der Unterstützung dieser aws-Garantien können Unternehmen Bankkredite zu günstigeren Konditionen aufnehmen“, so Finanzminister Magnus Brunner über die Zielsetzung. Im Prinzip handelt es sich somit um eine öffentliche Absicherung des Finanzierungsrisikos – ein Instrument das auch im Zuge der Coronoakrise zur breiten Anwendung gekommen ist.

Investitionsbedarf von 145 Milliarden Euro

Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise und dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zitiert das Finanzministerium eine im Mai erschiene Studie des Bundesumweltamt, die gemeinsam mit heimischen Banken durchgeführt wurde. Demnach müssten insgesamt rund 145 Milliarden Euro oder bis zu 18,5 Milliarden Euro jährlich investiert werden.

Weiters heißt es: „Ebenso ist es für österreichische Unternehmen unerlässlich, den schnell voranschreitenden Digitalisierungsanforderungen gerecht zu werden“. Mit den aws-Garantien sollen daher Digitalisierungsprojekte, die aufgrund von fehlenden oder unzureichenden bankmäßigen Sicherheiten eine kommerzielle Finanzierung nicht oder nur zu ungünstigen Konditionen erhalten würden, unterstützt werden.


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Digicusts neue Führungsebene (v.l.) Manuel Strausz, Thomas Übellacker, Matthias Pfeiler, Tolga Erkoç und Bernhard Klug

Nachdem das niederösterreichische Unternehmen Digicust im Dezember 2025 seine Gesamtsumme an Investments und Förderungen auf 2,3 Millionen Euro ausbauen konnte, folgt nun die organisatorische Anpassung. Ziel ist es laut Unternehmen, klare Verantwortlichkeiten für das globale Wachstum zu schaffen.

Führungskräfte aus den eigenen Reihen

Das neue Führungsteam rekrutiert sich vorwiegend aus den eigenen Reihen. Co-Founder Thomas Übellacker übernimmt die Position des CTO und Managing Directors. In der Wiener Szene ist Übellacker kein Unbekannter: Er gründete zuvor das KI-Startup Texterous und initiierte 2025 Wiens erste „Start-up-WG“, ein 480 Quadratmeter großes Loft inklusive Pool und Sauna, in dem mehrere Gründer:innen gemeinsam leben und arbeiten. Die technische Architektur leitet Co-Founder Manuel Strausz als Chief Software Architect. Er begleitet Digicust bereits seit den Anfängen im Jahr 2020 und war zuvor beim Softwareunternehmen Fabasoft tätig.

Den Vertrieb verantwortet künftig Tolga Erkoç als Chief Sales Officer, der seit 2024 an Bord ist und davor unter anderem für Xing tätig war. Die Rolle des Chief Marketing Officers übernimmt Bernhard Klug, der zuvor Marketing-Erfahrung beim CleanTech-Unternehmen neoom sowie auf selbstständiger Basis sammelte. Mitgründer Matthias Pfeiler fokussiert sich als CEO weiterhin auf die übergeordnete Unternehmensstrategie sowie auf Investor Relations.

„Ab einem gewissen Punkt braucht nachhaltiges Wachstum klare Verantwortlichkeiten“, erklärt Pfeiler. Mit diesem Team sei man laut dem CEO „ideal aufgestellt“, um das Unternehmen als Automatisierungsschicht für weltweite Zollprozesse zu etablieren.

Expansion nach Millionen-Finanzierung

Digicust entwickelt modulare KI-Komponenten für die Dokumentenverarbeitung, um manuelle Aufwände und Fehlerquoten bei Speditionen zu reduzieren. Bereits in der Vergangenheit lag der Fokus des Startups stark auf der Zoll-Digitalisierung und dem damit verknüpften internationalen Rollout.

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