25.07.2019

Von unterschätzten Tech-Champions und VC-Kapital für die CEE-Region

AVCO (Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation), die Dachorganisation der österreichischen Beteiligungskapital-Industrie, setzt bei ihrer Annual Conference 2019 im Oktober einen Fokus auf die CEE-Region. Zudem werden beim größten heimischen Venture Capital & Private Equity-Event die heißesten Themen der Branche behandelt.
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AVCO Annual Conference 2019: VC-Kapital für den CEE-Raum
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Dass in Österreich bezüglich Bereitstellung von Venture Capital (VC) und Private Equity (PE) im globalen Vergleich noch ein gewisser Aufholbedarf besteht, ist wohl ein Gemeinplatz. Und auch in den anderen Ländern des zentral- und osteuropäischen (CEE) Raums fällt der Befund ähnlich oder schlechter aus. Als Hauptgrund dafür werden vielerorts die Rahmenbedingungen gesehen. Für deren Verbesserung setzt sich hierzulande wie keine andere Institution die AVCO als Dachorganisation der österreichischen Beteiligungskapital-Industrie ein.

+++ Kein internationaler Anschluss bei der Anschlussfinanzierung? +++

Zur Lage von VC & PE in Österreich und CEE

So will man auch bei der Annual Conference 2019 im Oktober in Wien ausführlich beleuchten, wo Herausforderungen und Chancen im VC & PE-Bereich liegen. Dabei schafft die AVCO an einem Tag einen breiten thematischen Überblick zum Status Quo und zum Potenzial der Eigenkapitalfinanzierung in Österreich und im CEE-Raum. Nachgegangen wird etwa den Fragen, wie gut Österreich generell als Standort für VC & PE-Fonds geeignet ist, und ob Wien sich diesbezüglich als Hub im CEE-Raum etablieren kann. Zudem wird die Rolle von institutionellen Investoren und jene der Börse nach der Öffnung des „dritten Markts“ für Startups beleuchtet.

AVCO Annual Conference 2019: Startup-Pitches vor dem Who is Who der Investment-Szene

Letzteres tut Börse Wien-Chef Christoph Boschan in einer von vier Keynotes. Unter den Keynote-Speakern sind etwa auch Christian Helmenstein, Chief Economist der Industriellenvereinigung, der – mit anschließendem Panel – über „unterschätze Tech-Champions“ aus Österreich referieren wird, oder Thomas Lanyi, Chairman der Singapore Venture Capital & Private Equity Association, der über die Möglichkeiten grenzüberschreitender Investments aus Österreich im CEE-Raum und Asien sprechen wird.

Zwischen Keynotes, Panels und Networking-Sessions bekommen auch einige Startups die Chance, sich vor dem anwesenden Who is Who der Investment-Szene in einem Pitch zu präsentieren. Diese wurden im Juni bei der AVCO Selection Night (siehe Video unten) und bei der weXelerate Pitch Night ausgewählt. Auftreten werden Prewave, Contextflow, 4tiitoo und zerolens.


Der reguläre Ticketpreis für die AVCO Annual Conference 2019 am 3. Oktober im Park Hyatt Vienna beträgt 600 Euro. Bei Gruppen ab drei Personen sind 420 Euro pro Person zu bezahlen. Daneben gibt es Sonderkonditionen für AVCO-Mitglieder und Partner.

⇒ Zur offiziellen Veranstaltungspage

Video-Talk von der AVCO und weXelerate Selection Night

Live von der AVCO und weXelerate SELECTION NIGHT mit den Gewinnern Markus Holzer und Julie Sufana von Contextflow, Tore Meyer von 4tiitoo GmbH bzw. NUIA – The Future of Computer Interaction und Harald Nitschinger von Prewave.

