08.02.2022

Entrepreneurial Leadership Program: AustrianStartups sucht Problemlöser:innen in Zeiten der Klima- & Gesundheitskrise

Noch bis zum 17. Feber können sich interessierte Problemlöser:innen und Entrepreneure auf einen der rund 30 Plätze für die nächste Runde des "Entrepreneurial Leadership Program" von AustrianStartups bewerben.
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der brutkasten
(c) AustrianStartups

In Zeiten globaler Klima- und Gesundheitskrisen benötigt es Menschen, die Probleme lieber selbst anpacken, anstatt sich zu beschweren. Genau diesen Menschen bietet AustrianStartups mit dem Entrepreneurial Leadership Program seit nunmehr zwei Jahren ein Zuhause – und liefert dabei das nötige Rüstzeug zur Umsetzung der Ideen gleich mit – der brutkasten berichtete.

Die Teilnehmer:innen des Programms

Mittlerweile gibt es eine Reihe an Teilnehmer:innen und Absolvent:innen, die mittlerweile in der österreichischen Startups-Szene Fuß gefasst habe. Unter ihnen ist beatvest, One Meal A Day, Cortecs, Ikonity, conow oder REEDuce. Der gesellschaftliche Mehrwert des Programms zeigt sich laut Austrian Startups jedoch längst nicht nur in den gegründeten Startups: “Das Entrepreneurial Leadership Program befähigt unsere Teilnehmer:innen innovative und nachhaltige Prozesse in der Breite unserer Gesellschaft – von der Politik bis in den Bildungssektor – anzustoßen und voranzutreiben.”, so Hannah Wundsam, Managing Director von AustrianStartups.

(c) Austrian Startups

“Um gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu meistern, müssen wir mehr Angebote schaffen, die die besten Leute aus unterschiedlichen Branchen – von Naturwissenschaften über Kunst bis zu Wirtschaft – zusammenbringen.”, so Markus Raunig, Chairman von AustrianStartups über die Inspiration zur Gründung des Entrepreneurial Leadership Programs. “Das Entrepreneurial Leadership Program ist der ideale Nährboden für kreative und lösungsorientierte Köpfe, welche unsere Zukunft aktiv mitgestalten wollen.”

Wie kann man mitmachen?

Vor diesem Hintergrund richtet sich das Entrepreneurial Leadership Program explizit an Personen aus allen Bereichen. Es gibt keine Voraussetzungen was bisherige Ausbildung und Erfahrung betrifft.

“Das Programm lebt von dieser Diversität – in unseren Workshops vermitteln wir wichtiges Know-How zu Themen wie Business Modelling oder Growth Marketing, aber auch Personal Development Kurse zu Themen Kommunikation, Self- und Teamleadership. Am meisten lernen die Fellows aber erfahrungsgemäß von der Interaktion miteinander.”, so Hannah Wundsam.

Deshalb spielen neben den wöchentlichen Workshops auch gemeinsame Projekte und soziale Veranstaltungen eine große Rolle im Entrepreneurial Leadership Program. Durch ein individuell zugeschnittenes Mentoring Programm werden die Teilnehmer:innen zusätzlich auf ihrem persönlichen Lebens- und Karriereweg begleitet. 

All jene, die aktiv die Zukunft Österreichs mitgestalten möchten und Interesse haben ein Teil dieser Gemeinschaft werden möchten können sich noch bis zum 17. Februar online bewerben. Offizieller Start der nächsten Kohorte ist dann im März im Rahmen eines gemeinsamen Kickoff-Wochenendes.


Videotipp: Teilnehmer:innen im Rahmen von One Change a Week

Im Rahmen der wöchentlichen Nachhaltigkeits-Format „One Change a Week“ waren unter anderem schon das Wiener Startup REEDuce rund um Birgit van Duyvenbode und One Meal a Day rund um den Verhaltensökonom Felix Günther zu Gast.

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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