05.10.2022

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

Und sucht nach neuen Startup-Lösungen in der Energiekrise.
/artikel/autark-me-initiative-foerdert-autarke-gemeinschaften
autark.me, Wohnen+Bauen
(c) autark.me - Das Startup autark.me sucht Energielösungen.

Initiator des Projektes autark.me ist Thomas Gernbauer vom Gernbauer Innovation Hub. Als Begleiter verschiedener Startups aus dem Bereich Wasserstoff, Großvolumenenergiespeicher, Photovoltaik hat der Gründer aktuelle Rohstoff- und Energiemärkte beobachtet und eine mögliche Lösung in der Autarkie gefunden, wie er erzählt.

Autark.me-Gründer: „Netz leicht zu destabilisieren“

„Die Verbesserung der Stromnetze und Stromqualität ist uns dabei auch ein großes Anliegen“, sagt er. „Der volatile erneuerbare Strom (PV, Windkraft) ist eine Belastung für das Netz, da er eine sehr unstete Energiequelle ist. Wenn ich einen Speicher im Mittelspannungsnetz dazwischen schalte, sind die drei Phasen und die Frequenz konstant. Damit wird die Stromproduktion ausgeglichen und mit der höchsten Qualität ins Netz geliefert und entnommen. In einer größeren Energiegemeinschaft etwa gibt es mehrere Anlagen wie einen Wasserstoff-Elektrolyseur, Industrieanlagen oder aber kleine feinelektronische Geräte im Haushalt, die versorgt werden müssen. Zieht nun eine breite Wolke über das Gebiet und es wird plötzlich windstill, so ist das Netz leicht zu destabilisieren. Mit speziellen Großvolumenspeichern lässt sich so etwas leicht abfedern.“

Grüner Wasserstoff

Seiner Ansicht nach gibt es viele Möglichkeiten zur Autarkie. PV- und Wasserkraftwerke, Biogasanlagen, grüner Wasserstoff, Speichersysteme, BHKW´s, aber auch tägliche Dinge, wie Wasserversorgung, Ernährung, Müllentsorgung, Mobilität und Energiemanagementsysteme kommen bereits zum Einsatz.

„Grüner Wasserstoff etwa wird durch die Elektrolyse von Wasser hergestellt. Dafür wird Strom aus erneuerbaren Energiequellen verwendet. Deshalb ist er CO₂-frei. Grünen Wasserstoff kann man speichern und mittels einer Brennstoffzelle rückverstromen, wenn aus anderen Quellen kein Strom zur Verfügung steht“, erklärt Gernbauer. „Blockheiz- und Gaskraftwerke können auch mit Wasserstoff betrieben werden und so Wärme und Strom liefern. Interessant ist auch die Beimengung zum Erdgas bzw. Biogas. Auch hier gibt schon sehr ausgereifte Technologien. E-Fuels sind ebenfalls aus grünem Wasserstoff herstellbar, um eine mobile Versorgung zu ermöglichen.“

Autark.me sucht Energiestartups

Dies sind Beispiele in einer Zeit, in der weitere Energielösungen gefragt sind. Aus diesem Grund ruft das Startup dazu auf, sich für eine Sonderschau auf der „Bauen+Wohnen„-Messe im November zu bewerben und ihre Ideen zu pitchen. Autark.me stellt dafür zwei kostenlose Stände für Startups aus der Branche – Rechtsanwälte, die sich auf EEG`s spezialisiert haben, junge Unternehmen aus dem Bereich PV, Solar, Wasserstoff, Windkraft, Wasserkraft – zur Verfügung. Bewerbungen sind noch per Mail bis zum 15. Oktober möglich.

Deine ungelesenen Artikel:
01.10.2026

Maßanzug für Roboter: Wie Cybershell mit einer Außenschicht Humanoide salonfähig machen will

Humanoide Roboter werden laut Gründer Mario Curvelo Carvalho durch Cybershell Einzug in die Industrie erhalten. Die vom Startup entwickelte Außenhaut soll vor Einflüssen wie Hitze, Chemikalien oder Schlägen schützen.
/artikel/massanzug-fuer-roboter-wie-cybershell-mit-einer-aussenschicht-humanoide-salonfaehig-machen-will
01.10.2026

Maßanzug für Roboter: Wie Cybershell mit einer Außenschicht Humanoide salonfähig machen will

Humanoide Roboter werden laut Gründer Mario Curvelo Carvalho durch Cybershell Einzug in die Industrie erhalten. Die vom Startup entwickelte Außenhaut soll vor Einflüssen wie Hitze, Chemikalien oder Schlägen schützen.
/artikel/massanzug-fuer-roboter-wie-cybershell-mit-einer-aussenschicht-humanoide-salonfaehig-machen-will
Cyberhsell-CEO Mario Curvelo Carvalho | (c) Cybershell Technologies

