19.03.2021

aws First Startup Inkubator: Bewerbung via Wildcards bis 26. April möglich

Startups aus Österreich, wie Democharts, Hempstatic oder nobs, konnten ihre Ideen ein Jahr lang im Förderungsprogramm aws First Inkubator ausarbeiten. Nun gibt es wieder die Möglichkeit sich via Wildcard für die Teilnahme zu bewerben.
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In der vergangenen Runde wurden insgesamt 13 Teams unterstützt.
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Coaching und Mentoring durch Expertinnen und Experten, Workshops zu allen Aspekten der Gründung und zusätzlich noch ein Stipendium für die angehenden Gründerinnen und Gründer: Mit aws First Inkubator gibt es eine umfassende Unterstützung von der ersten Idee bis hin zur Unternehmensgründung.

Das Programm hat sich in den letzten Jahren zu einem Fixstern im österreichischen Startup-Ökosystem entwickelt und unterstützt vor allem ganz junge Gründerinnen und Gründer am Weg zum Unternehmertum.

Und das mit Erfolg: In den vergangenen Jahren hat der aws First Inkubator zahlreiche erfolgreiche Startups hervorgebracht. Eines von ihnen ist beispielswiese Kerntec, das unlängst in den renommierten Food Accelerator von Plug and Play aufgenommen wurde – der brutkasten berichtete.

Die Wildcard Chance

Die Bewerbung für die diesjährige Förderrunde war bis Ende September 2020 möglich, nun haben aber noch drei Projekte die Chance, sich via Wildcard für das Programm zu bewerben. Die Frist endet dafür am 26. April 2021. Alle Details findet ihr dazu auf der Website des aws First Inkubator.

Die Absolventinnen und Absolventen des Vorjahres

Aktuell läuft aws First Inkubator in der siebten Runde. In der vergangenen Runde wurden insgesamt 13 Teams innerhalb des zwölfmonatigen Programms dabei unterstützt, ihre Projektideen weiterzuentwickeln.

Fünf Teams wurde bereits bei der aws First Pitch Night vorgestellt. Bei den weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern handelte es sich um die österreichischen Startups Democharts, Hempstatic, nobs, Qora, rePhil, Sara, SoccerUp und zone14.

Democharts

Democharts ist eine Online-Plattform, die verifizierte MusikexpertInnen und MusikerInnen direkt miteinander in Kontakt bringt. Auf Democharts können MusikerInnen ihre Demo-Songs hochladen, um sie von Labels, ManagerInnen und anderen ExpertInnen bewerten zu lassen. ExpertInnen können mit wenigen Klicks neue Songs und Künstler entdecken. Eine Chartliste für unveröffentlichte Musik unterstützt sie dabei zusätzlich. 

Co-Founder Julian Propst erläutert die Ursprünge des Startup: „Während unserer jahrelangen Arbeit in der Musikindustrie stießen wir immer wieder auf Schwierigkeiten, einen neuen Song an die richtigen Kontakte zu bringen. Um Feedback auf ihre Songs zu bekommen, müssen Musiker teilweise hunderte E-Mails schreiben, die meist unbeantwortet bleiben. Umgekehrt bekommen Manager und andere Experten der Branche unzählige Mails von neuen Künstlern. Diese persönlich zu beantworten, wäre ein großer Aufwand. Deswegen hatten wir die Idee einer Website, die genau diese Kommunikation vereinfachen soll.“

Der Prototyp der Plattform ist bereits mit Anfang des Jahres fertig entwickelt worden. Beim Soft-Launch wird dieser bis voraussichtlich Juni auf die Probe gestellt, getestet und weiterentwickelt. Der Onboarding- Prozess mit Industrie-Experten hat bereits begonnen. Bereits mehr als 100 Labels, Plattenfirmen und Agenturen weltweit haben sich auf der Plattform registriert und jeden Tag werden es laut Democharts mehr.

vlnr. Yannic Ellhotka, Julian Propst, Simon Wesp) | (c) Philipp Blickfang Photography;

Hempstatic

Hempstatic steht für CO²-neutrale Produktion in Wien mit regionalen Rohstoffen. Ziel von Hempstatic ist es, zum Übergang von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft in der Baubranche beizutragen. Das Team stellt Dämmstoffe aus qualitativ hochwertigen Agrarrückständen her. Diese weisen kreislauffähiges Materialverhalten auf und können nach ihrer Nutzungsdauer entweder wiederverwendet oder wiederverwertet werden. Die erste Produktlinie wird dem Bereich Schallschutz gewidmet.

