09.01.2026
BUNDESAGENTUR

AustriaTech: Martin Russ als Geschäftsführer wiederbestellt

Martin Russ leitet AustriaTech, die Bundesagentur für Innovation in der Mobilität, bereits seit 15 Jahren. Nun kommen weitere fünf Jahre hinzu.
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Martin Russ bleibt AustriaTech-Geschäftsführer | (c) AustriaTech
Martin Russ bleibt AustriaTech-Geschäftsführer | (c) AustriaTech

Wenn in Österreich innovative Mobilitätsprojekte öffentlicher Auftraggeber umgesetzt werden, dann ist oft die Bundesagentur AustriaTech involviert (voller Name: AustriaTech – Gesellschaft des Bundes für technologiepolitische Maßnahmen GmbH). Die hundertprozentige Tochter des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) soll dabei als Beratungsagentur und Schnittstelle zwischen Politik, Industrie und Forschung fungieren. Schwerpunkte sind dabei Digitalisierung, Automatisierung und Dekarbonisierung in der Mobilität. So geht es in den Projekten etwa auch um autonomes Fahren und E-Mobility.

Martin Russ leitet für weitere fünf Jahre 70 Personen starkes AustriaTech-Team

Aufgeteilt in sechs Teams mit insgesamt rund 70 Mitarbeiter:innen hat AustriaTech im Laufe des mittlerweile mehr als 20-jährigen Bestehens zahlreiche Projekte umgesetzt – teils als Partner, teils als Koordinator. Bereits seit 15 Jahren wird die Agentur von Martin Russ geleitet. Mit dem 14. Februar 2026 wird er nun für weitere fünf Jahre zum Geschäftsführer bestellt. Die Entscheidung verkündete nun das BMIMI.

„Fokus darauf, Resilienz und Souveränität beim Einsatz neuer Technologien zu stärken“

„Die Wiederbestellung verstehe ich als Bestätigung des eingeschlagenen Weges und freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen“, kommentiert Russ in einer Aussendung. „Gemeinsam mit unseren Mitarbeiter:innen und Partner:innen wollen wir weiterhin die Mobilitätszukunft gestalten – von E-Mobilität über Digitalisierung bis hin zur automatisierten Mobilität.“ In den kommenden Jahren liege der Fokus darauf, Resilienz und Souveränität beim Einsatz neuer Technologien zu stärken und insbesondere Gebietskörperschaften sowie öffentliche Betreiber gezielt zu unterstützen, so der Geschäftsführer.

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Martin Simmerstatter, Business Leader bei FlexPowerHub. (c) cognify GmbH

FlexPowerHub ist als Plattform Teil des Salzburger Data-Science-Startups cognify und wurde in Zusammenarbeit mit der Salzburg AG im Jahr 2021 entwickelt, wie brutkasten berichtete. In einer Aussendung von Volue wurde nun die Übernahme bekanntgegeben. Zahlen zum Kaufpreis oder der Bewertung von FlexPowerHub wurden nicht genannt. Mit der Übernahme verfolgt Volue seine strategische Position als zentraler Partner für den automatisierten Energiehandel in ganz Europa.

Die Übernahme eines österreichischen Unternehmens ist für Volue nichts Neues, Ende 2024 wurde bereits das Wiener Startup PowerBot übernommen.

Autopilot für Stromhandel

FlexPowerHub funktioniert im Grunde wie ein Autopilot für den europäischen Stromhandel. Das System analysiert Marktdaten, prognostiziert den Bedarf im Stromnetz und ermöglicht den Energiemarktteilnehmern, datengestützte Entscheidungen in hochvolatilen Umgebungen zu treffen. Das System soll damit eine verbesserte Vorhersagbarkeit und Planungsfähigkeit für Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) und andere Speicheranlagen bieten. Aktuell arbeitet FlexPowerHub an der Erweiterung des Prognoseportfolios um drei zusätzliche Märkte: Frankreich, Belgien und die Niederlande.

„Wir haben FlexPowerHub gegründet, weil wir gesehen haben, wie viel Wertschöpfung auf den DACH-Systemdienstleistungsmärkten ungenutzt blieb. Der Zusammenschluss mit Volue bedeutet, dass wir unsere Technologie und Expertise einer viel breiteren Kundengruppe zugänglich machen können – mit der Größe und Reichweite, um für Erzeuger und Händler in der gesamten Region und darüber hinaus einen echten Unterschied zu machen“, so Martin Simmerstatter, Business Leader bei FlexPowerHub.

„Die Energiewende schreibt die Regeln für das Funktionieren der Strommärkte neu“

Für das norwegische Technologieunternehmen Volue, das Energieversorger weltweit mit einer Software für genaue Marktprognosen, Anlagensteuerung und den Stromhandel ausstattet, ist die Übernahme ein strategischer Schritt. Da das europäische Stromnetz durch den Ausbau erneuerbarer Energien immer volatiler wird, soll der schnelle, automatisierte Handel mit Regelleistung zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden.

Das betont auch Volue-CEO Stephan Sieber zu dem Exit: „Die Energiewende schreibt die Regeln für das Funktionieren der Strommärkte neu, und auf den Systemdienstleistungsmärkten geschieht dies am schnellsten. Wir sind davon überzeugt, dass jene Erzeuger und Händler in dieser neuen Ära erfolgreich sein werden, die weiter in die Zukunft blicken und schneller als je zuvor agieren können – und zwar über alle Märkte hinweg, nicht nur auf einem. FlexPowerHub bietet uns heute eine bewährte Bietintelligenz für Systemdienstleistungen und einen klaren Weg, um Kunden in ganz Europa denselben marktübergreifenden Vorteil zu verschaffen.“

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