06.09.2021

Neuauflage: Bis zu 50.000 Euro Zuschuss für Startups im ländlichen Bereich

Die aws geht mit ihrem Programm Gründung im ländlichen Bereich für innovative junge Unternehmen am Land in die nächste Runde.
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aws Gründen im ländlichen Raum
(c) Adobe Stock - scharfsinn86

„Die Finanzierung stellt für viele Unternehmen eine besondere Hürde dar, besonders auch in den ländlichen Regionen“, heißt es von der aws Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister in einer aktuellen Aussendung. Daher biete man mit „aws Gründung im ländlichen Bereich“ eine Förderung speziell für innovative Unternehmen abseits der großen Ballungszentren an. Diese geht nun in die siebte Runde und soll „wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit und zur Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen“.

„aws Gründung im ländlichen Bereich“ für „bevorzugt technisch-innovative Projekte“

Der Begriff „Startup“ wird von der Förderbank zwar nicht genutzt, diese werden aber klar adressiert. Denn die Förderung wird an höchstens fünf Jahre alte Unternehmen für „bevorzugt technisch-innovative Projekte“ vergeben. Diese Projekte sollen zudem „einen Mehrwert für die jeweilige Region schaffen und zudem mit den Regionalkonzepten im Einklang stehen“. Bis zu 50.000 Euro können die Unternehmen sich holen. Dabei werden maximal 55 Prozent der förderbaren Kosten eines Projekt zwischen 12 und 24 Monaten Dauer und im Kostenrahmen von 20.000 bis maximal 200.000 Euro übernommen. Die Auszahlung erfolgt in einer Tranche anhand eines Projektkonzeptes.

Der von der EU kofinanzierte nicht rückzahlbare Zuschuss, der im Auftrag von Wirtschaftsministerium und Landwirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit der AMA vergeben wird, kann bis 30. September über den aws Fördermanager beantragt werden. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet eine Jury nach dem Wettbewerbsprinzip in einem zweistufigen Prozess. Ausgezahlt wird das Geld von der AMA.

Köstinger: „Der ländliche Raum sprüht nur so von Innovationen“

„Unternehmen und Projekte aus den ländlichen Regionen Österreichs tragen maßgeblich zur positiven Entwicklung des Wirtschaftsstandorts bei. Sie schaffen wichtige Innovationen und vor allem auch neue Arbeitsplätze dort, wo sie auch gebraucht werden“, kommentiert Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in der Aussendung. Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger meint: „Der ländliche Raum sprüht nur so von Innovationen in ganz unterschiedlichen Branchen, etwa in der Landwirtschaft oder auch im Lebensmittelbereich. Diese Innovationskraft ist ein wichtiger Faktor zur Erhaltung von lebendigen und lebenswerten Regionen“.

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Bundesminister Peter Hanke und FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz beim Pressegespräch © Tobias Gärtner

„Wir merken explosionsartige Entwicklungen“, sagte Innovationsminister Peter Hanke heute beim Pressegespräch mit FFG-Geschäftsführerin Karin Tausz zum österreichischen Weltraumsektor. Die beiden präsentierten eine erste Zwischenbilanz, 5 Monate nach der Erhöhung des österreichischen ESA-Beitrags und kündigten ein neues Investor-Forum für Raumfahrt-Startups an.

Rückfluss statt bloßem Beitrag

Seit dem ESA-Ministerrat in Bremen im November 2025 zahlt Österreich 340 Millionen Euro in die Europäische Weltraumorganisation ein: 80 Millionen oder 30 Prozent mehr als in der Vorperiode. Bereits in den ersten Monaten der Laufzeit 2026–2028 sind 74 Millionen Euro als Aufträge an österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zurückgeflossen, davon „rund 51 bis 52 Millionen direkt an Unternehmen“, so Tausz. Die gesamte ESA-Zeichnung beim Ministerrat 2025 betrug 22,3 Milliarden Euro, das höchste Volumen in der Geschichte der Organisation.

200 Unternehmen mit klarem Wachstumspfad

Rund 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind laut offiziellen Zahlen derzeit im österreichischen Weltraumsektor aktiv und erzielten 2022 Gesamteinnahmen von 209 Millionen Euro. Der europäische Markt für sichere Satellitenkommunikation soll laut EUSPA-Marktbericht 2026 von 200 Millionen Euro (2025) auf 1,2 Milliarden Euro bis 2040 wachsen. Der Sektor ist außerdem als eines von neun Stärkefeldern in der Industriestrategie 2035 verankert.

Privatkapital für Space-Tech

Öffentliche Mittel allein reichen dem Ministerium zufolge nicht aus, um das Wachstumspotenzial des Sektors auszuschöpfen. Deshalb wird am 29. und 30. Oktober 2026 in München ein trilaterales ESA-DACH-Forum ins Leben gerufen, organisiert von FFG, der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR sowie dem Swiss Space Office.

Ziel ist ein kuratiertes Matching zwischen rund 60 ausgewählten Raumfahrt-Unternehmen und rund 120 Investor:innen, um gezielt privates Kapital in den Sektor zu lenken. „Es soll ganz klar sein für die Investoren, die kommen: Hier wird über Weltraum gesprochen“, so Tausz. Das Format soll danach jährlich rotieren.

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