29.10.2025
UMFRAGE

Austrian Startup Monitor 2025: Befragung gestartet

Die österreichische Startup-Szene ist bis zum 30.11. wieder dazu aufgerufen, an der Umfrage zum Austrian Startup Monitor teilzunehmen.
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Karl Heinz Leitner (AIT), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Hannah Wundsam (AustrianStartups) und Rudolf Dömötör (WU Gründungszentrum) bei der Präsentation des Austrian Startup Monitors 2024 | (c) brutkasten | Martin Pacher
Karl Heinz Leitner (AIT), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, Hannah Wundsam (AustrianStartups) und Rudolf Dömötör (WU Gründungszentrum) bei der Präsentation des Austrian Startup Monitors 2024 | (c) brutkasten | Martin Pacher

Zahlen, Daten, Fakten und ein umfassendes Stimmungsbild – das liefert der Austrian Startup Monitor seit 2018 jährlich zur österreichischen Startup-Szene. Mehr als 700 Gründer:innen nahmen in den vergangenen Jahren an der Umfrage zur Studie Teil, die dieses Jahr von AustrianStartups, dem Austrian Institute of Technology (AIT), der Universität Graz und dem WU Entrepreneurship Center umgesetzt wird. Nun hat die Befragung für den Austrian Startup Monitor 2025 gestartet (hier zur Befragung). Diese läuft nun bis zum 30. November.

Datengrundlage für wirtschaftspolitische Entscheidungen

Zu erwarten ist der neue Austrian Startup Monitor dann wie immer im Frühjahr. Dabei soll nicht nur die Startup-Szene selbst und die interessierte Öffentlichkeit von den Ergebnissen profitieren. Er soll als Datengrundlage für wirtschaftspolitische Entscheidungen dienen. „Der Austrian Startup Monitor ist unser stärkstes Werkzeug, um aus Gründer:innen-Erfahrungen echte Verbesserungen in der Politik zu machen“, sagt Hannah Wundsam, Geschäftsführerin von AustrianStartups.

Und Karl-Heinz Leitner, wissenschaftlicher Leiter des Reports vom Austrian Institute of Technology (AIT) und Professor an der Universität Graz, meint: „Eine evidenzbasierte Startup-Politik braucht valide Daten […] Mit jeder Teilnahme tragen Gründer:innen dazu bei, dass wir ein realistisches Bild der österreichischen Startup-Landschaft zeichnen und gezielte wirtschaftspolitische Maßnahmen entwickeln können.“

Große aktuelle Themen in der Startup-Politik

Themen haben sich dabei in den vergangenen Jahren und Monaten genug ergeben: Die aktuellen Diskussionen rund um den geplanten „Scaleup Fonds“ (Dachfonds) und die europäischen Pläne zu einer EU Inc. sind zentral für die Startup-Szene. Und auch die Flexco bleibt bald zwei Jahre nach der Einführung Thema, ebenso wie das mit ihr eingeführte Mitarbeiter:innenbeteiligungsmodell.

Daran, dass es einige dieser Themen im politischen Entscheidungsprozess soweit gebracht haben, beanspruchen auch die Initiator:innen des Austrian Startup Monitor einen Anteil für sich. „Der Austrian Startup Monitor zeigt jedes Jahr eindrucksvoll, wie vielfältig, innovativ und resilient die österreichische Startup-Szene ist“, so Rudolf Dömötör, Direktor des WU Entrepreneurship Centers. „Er ist zu einem zentralen Werkzeug geworden, um Herausforderungen sichtbar zu machen – und Chancen aufzuzeigen, wie Österreich im internationalen Wettbewerb aufholen kann.“

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(c) Startups for Europe
(c) Startups for Europe

Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

„Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen“

Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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