Austrian World Summit: Diese Speaker:innen holt Schwarzenegger für den Klimaschutz nach Wien
Arnold Schwarzenegger lädt am 14. Juni 2022 wieder in die Wiener Hofburg zu seinem Klimagipfel, dem Austrian World Summit. Auch dieses Jahr kommen wieder zahlreiche internationale Top-Speaker:innen nach Wien.
Die Liste an prominenten Top-Speaker:in, die dieses Jahr zum Austrian World Summit nach Wien kommen, ist traditionsgemäß wieder sehr lang. Der Einladung von Arnold Schwarz nach Wien wird unter anderem Michael S. Regan, der Leiter der US-Umweltschutzbehörde, folgen, wie Monika Langthaler, Direktorin der Schwarzenegger Climate Initiative und Organisatorin des Austrian World Summit am Dienstag bekannt gab. Als Teil des Kabinetts von Präsident Biden gestaltet er aktiv die US-Klimapolitik mit und ist zudem für die Förderung nachhaltiger Innovationen im Bereich der Energie zuständig.
Austrian World Summit: Diese Speaker:innen werden erwartet
Und die Liste an prominente Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft lässt sich weiterführen. Neben Gastgeber Arnold Schwarzenegger selbst und Bundespräsident Alexander Van der Bellen werden am Vormittag Gäste wie der Vize-Präsident der Europäischen Kommission Frans Timmermans, der für die Umsetzung des europäischen Grünen Deals zuständig ist, vor Ort sein. Zudem soll sich laut den Organisatoren auch via Videobotschaft UN-Generalsekretär António Guterres zu Wort melden. Weiters werden die deutsche Klimaaktivistin Luise Neubauer, Entertainer Joko Winterscheidt und zahlreiche Vertreter:innen aus der Wirtschaft erwartet.
Das Motto: „Creating Hope – Inspiring Action”
Dieses Jahr steht der mittlerweile sechste Austrian World Summit unter dem Motto „Creating Hope – Inspiring Action“. Themen wie die Transformation der Wirtschaft, Digitalisierung, erfolgreiche Klima-Kommunikation und klimafreundliche Ernährung sollen laut den Organisatoren diskutiert werden.
Vor allem sollen in diesem Jahr junge und innovative Menschen aus aller Welt eine Bühne bekommen. Aus Indien kommt beispielsweise die 16-jährige Vinisha Umashankar, die von Prinz William unterstützt wird und für die Entwicklung eines solarbetriebenen Bügelwagens zur Reduzierung des Kohleverbrauchs in Indien bekannt wurde.
„Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“: Wie Michael Dobersberger Startups US-fit macht
Michael Dobersberger bringt bei Open Austria österreichische Gründer:innen in den globalen Tech-Hotspot Silicon Valley. Im Gespräch mit brutkasten erklärt er, welche Kulturunterschiede entscheiden und warum Österreicher:innen beim Pitchen umdenken müssen.
„Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“: Wie Michael Dobersberger Startups US-fit macht
Michael Dobersberger bringt bei Open Austria österreichische Gründer:innen in den globalen Tech-Hotspot Silicon Valley. Im Gespräch mit brutkasten erklärt er, welche Kulturunterschiede entscheiden und warum Österreicher:innen beim Pitchen umdenken müssen.
Das Silicon Valley ist nach wie vor das unangefochtene Epizentrum der globalen Tech-Welt. Ein Großteil des weltweiten Risikokapitals ist in der Region rund um San Francisco gebündelt. Für europäische Startups birgt der Markteintritt in den US-amerikanischen Raum jedoch erhebliche kulturelle wie strukturelle Hürden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Michael Dobersberger an. Brutkasten hat ihm einen Tag lang in San Francisco über die Schulter geschaut.
