14.04.2022

aws First Inkubator unterstützt bei ersten Schritten ins Unternehmertum – Bewerbungen bis 28. April möglich

Der neue Call für den aws First Inkubator ist noch bis 28. April (12 Uhr mittags) geöffnet. Neben professionellem Coaching und projektindividuellem Mentoring bietet die Austria Wirtschaftsservice (aws) finanzielle Unterstützung.
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Der aws First Inkubator der Austria Wirtschaftsservice (aws) steht bereits seit mehreren Jahren jungen, innovativen Menschen mit Unternehmer:innen-Geist auf dem Weg zu ihrem ersten eigenen Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

Neben finanzieller Unterstützung werden Personen im Alter von 18 bis 30 Jahren auch Coaching, Mentoring sowie Workshops und Trainings geboten, damit die Entwicklung von Ideen bis zu ersten Schritten am Markt gelingt. Inputs liefert dabei ein Expert:innen-Netzwerk und die aws First-Community. In den vergangen Jahren brachte der Inkubator zahlreiche heimische Startups hervor – angefangen von Kern Tec bis hin zu Eddi Bike.

Neue Ausschreibung startet – die Zielgruppe

Auch 2022 seht der aws First Inkubator wieder zur Verfügung und geht nun in die nächste Ausschreibungsrunde.

Teilnehmen können Teams zwischen 1 und 4 Personen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Das Programm wird in 2 Modulen ausgeführt: Modul A für natürliche Personen, Modul B für juristische Personen, Personengesellschaften und Einzelunternehmen. Die Voraussetzungen für Modul B sind eine Gründung in den letzten 6 Monaten und eine Maximalhöhe der Nettoumsätze von 10.000 Euro. Die Projektgröße beider Module umfasst ein bis vier Personen. Der Call ist bis auf wenige Ausnahmen für alle Branchen geöffnet.

Female Entrepreneurship Bonus:

Zusatzpunkte werden für Vorhaben mit Frauen in wesentlichen Führungspositionen sowie nicht-technologische Innovationen (insbesondere Impact und kreativwirtschaftsbasierte Innovationsleistungen) vergeben.

Programmstart im Juli 2022

Ausgewählte Projekte werden in das aws First Start-up Camp (zweite Stufe des Auswahlprozesses) eingeladen, das vom 23. bis 25 Mai 2022 stattfindet. Die Teilnahme daran ist verpflichtend, um in das aws First Inkubator Programm aufgenommen zu werden.

Sofern die zweite Stufe des Auswahlprozesses erfolgreich absolviert wird, startet die Aufnahme ins aws First Inkubator Programm per 1. Juli 2022.


Was erwartet die Teilnehmenden von aws First Inkubator?

Hier findet ihr die wichtigsten Eckpunkte kompakt zusammenfasst:

Zuschüsse

  • Projektkosten (Dritt- und Sachkosten iHv bis zu EUR 20.000)
  • Personalkosten (max. EUR 4.800 pro Projektmitglied bei max. 4 Personen pro Projekt)
  • Mietkosten (bis zu EUR 5.000)
  • Reisekosten (bis zu EUR 5.000)
  • Female Entrepreneurship Bonus: zusätzlich EUR 5.000 bei Vorhaben, denen mind. eine Frau mitangehört, der zukünftig oder bereits mehr als 25% Geschäftsanteile gehören

Vermittlung von Know-How

  • Workshops zu gründungsrelevanten Themen: Marketing, Sales, Verhandlungsführung, Fundraising, Steuern, Recht, uvm.
  • Trainings zur Weiterentwicklung der Idee: Problem-Solution-Fit, Product-Market-Fit, Business Model, usw. (In der Regel finden pro Monat etwa zwei Workshops bzw. Trainings statt.
  • Projektspezifische Coachingeinheiten
  • Projektindividuelles Mentoring: jedem Projektteam/-projektleiterIn wird eine Mentorin bzw. ein Mentor für den Zeitraum des Inkubationsprogramm zur Seite gestellt.

Die weiteren Schritte

Alle weiteren Schritte zur Bewerbung findet ihr auf der Website des aws First Inkubator – angefangen von der Projektbeschreibung über das Bewerbungsvideo bis hin zu nützlichen Tipps für die Antragsstellung.


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Die GG Group möchte in Zukunft ihre Technologie in Satelliten verbauen. | Symbolbild (c) Envato

Im Weltall braucht es vor allem eines: Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Die GG Group (Gebauer & Griller Kabelwerke Gesellschaft m.b.H.) zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Herstellern von Kabeln und Leitungen für die Automobilindustrie. Das international tätige Industrieunternehmen in Familienbesitz mit Sitz in Wien und Kabelwerk im niederösterreichischen Poysdorf geht mit dem Projekt „GG goes 2Space“ nun einen Schritt in Richtung Raumfahrt. Die neue Datenleitung „2Space251″ wurde für moderne Satellitensysteme entwickelt, die neben einer schnellen und zuverlässigen auch eine industriell skalierbare Datenkommunikation benötigen.

Von der Automobilbranche zur Weltraumanwendung

Entstanden ist das Projekt aus dem Interesse internationaler Raumfahrtunternehmen an industriell produzierbaren Hochleistungs-Datenkabeln für Satelliten. Die GG Group verfolgt dabei eben diesen industriellen Ansatz. Bewährte Standards aus der Automobilbranche sollen für Satelliten und weitere Weltraumanwendungen adaptiert werden. Dadurch sollen bei hohen Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards die Entwicklungszeit verkürzt und die Kosten gesenkt werden.

„Mit GG goes 2Space übertragen wir unsere Erfahrung aus der Automobilindustrie in ein neues, stark wachsendes Technologiefeld. Unser Ziel ist nicht nur die Entwicklung einer einzelnen Datenleitung, sondern der Aufbau eines industriell skalierbaren Technologieportfolios für Raumfahrtanwendungen“, sagt Joseph Riegler, Projektmanager bei der GG Group.

Teil des ESA Phi-Lab Austria

Das Unternehmen wurde bereits in das ESA Phi-Lab Austria aufgenommen. Das Kompetenzzentrum unterstützt Firmen bei der Industrialisierung europäischer Raumfahrttechnologie. Dabei werden technologisches Know-how, internationale Netzwerke sowie Entwicklungs- und Testinfrastruktur verbunden. Die GG Group möchte mit der Aufnahme in das ESA Phi-Lab Austria ihre 2Space-Technologie weiter an die Anforderungen der Raumfahrt heranführen. Gleichzeitig soll der Zugang zum europäischen Space-Ökosystem gezielt ausgebaut werden.

Eine Million für 2Space-Technologie

Für das Projekt wird rund eine Million Euro veranschlagt. Ein großer Teil fließt in Entwicklungsaktivitäten und in die technologische Weiterentwicklung des Produktionsstandorts Poysdorf, wo in Zukunft die Kabel gefertigt werden sollen. Laut der Niederösterreichischen Landesregierung „positioniert sich Gebauer & Griller frühzeitig in einem Zukunftsmarkt“, denn die technologische Entwicklung und private Raumfahrtprogramme „erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen, zuverlässigen und wirtschaftlich herstellbaren Komponenten“.

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