Die Produkte werden in einer Werkstatt im 7. Bezirk hergestellt. Sie tragen zur Reduktion des Halls in Innenräumen und zur Optimierung des Innenraumklimas bei. Das Team vereinigt Kompetenzen in den Gebieten Bauingenieurwesen, Werkstofftechnologie, Wirtschaft, Agrarhandel und Design. Seine nächsten Schritte sind die Gründung des Unternehmens und eine Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten.

vlnr. Alexander Drechsel, Bojan Poletanovic, Elena Yaneva, Igor Fekete | (c) Philipp Blickfang Photography;

nobs

nobs hat es sich zur Aufgabe gemacht, zukunftsfähige Ernährung für unsere Gesundheit und den Planeten zu machen. Dazu bedient sich das Team hinter nobs einer ganz besonderen Proteinquelle: Insektenprotein. Genauer gesagt aus Insektenmehl.

Der Initiator des Projekts, Manuel Muhsbach, hatte die Idee, Hundefutter aus Insekten auf den Markt zu bringen. Als er dann aber erkannte, dass Hundefutter gar nicht so sein Ding ist, sah er sich in seinem Umfeld um und versuchte Möglichkeiten zu finden, Insekten in den Alltag von Menschen zu integrieren. Von der Qualität des Proteins und der Zukunftsträchtigkeit war Manuel schwer beeindruckt. Also startete er den Versuch in der Fitnessszene.

Das Projekt geriet mit dem ersten Lockdown ein wenig ins Stocken, nachdem die gesamte Fitnessbranche für mehrere Monate geschlossen war. Doch das komplementäre Team aus den Bereichen Lebensmitteltechnologie, Finanzen, Branding und Design meisterte die Herausforderung gut. So konnte das Startup in kleinem Rahmen an Geschmacksrichtungen feilen und sich in einzelnen Bereichen weiterbilden.

vlnr. Matthäus Blauensteiner, Maximilian Niederwieser, Manuel Muhsbach, Cornelia Möstl | (c) Doris Fröhlich

Qora

Qora möchte die Nachhaltigkeit direkt ins Badezimmer bringen, indem Kosmetika Schritt für Schritt durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt werden sollen.

Das erreicht das Team, indem es Zahnpasta und Duschgel in wasserlösliche Kapseln verpackt, wodurch Kunststoffverpackungen ausbleiben. Die wasserlösliche Hülle ist weder für den Menschen noch für Wasserorganismen schädlich und kann somit mit gutem Gewissen abgewaschen bzw. ausgespuckt werden. Zusätzlich bieten die Produkte den Vorteil, dass sie vorportioniert sind. 

Die zwei Chemiker im Team arbeiten zurzeit auf Hochtouren an der Perfektionierung der Hülle. Nach Fertigstellung des Prototyps geht es in weiterer Folge um das Einholen von Feedback, um die Produktion des verbesserten Produktes zu steigern. 

Qora Mockup | (c) Qora

rePhil

rePhil ist ein smartes, nachhaltiges Mehrwegsystem für Takeaway Behälter. Im Laufe des aws First Inkubator Programms konnte das Konzept pilotiert und ein marktreifes digitales System entwickelt werden. Aufgrund des negativen Effekts der Coronakrise auf rePhils Zielgruppe, europäische Betriebsküchen, kann das Mehrwegsystem im Moment nicht wie geplant ausgerollt werden.

vlnr. Cornelia Sochor, Alexander Cortolezis, Hannah Wundsam | (c) Doris Fröhlich

Sara

Als Startup-Projekt in der Kunstbranche, dessen Grundidee bereits vor zwei Jahren entstanden und schließlich als Universitätsprojekt ins Leben gerufen bzw. weiterentwickelt wurde, kombiniert Sara künstliche Intelligenz mit elegantem Design, um eine abwechslungsreiche Kunstgalerie in Hotels, Bars, Büros oder auch das eigene Zuhause zu bringen. 