Es ist das Zukunftsszenario schlechthin: Menschenleere Produktionshallen, gefüllt mit humanoiden Robotern, die unermüdlich arbeiten. Cybershell arbeitet daran, dass diese Vision einmal Realität wird. Das Deeptech-Startup entwickelt eine Außenschicht für humanoide Industrieroboter, die sie im Arbeitsalltag vor externen Einflüssen wie extremer Hitze, Stößen oder Chemikalien schützen soll. „Aktuell schauen die Roboter nicht so aus, als könnten sie z. B. neben einem Hochofen arbeiten“, sagt Gründer Mario Curvelo Carvalho. Cybershell soll das nun ändern. Die Idee wurde zuletzt beim Riz-up-Preis des Landes Niederösterreich in der Kategorie „Innovativ genial“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet (brutkasten berichtete).

Cybershell ist ein „First of a kind“

Laut Curvelo Carvalho gibt es ein Produkt wie Cybershell noch nicht auf dem Markt. „Cybershell ist ein First of a Kind. Es gibt Hersteller, die Abdeckungen und so für Roboter machen. Aber es gibt unseres Wissens nach noch keinen Hersteller, der das im humanoiden Bereich macht“, sagt der Niederösterreicher. Dementsprechend schwierig seien manche Schritte für Cybershell, da es noch keine Referenzbeispiele gebe. „Ich komme mir manchmal vor wie wenn ich vor einem Dschungel mit einer Planierraupe stehe und mir dort erst meinen Weg ebnen muss“, sagt Curvelo Carvalho.

Erstmalige Versicherung einer Flotte

Laut dem Gründer ergibt sich durch seine Technik ein entscheidender Vorteil: Durch Schadensreduktion, Austauschbarkeit und standardisierte Betriebs- und Wartungsdaten gebe es eine bessere Grundlage für die Versicherbarkeit von humanoiden Robotern. „Die Versicherung hat das erste Mal die Möglichkeit, auf Daten zurückzugreifen und damit zu arbeiten. Damit können Versicherer Risiken, Schadenwahrscheinlichkeiten und mögliche Prämiengrundlagen besser bewerten“, erklärt der Founder und ergänzt: „Die Versicherungen sagen aktuell ‚Wir haben keine Werte, wir können hier nicht berechnen, wie hoch die Ausfallsrate ist und wie viel Schaden da wirklich auf uns zukommt.“ Doch bevor eine Flotte versichert werden kann, braucht Cybershell die notwendigen Zertifikate. An diesen werde gerade gearbeitet.

Modularer Aufbau

Das Startup setzt auf einen modularen Aufbau. Die Protektoren für z. B. Schultern, Arme und Beine sind getrennt abnehmbar und greifen nicht in Antrieb, Steuerungssoftware oder Sicherheitslogistik ein. „Es geht darum, die Downtime zu reduzieren. Wenn ein Roboter beschädigt wurde, dann wollen wir nicht, dass der ganze Roboter getauscht wird. Es soll einfach das beschädigte Modul werkzeuglos abgenommen werden und das neue Modul eingesetzt werden und nach 20 Minuten soll die Downtime vorbei sein“, erklärt Curvelo Carvalho. Die Außenschicht besteht aus fünf Layern, wobei jeder eine eigene Funktion hat und unterschiedlich anpassbar ist, je nachdem, wo der Roboter zum Einsatz kommt.

Das Patent als nächster Milestone

Das Unternehmen befindet sich aktuell noch vor der Gründungsphase und ist gebootstrappt. Gründen und die Suche nach Investoren machen laut Curvelo Carvalho erst dann Sinn, wenn die Firma das entsprechende Patent habe. Dafür müsse zuvor noch die Firma gegründet werden. Es läuft somit alles auf das Patent hinaus, noch im Herbst soll der Antrag gestellt werden. Förderungen hat Cybershell noch keine erhalten, jedoch hat das Startup bereits einen FFG-Patenscheck, also einen ersten Schritt in Richtung FFG-Förderung.

Eine Auswanderung in die USA stellt für Curvelo Carvalho aktuell keine Option dar. In Europa dauert zwar der Aufbau eines Unternehmens länger als in den USA, doch Cybershell habe hierzulande alles, was es für den Aufbau benötige. „Wir können hier vom Ökosystem, von den Inkubatoren und von den Förderungen profitieren. Cybershell muss ein niederösterreichisches Unternehmen werden. Das steht ganz groß auf unserer Flagge drauf“, sagt Curvelo Carvalho.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Autark.me: Initiative fördert autarke Gemeinschaften