01.08.2019

AustrianStartups will eure Daten!

Heute startet die Befragung zur zweiten Auflage des Austrian Startup Monitor von AustrianStartups, dem AIT und dem WU Gründungszentrum. Nach mehr als 300 Teilnehmern im Vorjahr sollen es dieses Jahr mehr als 500 werden.
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Austrian Startup Monitor 2024 - die wichtigsten Zahlen und Ergebnisse
(c) AustrianStartups, AIT, Gründungszentrum WU Wien (Collage)

Im Herbst wird Österreich eine neue Regierung haben. Diese soll, geht es nach AustrianStartups, AIT und WU Gründungszentrum, wissen, wo im Startup-Bereich der Schuh drückt. Und zwar mithilfe des Austrian Startup Monitor 2019, dessen Befragung ab heute läuft. „Ziel ist es, unserer neuen Regierung wie auch der Wirtschaft als starker Partner der Startup-Szene im Herbst auf dieser Grundlage gute, weil mit Zahlen belegbare Empfehlungen für die weitere Stärkung des Startup-Szene mitzugeben“, sagt AustrianStartups Geschäftsführer Markus Raunig. Das Wirtschaftsministerium, das Bildungsministerium, die Wirtschaftsagentur Wien, die WKO, das Austrian Council und Startup Tirol finanzieren die Studie.

+++ Neuer Rekord bei Neugründungen in Österreich im ersten Halbjahr +++

Austrian Startup Monitor 2019: Vergleich mit Vorjahr und EU-Ebene

Vergangenes Jahr wurde die umfassende Erhebung erstmals durchgeführt. Mehr als 300 österreichische Startups nahmen teil. Dieses Jahr hat man sich ein noch ambitionierteres Ziel gesetzt: Über 500 Startups will man mit der Umfrage erreichen. Das Ergebnis soll aber nicht nur deswegen noch aussagekräftiger werden, als im Vorjahr. „2019 haben wir nun die Möglichkeit die aktuellen Daten mit jenen des Vorjahres zu vergleichen. Damit werden erstmals Veränderungen und Entwicklungen im Ökosystem sichtbar“, erklärt Raunig. Zudem fließen die Daten auch in den EU Startup Monitor ein, womit internationale Vergleichbarkeit und ein Benchmarking auf europäischen Level ermöglicht werden soll.

Festival-Tickets als Incentive

Geht es nach Raunig, sollen ausnahmslos alle österreichsichen Startup-Gründer mitmachen. „Wir wollen über die Grenzen der Szene sichtbar werden und die zentrale Rolle von Startups in Österreich unterstreichen. Je mehr Startups dabei sind, desto lauter ist unserer Stimme dafür“. Als zusätzlichen Anreiz hat man sich ein weiteres Incentive überlegt. Unter den Teilnehmern werden Tickets für die Festivals 4Gamechangers in Wien, FifteenSeconds in Graz und Slush in Helsinki verlost.


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Das Flatwise-Gründertrio (v.l.) Marc Lindorfer, Edwin Schneider und Johannes Reichl © Flatwise

Wenn es nach Johannes Reichl, Edwin Schneider und Marc Lindorfer geht, ist Immobilienverwaltung bis heute vor allem eines: kleinteilig, zeitintensiv und von manuellen Abläufen geprägt. Genau hier wollen die drei Linzer mit ihrem Startup Flatwise ansetzen. Das Gründerteam entwickelt eine Software, die zentrale Aufgaben von Vermieter:innen, von Mietanpassungen über Betriebskostenabrechnungen bis zur Vorbereitung von Steuerunterlagen, mithilfe von KI-Agenten automatisieren soll. Bereits vor dem offiziellen Marktstart setzen laut Angaben des Startups Vermieter:innen mit insgesamt mehr als 3.000 Wohnungen auf die Plattform.