Sara ist eine digitale E-Ink Leinwand, die mittels künstlicher Intelligenz täglich einzigartige Kunstwerke, angepasst an individuelle Kundenwünsche, kreiert. Die zahlreichen Vorteile der E-Ink-Technologie ermöglichen jedem Sara Kunstwerk sowohl einen extrem niedrigen Stromverbrauch, als auch ein authentisches, kabelloses Design und lässt jedes Gemälde wie eine echte Zeichnung aussehen.

Aktuell arbeitet Team Sara an ihrem 3. Prototypen, der in dieser Form auch auf den Markt kommen soll.

vlnr. Adam Barghati, Matthias Hausberger, Antonia Weissenberger, Lin Liu | (c) Sara

SoccerUp

SoccerUp verbindet Fußballtalente und Vereine in einer einzigen App. SoccerUp baut den Kontakt auf und begleitet sowohl Spielerinnen und Spieler als auch die Vereine über den gesamten Transfer.

Vereine haben oft nur begrenzte Möglichkeiten, schnell und einfach passende SpielerInnen für ihren Kader zu finden. Auf der anderen Seite sind FußballspielerInnen während des gesamten Transfers auf sich allein gestellt. Dies bringt oft unüberwindbare Hürden mit sich, wodurch es schlussendlich zu geplatzten Deals kommen kann. Genau hier bietet SoccerUp für beide Parteien Abhilfe!

Der Verein sucht sich in der App einen passenden Spieler oder eine passende Spielerin. Danach erfolgt die Kontaktaufnahme über die App. SoccerUp ist die fehlende Schnittstelle und unterstützt den Vertragsabschluss. Das Team befindet sich gerade in der finalen Phase der Produktentwicklung. Die erste Version der App wird ab Frühling dieses Jahres erhältlich sein!

vlnr. Matthias Swiercz, Xhoi Zhupani, Schabnam Azad, Simone Höfler | (c) Philipp Blickfang Photography

zone14

zone14 entwickelt im Bereich AI Sports Analytics ein System zur Automatisierung der aktuell sehr manuellen Leistungserfassung im Fußball. Tore, Schüsse, individuelle Laufwege uvm. erkennt der Algorithmus aus Kamerabildern. Das Produkt wird zusammen mit Vereinen wie dem FK Austria Wien und dem Wiener Sport-Club entwickelt.

Das eigene Customer Development Programm mit sechs ausgewählten Fußballclubs aus diversen österreichischen Ligen ermöglicht eine schnelle und marktnahe Entwicklung. „Für uns ist es wichtig starke Partner zu haben, die mit uns den Weg in Richtung digitaler Revolution gehen“, so das Team von zone14.

Aktuell arbeitet das Startup am bevorstehenden Marktstart des ersten Produkts „Videoanalyse“. Mit diesem Tool können Fußballvereine aus allen Ligen ihre Spiele vollautomatisch und kostengünstig aufzeichnen und analysieren. In weiterer Folge wird die Produktpalette um Aktivitätserkennung und Statistiken erweitert.

vlnr. Tobias Gahleitner, Lukas Grömer, Simon Schmiderer | (c) zone14

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Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda (c) Bitpanda
Lukas Enzersdorfer-Konrad, CEO von Bitpanda. (c) Bitpanda

Bitpanda gab heute bekannt, dass CEO Lukas Enzersdorfer-Konrad im ersten Quartal 2027 zurücktreten wird. Bis zu seinem Ausscheiden bleibt er CEO und wird das Unternehmen weiterhin leiten. Danach wechselt er zur Erste Group, wie CEO Peter Bosek per LinkedIn-Post bekannt gibt. Der Bitpanda-Verwaltungsrat hat laut Aussendung eine strukturierte Suche nach Enzersdorfer-Konrads Nachfolge eingeleitet, bei der sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigt werden.

