02.11.2022

AVL sucht mit voestalpine nach Startup-Lösungen für grünen Wasserstoff

In Kooperation mit dem „new business incubator“ der voestalpine sucht AVL nach innovativen Geschäftsideen für grünen Wasserstoff.
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AVL
Leiten die AVL-Initiative für Startups in Graz: Viktoria Ilger und Sebastian Jagsch | (c) AVL

Wasserstoff gilt als zukunftsträchtiger Bestandteil der Energiewende, gerade aber innovative Startups oder junger Unternehmen drängen aufgrund der hohen Forschungskosten nur selten in den Hoffnungsmarkt.

„Zum einen ist der Markt für Wasserstoffanwendungen aktuell noch überschaubar, zum anderen ist die Entwicklung sehr kostenintensiv. Für Startups ist der Sektor daher bis dato nur wenig attraktiv“, erklärt Sebastian Jagsch, Leiter der AVL-eigenen Startup-Plattform „Creators Expedition“, die nun mit einem breit angelegten Maßnahmenprogramm die Trendumkehr einleiten will.

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Innovationsimpulse im Bereich von Wasserstofftechnologien zu forcieren und Bewusstsein für die Möglichkeiten zu bilden, um schließlich einen niederschwelligen Zugang für Startups zu Wasserstoff-Technologien zu ermöglichen“, erklärt Jagsch.

Neues Programm soll infrastrukturellen Kostendruck senken

Über die „Creators Expedition“ erhalten verheißungsvolle Startups nun Zugriff auf die unlängst eröffnete Wasserstoff-Testinfrastruktur der AVL, die als eine der modernsten der Welt gilt. „Während die Startups – im Zuge der Kooperation – von unserer einzigartigen Wasserstoff-Infrastruktur profitieren und damit potenzielle Entwicklungskosten eklatant senken können, wollen wir gemeinsam mit den jungen Unternehmen Innovation forcieren“, so Jagsch. Diese Maßnahme soll für Startups vor allem den infrastrukturellen Kostendruck im Bereich Wasserstoff reduzieren.

Die AVL-Wasserstoff-Infrastruktur, eine der modernsten der Welt, wird nun auch Startups zugänglich gemacht | (c) AVL

AVL Kooperation mit voestalpine

Um die Potenziale des Wasserstoffs für Startups branchenübergreifend und breitenwirksamer sichtbar zu machen, kooperiert die AVL außerdem mit dem „new business incubator“ der Stahldivision der voestalpine. „Unser Ziel ist es, abseits des Tagesgeschäftes neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, um innovative Produkte und Services außerhalb unseres bisherigen Kerngeschäftes zur Marktreife zu bringen, so Elisabeth Arnold, Teamleiterin des „new business incubators“. Aktuell wird am Standort Linz in einer Pilotanlage Wasserstoff produziert, der bei der Stahlerzeugung eingesetzt wird.

Und Arnold führt weiters aus: „Ein weiterer Schritt ist, in Richtung Verteilung von Wasserstoff nachzudenken und so ist die Idee zur Teilnahme am Growth Garden in Kooperation mit der Gründungsgarage, dem Startup-Supporter der Grazer Universitäten entstanden.“

(c) AVL

Was die Teilnehmer:innen beim Growth Garden erwartet

Beim Growth Garden sollen Gründer:innen einen Einblick ins Wasserstoff-Business erhalten. Dazu arbeiten Führungskräfte der AVL und der voestalpine ab morgen drei Tage lang – also von 3. bis 5. November – mit Studierenden an aktuellen Problemstellungen. „Wir wollen kreative Geister dazu motivieren, bestehende Problem zu hinterfragen und neue Ideen und Lösungen greifbar zu machen“, so AVL-Manager Jagsch abschließend.


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Berthold Baurek-Karlic, Stiftungsvorstand der World Venture Forum Stiftung | (c) Wilke

„Gemeinnützigkeit“ und „non-profit“ – das sind Begriffe, die man ad hoc nicht mit dem Venture-Capital-Bereich assoziiert. Doch die vor rund einem Jahr gestartete World Venture Forum Stiftung (brutkasten berichtete) will genau das zusammenbringen. Das Ziel: die langfristige Stärkung des Wissenschafts-, Technologie- und Wirtschaftsstandorts Österreich über Bildungsinitiativen und internationale Vernetzung.

„Community für Persönlichkeiten, die unsere gemeinnützige Mission nicht nur unterstützen, sondern aktiv mit Leben füllen“

Nun startete die Stiftung mit dem World Venture Leaders Club eine neue Community, die Scaleup-Unternehmer:innen, Investor:innen und Führungskräfte über Ländergrenzen hinweg vernetzen und Ökosystementwicklungsprojekte unterstützen soll.

„Mit der World Venture Forum Foundation haben wir vor einem Jahr eine Plattform geschaffen, die Unternehmertum, Innovation und Bildung durch internationale Zusammenarbeit stärken soll. Der World Venture Leaders Club ist nun der nächste konsequente Schritt: Wir schaffen eine Community für Persönlichkeiten, die unsere gemeinnützige Mission nicht nur unterstützen, sondern aktiv mit Leben füllen“, kommentiert Venionaire-Gründer Berthold Baurek-Karlic, Vorstand der World Venture Forum Stiftung.

„Weder als kommerzielle Transaktionsplattform noch als Deal- oder Investment-Club konzipiert“

Der World Venture Leaders Club verstehe sich ausdrücklich als Non-Profit-Community und internationales Netzwerk. Er sei weder als kommerzielle Transaktionsplattform noch als Deal- oder Investment-Club konzipiert, heißt es von der Initiative. „Im Vordergrund stehen persönliches Engagement, vertrauensvoller Austausch und das gemeinsame Ziel, Unternehmertum und Innovation über nationale Grenzen hinweg zu fördern.“

Alexander Rapatz, ebenfalls Vorstand der World Venture Forum Stiftung, führt aus: „Die besten unternehmerischen Ökosysteme entstehen dort, wo Menschen bereit sind, Wissen, Erfahrungen und internationale Verbindungen miteinander zu teilen. Genau diese Kultur der Zusammenarbeit wollen wir mit dem World Venture Leaders Club weiter ausbauen.“

Und wer kommt in den Club? „Unterstützer und Förderer der World Venture Forum Foundation werden automatisch zur Teilnahme am World Venture Leaders Club eingeladen“, heißt es dazu von der Initiative. Sie können dann diverse Community-Formate nutzen, darunter ein jährliches Treffen im Rahmen des World Venture Forum in Kitzbühel, Bildungsprogramme des Business Angel Institute (ebenfalls Teil der Stiftung) und gemeinsame Reisen zu internationalen Startup- und Investor:innen-Events.

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