Von der Pilot- zur Marktphase

Das Team, das erst im August 2026 eine GmbH gegründet hat, hat sein Produkt in den vergangenen Monaten eng mit den ersten 100 Pilotnutzer:innen weiterentwickelt, mit Feedback, Interviews und echten Kund:innendaten, wie Mitgründer Johannes Reichl im Interview erklärt. Der Ansatz unterscheide sich damit von klassischen Proptech-Lösungen, die bestehende Prozesse lediglich digitalisieren: „Wir wollen Immobilienverwaltung nicht nur digitalisieren, sondern grundlegend neu denken. Immobilien sollen sich künftig weitgehend von selbst verwalten können. Vermieter:innen können durch die Software von Flatwise professionell vermieten, ohne dabei selbst Fachexpert:innen sein zu müssen“, so Reichl.

KI-Agenten im Einsatz

Konkret möchte Flatwise KI dort einsetzen, wo Verwaltungsprozesse sinnvoll automatisiert oder unterstützt werden können. Dazu zählen für das Team unter anderem die Vorbereitung und Berechnung von Mietanpassungen, die Unterstützung bei Betriebskostenabrechnungen sowie die strukturierte Aufbereitung von Finanz- und Steuerinformationen. Der KI-Agent verbindet dabei unterschiedliche Daten und Prozessschritte innerhalb der Software, bereitet relevante Informationen auf und unterstützt Vermieter:innen bei der weiteren Bearbeitung.

Der Weg zum Ökosystem

Im Schnitt verwaltet ein:e Flatwise-Nutzer:in laut Unternehmen aktuell rund zehn Wohnungen. Für Reichl zeigt sich dabei ein klares Bild der Branche: „Der Markt ist extrem fragmentiert, es gibt viele Anbieter, die eigentlich zusammenhängen müssten, aber kaum vernetzt sind.“

Dieses Nebeneinander will Flatwise auflösen und sich schrittweise zu einem Ökosystem entwickeln, das Vermieter:innen, Mieter:innen und Dienstleister:innen auf einer Plattform zusammenbringt. „Wir glauben daran, dass gute Vermieter:innen das Wohnen für alle besser machen. Flatwise soll es einfacher machen, gut zu vermieten“, heißt es dazu vom Gründungsteam.

Enterprise-Lösung in Arbeit

Flatwise richtet sich an Vermieter:innen mit Beständen zwischen einer und hundert Immobilien. Mittlerweile hätten sich aber auch Hausverwaltungen und Bestandshalter:innen mit deutlich größeren Portfolios gemeldet. Deshalb entwickelt Flatwise momentan ein Enterprise-Modell, das künftig gezielt auf die Anforderungen größerer Bestandshalter:innen und Hausverwaltungen eingehen soll, wie der Mitgründer im Interview erklärt.

Wachstum vorerst ohne Angels oder VCs

Trotz bestehender Investmentangebote will das Team bei der Finanzierung vorerst auf Förderungen und den eigenen Cashflow setzen. Rund 20 Angebote von Angels und Venture-Capital-Geber:innen sind laut Reichl bereits eingegangen. Aufgegriffen werden sollen sie frühestens, wenn erste Umsätze stehen. Für eine geplante Wachstumsphase ist jedoch in der ersten Jahreshälfte 2027 eine Finanzierungsrunde angedacht. Unterstützung erhält das Gründerteam zudem im Inkubatorprogramm von tech2b durch ein Advisory Board aus Immobilienexpert:innen und erfahrenen Unternehmer:innen.

Wissen als Türöffner

Um neue Kund:innen zu erreichen, setzt Flatwise zusätzlich auf einen eigenen Immobilienratgeber mit aktuell rund 160 Artikeln, der komplexe Themen rund um Immobilien und Wohnen laienverständlich aufbereitet. Bereits mehrere tausend Personen sollen die Inhalte monatlich lesen. Für Reichl ist das ein wichtiger Kanal, um Vertrauen aufzubauen und so langfristig neue Nutzer:innen für die Plattform zu gewinnen.

Im kommenden Jahr will Flatwise nach eigenen Angaben marktführend in Österreich werden. Mittelfristig ist auch eine internationale Expansion, etwa nach Deutschland, angedacht. Ein konkreter Zeitpunkt steht laut Reichl aber noch nicht fest.

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