Bitpanda: Trummer als Co-CEO

Als Co-Founder und Chief Scientist bringt Christian Trummer Erfahrung in der Entwicklung der Plattform und Technologie ein, die Bitpandas Strategie zugrunde liegen. Er soll den Fokus auf Produktqualität zusätzlich schärfen, während Bitpanda die Weiterentwicklung des Multi-Asset-Angebots über Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle hinweg und den Ausbau seiner Infrastruktur für Finanzinstitute vorantreiben möchte, wie es per Aussendung heißt.

Eric Demuth, Executive Chairman und Präsident des Verwaltungsrats von Bitpanda zu den Vorgängen: „Lukas hat entscheidend dazu beigetragen, Bitpanda breiter aufzustellen und ein starkes Fundament für die Zukunft zu schaffen, und ich danke ihm für sein Engagement. Mit Christian als Co-CEO starten wir aus einer starken Ausgangsposition in die nächste Wachstumsphase und konzentrieren uns noch intensiver auf das, was uns zur bevorzugten Plattform für Millionen von Nutzern in Europa und zu einem verlässlichen Partner für Finanzinstitute weltweit macht.“

Enzersdorfer-Konrad zur Erste Group

Enzersdorfer-Konrad kommentiert wie folgt: „Meine Entscheidung, nächstes Jahr zurückzutreten, ist mir nicht leichtgefallen. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben, und werde Bitpanda bis zu meinem Ausscheiden weiterhin mit vollem Einsatz führen. Ich freue mich darauf, unsere Strategie gemeinsam mit Christian und unseren Teams voranzutreiben.“

Bei seiner neuen Rolle bei der Erste Group wird er konzernweit die Verantwortung dafür übernehmen, eine integrierte Strategie für Asset Management und digitales Investieren in den acht Kernmärkten der Erste Group und für deren 23 Millionen Kunden voranzutreiben, heißt es per offiziellem Statement.

„Vom Sparen zum Investieren“

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, Lukas für die Erste Group zu gewinnen. Er verkörpert den Pioniergeist und bringt umfassende Expertise darin mit, das Investieren einfacher und zugänglicher zu machen – ein entscheidender Faktor, um die nächste Generation von Anlegerinnen und Anlegern zu erreichen“, sagt Peter Bosek. „Junge Menschen beginnen früher und investieren aktiver als frühere Generationen. Ein Grund dafür ist das wachsende Bewusstsein dafür, dass sie ihre finanzielle Zukunft selbst absichern müssen. Da sich ihre Erwartungen laufend weiterentwickeln, muss auch unser Angebot mit ihnen wachsen. Lukas wird eine zentrale Rolle dabei spielen, unser Angebot in all unseren Märkten intuitiv und attraktiv zu gestalten und mehr Menschen in Mitteleuropa dabei zu unterstützen, den Schritt vom Sparen zum Investieren zu machen.“

„Lukas Enzersdorfer-Konrad hat in den vergangenen acht Jahren aus erster Hand erlebt, wie schnell sich die Erwartungen der Menschen an das Investieren verändern können, wenn man es einfach, transparent und zugänglich gestaltet“, so Bosek weiter: „Die Erste Group verfügt über etwas, das nur wenige Institutionen in diesem Bereich bieten können: direkte und vertrauensvolle Beziehungen zu 23 Millionen Kunden sowie mit George über eine der meistgenutzten Banking-Plattformen Europas.“

Das sagt Bitpandas CO-CEO

Christian Trummer, nun CO-CEO, kommentiert gegenüber brutkasten: „Vor zwölf Jahren haben wir Bitpanda mit einer einfachen Überzeugung gegründet: Investieren soll einfacher und zugänglicher sein. Ich freu mich diese Rolle zu übernehmen und werde noch mehr Fokus auf unsere Produktqualität legen. Wir müssen eine Multi-Asset-Plattform sein, die jeder liebt.“

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