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 3. Juni 2019

 

 

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Der neue Bauteil 4 des XISTA Science Parks © XISTA

Mit dem extra eingerichteten Shuttlebus kommt man von Wien recht gemütlich bis nach Maria Gugging, dem Teil von Klosterneuburg, in dem der Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zu Hause ist. Wo sich sonst Wohnhäuser und landwirtschaftliche Flächen abwechseln, ist ein moderner Science-Hub gewachsen, der 2024 auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besucht wurde. Nun wurde der dazugehörige XISTA Science Park offiziell um einen neuen Bauteil erweitert.

v.l. LAbg. Bürgermeister Christoph Kaufmann, Uli Grabenwarter (Equity Investments at European Investment Fund), ISTA-Präsident Martin Hetzer, Geschäftsführerin tecnet equity Doris Agneter, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Hwst. Prälat Anton W. Höslinger, (Can.Reg, Propst des Stiftes Klosterneuburg), ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, Markus Wanko, XISTA und Superintendent Michael Simmer (Evangelische Kirche A.B. in Niederösterreich) © NLK Pfeiffer

3.000 Quadratmeter Forschungsfläche

Der von der Wirtschaftsagentur ecoplus unter der Leitung von Bernadette Schabbauer „on time und in budget“ errichtete Neubau erweitert die vermietbare Fläche um rund 3.000 Quadratmeter für Biotech- und Deep-Tech-Unternehmen. Rund 22 Millionen Euro soll die Errichtung des neuen Bauteils gekostet haben, wie auf Nachfrage von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner erwähnt wird. Damit möchte der Standort auf die steigende Nachfrage nach spezialisierten Chemie-, Zellkultur- und Mikrobiologielabors reagieren. Ein Großteil der neuen Flächen wird vorerst vom ISTA selbst beansprucht, mit dem Ziel, dort künftig bis zu vier Spinoffs unterzubringen.

„Im Kern steht die Entwicklung neuer Unternehmen aus der Forschung heraus“, erklärte Markus Wanko, Geschäftsführer von XISTA. Während das ISTA die naturwissenschaftliche Grundlagenforschung mit rund 90 Forschungsgruppen und 1.400 Mitarbeitenden abdeckt, übersetzt XISTA diese Erkenntnisse über den Science Park und den Venture-Arm XISTA Science Ventures in die Praxis.

Biotech-Startup Solgate zieht ein

Als erstes Unternehmen nutzt das Biotech-Startup Solgate die neu geschaffenen Laborflächen. Die Ausgründung des ISTA und des CeMM (Forschungszentrum für Molekulare Medizin) fokussiert sich auf die Entwicklung neuartiger Therapeutika, die gezielt auf Membran-Transportproteine wirken. Mit der Laborinfrastruktur vor Ort möchte das internationale Team unter der wissenschaftlichen Leitung von Enrico Girardi, der durch die neu bezogenen Räumlichkeiten führte, seine Pharma-Forschung direkt am Standort fortsetzen.

Laborflächen am ISTA-Gelände © ISTA

30. Investment von XISTA-Fund

Die Erweiterung fällt mit Fortschritten auf der Finanzierungsseite zusammen. Erst vor wenigen Tagen besiegelte der XISTA-Science-Venture-Fonds sein mittlerweile 30. Investment, wie Geschäftsführer Markus Wanko verrät. Genauere Details über den Deal möchte man aktuell noch nicht verraten.

Was man hingegen deutlich hervorheben möchte, ist der wirtschaftliche Hebel des Standorts. Bisher wurden laut eigenen Angaben über XISTA etwas mehr als 30 Millionen Euro in Startups investiert. „Die Unternehmen selbst haben das genutzt, um 300 Millionen Euro selbst einzuwerben. Also ich glaube, wir haben es geschafft, da ein System aufzubauen. Das funktioniert“, so Wanko über den Hebeleffekt von 1:10.

Die europäische Komponente

Unterstützt wird das Modell auch von europäischer Seite. Uli Grabenwarter vom European Investment Fund (EIF), der als Ankerinvestor bei XISTA Science Ventures Funds II fungiert, betonte: „Das Engagement des EIF spiegelt unser Vertrauen in die enge Anbindung von XISTA an führende Forschungseinrichtungen sowie in seinen langfristigen Ansatz im Deep-Tech-Bereich wider. Genau das, was Europas Innovationsökosystem braucht“.

Für das ISTA ist der Neubau ein zentraler Baustein der eigenen Translation. „Dieses Gebäude ist ein ganz essentieller Teil, dass wir eine Wirkung, die über die Forschung und die Labors hinausgeht, in die Gesellschaft hineinbringen“, hielt ISTA-Präsident Martin Hetzer fest.

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