Als Co-Direktor der Initiative Open Austria, einem Joint Venture der Wirtschaftskammer Österreich und des Außenministeriums, fungiert Dobersberger als strategischer Sparring-Partner vor Ort. Während die WKÖ-AußenwirtschaftsCenter in New York und Los Angeles das operative Tagesgeschäft im Exportgeschäft abwickeln, konzentriert sich das AußenwirtschaftsCenter in San Francisco unter seiner Leitung auf spezialisierte Formate.
„Ich sehe meine Aufgabe darin, Startups ready für das Silicon Valley zu machen, damit sie einen gewissen Startvorteil gegenüber anderen europäischen Startups haben“, erklärt Dobersberger im Gespräch. Sein Aufgabengebiet umfasst gezieltes Startup-Coaching für den US-Markteintritt sowie Innovation Scouting für etablierte Großunternehmen. Die Nachfrage ist hoch: „Allein heuer habe ich schon über 260 Unternehmen in einem meiner Programme gehabt.“
Die kulturellen Gräben zwischen europäischen und US-amerikanischen Entrepreneurship-Zugängen erlebt Dobersberger täglich. Während hierzulande Risiken oft im Vordergrund stehen, herrscht in Kalifornien eine ausgeprägte Optimierungskultur.
Den zentralen Unterschied im Denkansatz bringt Dobersberger pragmatisch auf den Punkt: „In den USA heißt es: ‚Es kann funktionieren, wenn …‘, während in Europa oft gesagt wird: ‚Das funktioniert nicht, weil …‘“. Es gehe keineswegs darum, kritische Einwände zu ignorieren, sondern Geschäftsideen konstruktiv zu bewerten und Chancen in den Mittelpunkt zu rücken.
Schnelligkeit und ein realistischer Blick auf Fehler
Ein entscheidender Erfolgsfaktor am US-Markt sei die Umsetzungsgeschwindigkeit. „Du musst nicht besser sein, du musst schneller sein“, betont Dobersberger. Wer rasch am Markt testet, gewinnt wertvolles Feedback und kann Mitbewerber überholen.
Ergänzt wird dieses Tempo durch den vielzitierten Umgang mit dem Scheitern, der jedoch häufig missverstanden werde. Fehler seien zwar Teil der Lernkurve, dürften das Unternehmen jedoch nicht ruinieren. „Fail fast, fail often – and keep the price to a minimum“, bringt es Dobersberger auf den Punkt. Das bedeutet übersetzt so viel wie: „Scheitere schnell, oft und halte die Kosten dabei auf einem Minimum.“
Präzision fordert der Experte auch beim Markenauftritt und Produktstart. Zu langes Perfektionieren im Stillen sei gefährlich: „Wenn du nicht irgendwann sagst: ‚Mein erstes Produkt war so peinlich‘, dann bist du zu spät an den Markt gegangen“, veranschaulicht er eindrücklich.
Auch in der Kommunikation rät Dobersberger zu einer radikalen Vereinfachung. Statt technischer Details müsse in den ersten Sekunden das zugrundeliegende Problem im Fokus stehen. Dobersberger nutzt dafür das Bild einer umgekehrten Matrjoschka-Puppe.
„Die erste Matrjoschka ist die wichtigste – das ist dein Why“, erklärt er. Ziel der ersten 40 Sekunden sei es nicht, das gesamte Produkt zu erklären, sondern Neugier zu wecken und Folgetermine zu sichern. Wer zu tief ins Technische abgleite, verliere das Gegenüber rasch.
Menschen investieren in Menschen
Zudem entscheide die Persönlichkeit des Gründerteams oft mehr als die Technologie selbst. Das Feedback internationaler Investor:innen zeichne hier ein klares Bild: „Die Investoren investieren zu 90 Prozent ins Team und zu zehn Prozent in die Technologie.“ Starken Gründerpersönlichkeiten traue man eher zu, Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle bei Bedarf anzupassen.
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz, von der Schärfung der Story bis hin zur Vernetzung vor Ort, unterstützt Dobersberger heimische Gründer:innen dabei, im Silicon Valley nachhaltig Fuß zu fassen.
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